Galeriekonzert mit besonderem Akzent: die Marimba
Die mit den Schlägeln tanzen . . .

Warendorf -

Mit Katarzyna Myćka (Stuttgart) und Conrado Moya (Madrid) werden zwei international agierende Künstler ihr Instrument, die Marimba, in sowohl akustisch als auch optisch eindrucksvoller Weise präsentieren. Das Galeriekonzert am Sonntag, 24. März, beginnt um 19 Uhr wie gewohnt in Warendorf im Sophiensaal an der Kurzen Kesselstraße.

Freitag, 15.03.2019, 16:22 Uhr
Solistin K. Mycka tritt mit Conrado Moya beim letzten Galeriekonzert der Saison auf. Beide spielen die Marimba – ein außergewöhnliches Erlebnis am 24. März im Sophiensaal.
Solistin K. Mycka tritt mit Conrado Moya beim letzten Galeriekonzert der Saison auf. Beide spielen die Marimba – ein außergewöhnliches Erlebnis am 24. März im Sophiensaal.

Das letzte Galeriekonzert der laufenden Saison ist am Sonntag, 24. März. Und es setzt in mehrfacher Hinsicht einen außergewöhnlichen Akzent: Mit Katarzyna Myćka (Stuttgart) und Conrado Moya (Madrid) werden zwei international agierende Künstler ihr Instrument, die Marimba, in sowohl akustisch als auch optisch eindrucksvoller Weise präsentieren. Das Konzert beginnt um 19 Uhr wie gewohnt in Warendorf im Sophiensaal an der Kurzen Kesselstraße. Karten sind an der Abendkasse erhältlich oder im Vorverkauf in der Buchhandlung Ebbeke (Freckenhorster Straße).

In ihrer heutigen Gestalt existiert die große Konzertmarimba mit ihren 60 schmalen Platten aus Palisanderholz und den dazugehörigen Resonanzrohren aus Metall erst seit Mitte der 1980er Jahre. Die zwei herausragenden Virtuosen dieses Instrumentes Myćka und Moya, die von Stuttgart beziehungsweise Madrid aus ihre jeweils eigene künstlerische Karriere verfolgen, treten regelmäßig auch als Duo auf und werden in Warendorf sowohl Bearbeitungen als auch Originalkompositionen spielen.

Katarzyna Myćka (Beiname „die mit den Schlägeln tanzt“) wurden von der Kritik „höchste Geläufigkeit“, „perfekte Anschlagstechnik“ und eine „traumhafte rhythmische Präzision“ attestiert. Nach einer Klavier- und Schlagzeugausbildung entdeckte die 1972 geborene Künstlerin während des Studiums an den Musikhochschulen Gdansk, Stuttgart und Salzburg die Marimba als ihr ideales Medium für die musikalische Aussage. Zahlreiche Preise und Auszeichnungen bei internationalen Musikwettbewerben folgten. Dann kamen Stipendien und Einladungen zu Meisterkursen in den USA, Asien und verschiedenen europäischen Ländern, die die junge Musikerin bald in der Szene vernetzten. Heute gilt Katarzyna Myćka als eine führende Pionierin ihres noch jungen Instruments.

Der Marimba-Solist Conrado Moya wurde 1989 in Alicante (Spanien) geboren. Er studierte an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin. Moya tritt inzwischen international sowohl in Solo- und Kammermusikkonzerten als auch als Solist mit Sinfonieorchestern auf. Er konzertierte unter anderem in Stuttgart, in Buenos Aires, in São Paulo, in Shanghai und in Peking. In jüngster Vergangenheit hat Moya das Konzert für Klavier und Orchester von Joaquin Rodrigo eigenhändig für sein Instrument arrangiert und zusammen mit dem „Orquesta Filarmónica de Gran Canaria“ mit sehr großem Erfolg gespielt. Moyas Zusammenarbeit mit Katarzyna Myćka begann bereits zu Studienzeiten. Derzeit ist das Duo mit dem ambitionierten Projekt unterwegs, Johann Sebastian Bachs Goldberg-Variationen in einer Version für zwei Marimbas aufzuführen. So auch am 24. März in Warendorf.

Das Warendorfer Konzert umfasst im ersten Teil Werke des 20. und 21. Jahrhunderts. Es beginnt mit „Departures“, einem Werk des 1961 geborenen französischen Perkussionisten Emmanuel Séjourné. Es folgt „Tango Nr. 2“ von Astor Piazzolla. Die amerikanische Komponistin Libby Larsen schrieb 2009 die Komposition „Like Blind Men Tapping in the Dark“ für zwei Marimbas. Von Maurice Ravel stammt die virtuose Klavierkomposition „Alborada del Gracioso“ („Morgenlied des Narren“) aus dem Jahr 1905. Vor der Pause erklingt dann noch eine sehr lateinamerikanisch daherkommende Walzer-Komposition von Daniel Nicholas Wirtz („Valse Valse“, 2001).

Die Idee, Bachs großartiges Alterswerk aus dem Jahr 1741, die Goldberg-Variationen, auf zwei Marimbas zu spielen, erscheint dem Laien zunächst einmal „wahnwitzig“ oder schier unmöglich. Andererseits hat der Leipziger Meister schon viele Bearbeitungen sehr gut „überstanden“ und war auch selbst ein eifriger „Arrangeur“. Katarzyna Myćka und Conrado Moya haben die Herausforderung angenommen und werden dem Warendorfer Publikum ein außergewöhnliches Erlebnis für Auge und Ohr bereiten.

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