Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Warendorf
Höchste Einsatzzahl seit zehn Jahren

Warendorf -

In jedem Jahr legt die Feuerwehr Warendorf in der Jahreshauptversammlung vor der Öffentlichkeit, der Stadt als Verwaltungs- und Aufsichtsorgan und den Feuerwehrleuten Rechenschaft über Haushalt und Finanzen, Jugendfeuerwehr, Einhaltung der Brandschutzverordnung, Einsätze, Ausrüstung und Entwicklung der Personalausstattung ab. Für das Jahr 2018 geschah dies am Freitag im voll besetzten Gerätehaus Am Holzbach.

Montag, 18.03.2019, 08:38 Uhr aktualisiert: 18.03.2019, 08:40 Uhr
Voll besetztes Gerätehaus: Der Feuerwehr-Stadtverband Warendorf zog am Freitagabend Bilanz des vergangenen Jahres.
Voll besetztes Gerätehaus: Der Feuerwehr-Stadtverband Warendorf zog am Freitagabend Bilanz des vergangenen Jahres. Foto: Max Babeliowsky

Die Feuerwehr Warendorf ist organisatorisch ins Verwaltungsgerüst der Aufsicht führenden Stadt Warendorf mit dem Bürgermeister als oberstem Dienstherrn sowie dem Dezernat II (Dr. Martin Thormann ) und Sachgebiet 32 ( Holger Niemeyer ) eingegliedert. Die 408 aktiven Mitglieder der Feuerwehr sind bis auf die hauptamtlichen Gerätewarte freiwillige und ehrenamtlich tätige Frauen, Männer und Jugendliche. Für die Einsätze stehen die sieben Löschzüge (Warendorf zwei, Freckenhorst, Hoetmar, Milte, Einen, Vohren) zur Verfügung. Ihr Leiter ist Christof Amsbeck, der von Lars Recker und Olaf Schröder vertreten wird.

Nach der Begrüßung durch Amsbeck und dem ehrenden Gedenken an die im vergangenen Jahr verstorbenen Feuerwehrmänner Anton Berghaus, Robert Schütte, Josef Bolte, Karl Schmidt und Albert Zelleröhr sprach Bürgermeister Axel Linke der Feuerwehr seinen Dank für die ehrenamtliche Hilfe, mit der die Sicherheit der Bürger gewährleistet werde, aus. Erfreut war er, dass die Jugendfeuerwehr so großen Zuspruch erfahre.

Im Auftrag des Innenministers NRW verlieh der Bürgermeister für ihre Verdienste um das Feuerwehrwesen und langjährige Mitgliedschaft das Ehrenzeichen in Gold (35 Jahre) und Silber (25 J) an (von links): Gisbert Knorr (S), Bernhard Bußmann (G), Frank Böse (S), Bernhard Blömker (G), Daniel Wagner (S), Bürgermeister Axel Linke, Jürgen Witte (S), fehlende weitere Geehrte: Kay Walter, Herbert Haverkamp (S), Andreas Mahnke, Ralf Röttger, Dieter Sternberg (G).

Im Auftrag des Innenministers NRW verlieh der Bürgermeister für ihre Verdienste um das Feuerwehrwesen und langjährige Mitgliedschaft das Ehrenzeichen in Gold (35 Jahre) und Silber (25 J) an (von links): Gisbert Knorr (S), Bernhard Bußmann (G), Frank Böse (S), Bernhard Blömker (G), Daniel Wagner (S), Bürgermeister Axel Linke, Jürgen Witte (S), fehlende weitere Geehrte: Kay Walter, Herbert Haverkamp (S), Andreas Mahnke, Ralf Röttger, Dieter Sternberg (G). Foto: Max Babeliowsky

Es folgte der umfangreiche und sehr detaillierte Jahresbericht 2018. Nach dem Bericht über die Kassenentwicklung des Stadtverbands durch Andrea Ohlmeier und der Entlastung aufgrund des Vorschlags der Kassenprüfer, nahmen die Mitglieder der Leitungsebene der Feuerwehr sowie Bezirksbrandmeister Donald Niehues und Kreisbrandmeister Heinrich Otte Ehrungen von Kameradinnen und Kameraden im Auftrag des Innenministers NRW und des Verbands der Feuerwehren NRW vor.

Ein Blick in die Jahresstatistik für 2018 zeigte unter anderem, dass die Freiwillige Feuerwehr Warendorf zu 543 Einsätzen (Vorjahr 402) gerufen wurde, das ist die höchste Zahl seit zehn Jahren. Darunter waren 73 Brandursachen, 73 Brandprojekte, 364 Technische Hilfeleistungen mit 15 geretteten, 85 verletzten und vier getöteten Menschen. Jeder einzelne Einsatz ist mit laufender Nummer, Datum, Uhrzeit, zuständigem Löschzug, Einsatzart und -ort, Ausrückzeit in Minuten, Alarmzeit in Minuten, eingesetzter Personenzahl und Einsatzstunden exakt festgehalten. Die 543 Einsätze, aufgeschlüsselt nach den einzelnen Löschzügen, erforderten insgesam 7 464 Einsatzstunden.

Vom Verband der Feuerwehren in NRW erhielten eine Sonderauszeichnung in Silber für 40-jährige Mitgliedschaft (von links): Herbert Glanemann, Peter Besselmann, Heinz-Josef Pangsy, Berthold Gersmann, Martin Stählker, es fehlen Frank Grontzki, Alfons Kuhlmeier.

Vom Verband der Feuerwehren in NRW erhielten eine Sonderauszeichnung in Silber für 40-jährige Mitgliedschaft (von links): Herbert Glanemann, Peter Besselmann, Heinz-Josef Pangsy, Berthold Gersmann, Martin Stählker, es fehlen Frank Grontzki, Alfons Kuhlmeier. Foto: Max Babeliowsky

Zahlreiche Beförderungen und Neubenennungen für verschiedene Funktionen wurden ausgesprochen. Darüber hinaus hob die Leitung der Feuerwehr alle aktiven Mitarbeiter hervor, die im Rahmen ihrer Ausbildung die angebotenen Lehrgänge besuchten und die Mitarbeiter, die sich über Seminare weitergebildet und weiterqualifiziert hatten. In den aktiven Dienst der Feuerwehr Warndorf wurden 28 Kinder, Jugendliche und Erwachsene neu aufgenommen.

Besonders hervorzuheben sind die für lange Treue zur Freiwilligen Feuerwehr Geehrten: für 75 Jahre Bernhard Gnegel, Theordor Schabhüser, Franz Stählker (alle Löschzüge Warendorf), für 60 Jahre Hermann-Josef Terörde (Lz Milte), für 50 Jahre Udo Heitmann, Franz-Josef Kroos (Lz Warendorf), Hermann Gertheinrich, Rudolf Hütig, Egbert Knubel, Heinz Witte (Lz Hoetmar), Hugo Lütke Bexten (Lz Einen).

Die Sonderauszeichnung in Gold des Feuerwehrverbands NRW für 75-jährige Mitgliedschaft wurde verliehen an Bernhard Gnegel (2.v.l.), Franz Stählker (2.v.r.) und Theodor Schabhüser (fehlt) von Donald Niehues (Bezirksbrandmeister), Axel Linke (Bürgermeister), Christof Amsbeck (Leiter der Feuerwehr Warendorf) und Heinrich Otte (stv. Kreisbrandmeister).

Die Sonderauszeichnung in Gold des Feuerwehrverbands NRW für 75-jährige Mitgliedschaft wurde verliehen an Bernhard Gnegel (2.v.l.), Franz Stählker (2.v.r.) und Theodor Schabhüser (fehlt) von Donald Niehues (Bezirksbrandmeister), Axel Linke (Bürgermeister), Christof Amsbeck (Leiter der Feuerwehr Warendorf) und Heinrich Otte (stv. Kreisbrandmeister). Foto: Max Babeliowsky

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