Bilanz nach 18 Monaten
Nur 1,5 Prozent der Autofahrer nutzen das Handyparken

Warendorf -

Mit großen Hoffnungen war es gestartet. Doch heute, 18 Monate später: Nur ein bis 1,5 Prozent der Autofahrer, die in einer parkscheinpflichtigen Zone in Warendorf parken, zahlen per Handy.

Freitag, 15.03.2019, 05:00 Uhr
Das sogenannte Handyparken ist in Warendorf seit dem 12. Oktober 2017 möglich. Mit großen Hoffnungen war es gestartet. Doch heute, 18 Monate später: Nur ein bis 1,5 Prozent der Autofahrer, die in einer parkscheinpflichtigen Zone parken, zahlen per Handy.
Das sogenannte Handyparken ist in Warendorf seit dem 12. Oktober 2017 möglich. Mit großen Hoffnungen war es gestartet. Doch heute, 18 Monate später: Nur ein bis 1,5 Prozent der Autofahrer, die in einer parkscheinpflichtigen Zone parken, zahlen per Handy. Foto: Joachim Edler

Bezahlt oder nicht bezahlt, das ist hier die Frage. Für die Mitarbeiter des Ordnungsamtes , die den Straßenverkehr überwachen, ist sie gar nicht so leicht zu beantworten. Auf den bewirtschafteten Parkplätzen in der Innenstadt stehen gleich mehrere Autos ohne Ticket. Die Mitarbeiterin gibt das Kennzeichen in ihr Smartphone ein, bevor sie den Strafzettelblock wieder wegsteckt. Entrichtet haben die Fahrer ihre Gebühr nämlich trotzdem - nicht per Parkschein, sondern per SMS.

Das sogenannte Handyparken ist in Warendorf seit dem 12. Oktober 2017 möglich. Mit großen Hoffnungen war es gestartet. Doch heute, 18 Monate später: Nur ein bis 1,5 Prozent der Autofahrer, die in einer parkscheinpflichtigen Zone parken, zahlen per Handy.

Das bestätigte Markus Rompusch , stellvertretender Leiter vom Sachgebiet Team, Sicherheit und Ordnung der Stadt Warendorf, auf Anfrage unserer Zeitung. Er hatte den Anteil der Parkscheinzahlungen per Handy aus den absolut eingenommenen Parkgebühren herausgerechnet. Im November vergangenen Jahres waren es 1,38 Prozent, im Dezember 1,02 Prozent und im Januar dieses Jahres 1,48 Prozent. Warum das bargeldlose Parken nicht stärker angenommen wird, vermochte Rompusch nicht zu sagen. Das Herunterladen der „TraviPayApp“ sei einfach, die Menüführung ebenfalls. Er selbst habe die App auf seinem Handy. Der Vorteil liegt auf der Hand: Keine Suche nach passenden Münzen und die Abrechnung erfolgt minutengenau. Zudem muss der Autofahrer nicht zurück zu seinem Parkautomaten laufen, sondern kann einfach bequem vom Handy aus die Parkzeit verlängern, um zum Beispiel länger im Café zu sitzen oder den Einkaufsbummel auszudehnen. Betreiber der Park-App ist die „Sunhill GmbH“. Die Kosten für die Stadt halten sich gering, so Rompusch. Die Stadt werde jetzt das Gespräch mit dem Betreiber suchen. Vielleicht müsse man noch einmal die Werbetrommel rühren, um Anteil an Autofahrern, die per Handy ihre Parktickets buchen, zu erhöhen.

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