Infos zur Neuen Ems
Unerwartet starkes Bürgerinteresse

Warendorf -

Der immer wieder stärker werdende Regen war lästig, aber die Wissbegier offenbar größer: Rund 100 Interessenten ließen sich von Mitgliedern des Arbeitskreises Neue Ems am Sonntagvormittag über die Ausmaße der geplanten Eingriffe ins Ems-Bett und den Emsseepark informieren. Mit so viel Interesse hatten die Sprecher nach eigenen Angaben nicht gerechnet.

Sonntag, 10.03.2019, 14:26 Uhr
Sigfrid Krebse (l.) und Alfred Kiel (kl. Bild l.) spannten ein Flatterband, um die Breite des geplanten Emslaufs im Nordosten des Lohwalls zu verdeutlichen. Mechtild Wolff (kl. Bild r.) befürchtet unter anderem Grundwasser-Senkungen.
Sigfrid Krebse (l.) und Alfred Kiel (kl. Bild l.) spannten ein Flatterband, um die Breite des geplanten Emslaufs im Nordosten des Lohwalls zu verdeutlichen. Mechtild Wolff (kl. Bild r.) befürchtet unter anderem Grundwasser-Senkungen. Foto: Jörg Pastoor

Das hätten die Mitglieder des Arbeitskreises Neue Ems nicht erwartet: Rund 100 Interessenten gingen Sonntagmorgen den Informations-Spaziergang vom Lohwall bis in Bootshaus mit. Davon ließen sie sich auch nicht durch die immer wieder stärker werdenden Schauer des vorgezogenen April-Wetters abhalten.

Eigentlich, das machte AK-Sprecher Sigfrid Krebse über den mobilen Lautsprecher am Startpunkt Teufelsbrücke klar, erwarte er Information von der Stadt. Stattdessen übernehme es jetzt der Arbeitskreis zu zeigen, „welche Dimensionen die Entscheidungen des Rates haben.“ Das dazu mitgebrachte Flatterband kam sowohl am Lohwall als auch später im Brinkhaus-Park zum Einsatz. Heimatvereinsvorsitzende Mechtild Wolff verglich die „gravierenden Veränderungen“, die der Ems an Teilen ihres alten Betts bevorstehen, mit der durch Warendorf geplanten Straße, die Mitte der Siebziger des letzten Jahrhunderts nur durch entschiedenen Widerstand der Bürger aufgehalten werden konnte. „Jetzt ist es wieder so weit“, so Wolff zu den langsam zahlreicher werdenden Teilnehmern, „es soll alles von rechts auf links gezogen werden“. Sie fragte sich, ob der Schaden einer Laufveränderung nicht größer werde als der Nutzen. Unter anderem drohe der Verlust eines ganzen Hektars Lohwall-Fläche, den  „wir für unsere Kirmes brauchen“. Zudem befürchte sie Grundwasser-Absenkungen. Und das bei vielen Altstadt-Häusern, die noch auf Holzpfählen stehen.

Ich kann mir das nur so erklären, dass man den Sack zumachen will.

Mechtild Wolff kritisiert mangelnde Diskussionsbereitschaft der Politik

Wolff erkannte an, dass die Renaturierung im westlichen Teil, also zwischen Wiesengrund und Andreasstraße, „bestimmt sehr sinnvoll“ sei. Doch durch die Umleitung flussaufwärts leide entweder der alte Teil der Ems oder der Emssee. Dass man jetzt gar nicht mehr über den Emsumbau diskutieren wolle, könne sie sich nur so erklären, „dass man den Sack zumachen will!“ Unter den Regenschirmen erklang Beifall. Mechtild Wolff forderte die Bürger auf, mit den Politikern zu reden, „die das Ohr doch am Volk haben müssten“.

Informations-Spaziergang Arbeitskreis Neue Ems

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  • Rund 100 Bürger neugierig auf Details Foto: Jörg Pastoor
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Wie breit das neue Bett der Ems aus dem See Richtung Linnenwiese geplant ist, verdeutlichten Sigfrid Krebse und Alfred Kiel dann durch das rot-weiße Folienband. 30 Meter Fluss plus je zehn Meter Uferzone, dazu Richtung Lohwall ein mehrere Meter hohe Damm – so seien die Dimensionen. Diese Art der Veranschaulichung, das mahnte Krebse nochmals an, wünsche man sich von der Verwaltung. Er hoffte, dass es im Mai noch einen weiteren Informationstermin gebe, zumal am 11. Mai die Auslegung der Pläne ende.

Flatterband simuliert Breite der Neuen Ems

Stellvertretender Landrat Franz-Ludwig Blömker bemühte sich in einer kurzen Meldung um die Trennung von Planfeststellung für die Neue Ems und die Pläne für die Emsinsel, für die der Arbeitskreis bekanntlich eine öffentliche Nutzung als Bürgerpark fordert. Doch Sigfrid Krebse verwies darauf, dass beides zusammenhänge.

Im Brinkhaus-Park diente das Flatterband als Nachempfindung des künftigen Westufers des Schwenks, den die Ems hier durch die jetzige Obstwiese nehmen soll. Dieser Durchstich sei so weit nach Westen verlagert worden, dass das Westufer nun einen Teil des Park abschneide – eines Bürgerparks, „der Ihnen gehört“, so Krebse. Am Ende des rund zweistündigen Spaziergangs machten sich viele Teilnehmer noch auf den Weg ins Bootshaus, um weitere Detailfragen zu stellen. Eine Frau bedankte sich bei den Organisatoren ausdrücklich dafür, einmal vor Ort Informationen erhalten zu haben.

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