Nacht der Bibliotheken
Büchertalk stößt auf viel Resonanz

Warendorf/Freckenhorst -

Gleich zwei Büchereien aus Warendorf und eine aus Freckenhorst haben in diesem Jahr an der NRW-weitem „Nacht der Bibliotheken“ teilgenommen. Alle zwei Jahre haben Bibliotheken die Möglichkeit, Besuchern etwas Besonderes zu bieten und an diesem Tag teilzunehmen.

Montag, 18.03.2019, 06:03 Uhr aktualisiert: 19.03.2019, 16:20 Uhr
Sebastian Heller (l.) am Rechner, während Robin Hache und sein Vater Uwe Pirchner, Ellen Gispert und Cordula Mense-Frerich (v.l.) auf das Ergebnis des Scans warten. Über 30 Figuren standen am Abend zur Abholung bereit.
Sebastian Heller (l.) am Rechner, während Robin Hache und sein Vater Uwe Pirchner, Ellen Gispert und Cordula Mense-Frerich (v.l.) auf das Ergebnis des Scans warten. Über 30 Figuren standen am Abend zur Abholung bereit. Foto: Rebekka Lek

Teilweise bis spät in die Nacht dürfen die Türen geöffnet bleiben und jedes Haus kann individuell für sich entscheiden, was gemacht wird Das Motto sollte Programm sein. In diesem Jahr stand die „Nacht“ unter dem Zeichen „Mach es!“.

Wie unterschiedlich das Motto umgesetzt werden konnte, sieht man anhand der Stadtbücherei, der KÖB St. Josef in Warendorf und der KÖB St. Bonifatius in Freckenhorst. Die Stadtbücherei startete eigentlich um 15 Uhr, musste jedoch wegen einem Krankheitsausfall die erste Aktion absagen.

Kinder ab acht Jahren hatten sich darauf gefreut aus ein bisschen Pappe und einer Kunststofflinse selber eine Virtual Reality Brille zu basteln. „Alle angemeldeten Kinder können sicher sein: Wir holen das nach“, versicherte die Leitung der Stadtbücherei Birgit Lücke . Ab 16 Uhr ging ein 3D-Drucker an den Start. Besonders beliebt bei den Kindern war die Möglichkeit, sich selbst per Scan als Miniaturformat zu erhalten.

Das Motto passte einfach super durch unseren neuen Drucker.

Birgit Lücke

Der Drucker ist für die Stadtbücherei eine neuere Errungenschaft, den der Förderverein mit Mitteln vom Altstadtfonds besorgt hatte. Dieser übernahm an dem Tag auch die Betreuung der Kinder und druckte Gesicht um Gesicht aus. „Das Motto passte für uns einfach super durch den neuen Drucker. Daher haben wir uns dieses Mal entschieden wieder mitzumachen“, berichtete Birgit Lücke.

Nacht der Bibliotheken in Warendorf

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  • Drei Büchereien – die Stadtbücherei, die KÖB St. Josef und die Freckenhorster Bücherei - beteiligten sich an der Nacht der Bibliotheken. Foto: Rebekka Lek
  • Drei Büchereien – die Stadtbücherei, die KÖB St. Josef und die Freckenhorster Bücherei - beteiligten sich an der Nacht der Bibliotheken. Foto: Rebekka Lek
  • Drei Büchereien – die Stadtbücherei, die KÖB St. Josef und die Freckenhorster Bücherei - beteiligten sich an der Nacht der Bibliotheken. Foto: nn
  • Drei Büchereien – die Stadtbücherei, die KÖB St. Josef und die Freckenhorster Bücherei - beteiligten sich an der Nacht der Bibliotheken. Foto: Rebekka Lek
  • Drei Büchereien – die Stadtbücherei, die KÖB St. Josef und die Freckenhorster Bücherei - beteiligten sich an der Nacht der Bibliotheken. Foto: Rebekka Lek
  • Drei Büchereien – die Stadtbücherei, die KÖB St. Josef und die Freckenhorster Bücherei - beteiligten sich an der Nacht der Bibliotheken. Foto: Rebekka Lek
  • Drei Büchereien – die Stadtbücherei, die KÖB St. Josef und die Freckenhorster Bücherei - beteiligten sich an der Nacht der Bibliotheken. Foto: Rebekka Lek
  • Drei Büchereien – die Stadtbücherei, die KÖB St. Josef und die Freckenhorster Bücherei - beteiligten sich an der Nacht der Bibliotheken. Foto: Rebekka Lek
  • Drei Büchereien – die Stadtbücherei, die KÖB St. Josef und die Freckenhorster Bücherei - beteiligten sich an der Nacht der Bibliotheken. Foto: Rebekka Lek
  • Drei Büchereien – die Stadtbücherei, die KÖB St. Josef und die Freckenhorster Bücherei - beteiligten sich an der Nacht der Bibliotheken. Foto: Rebekka Lek

Die KÖB St. Josef fuhr in eine ganz andere Richtung und hatte einen „Büchertalk“ vorbereitet. Mit etwa 8000 Medien ist die Bücherei eher klein, erfreut sich aber großer Beliebtheit. Fünfzehn Erwachsene saßen gemütlich in den Räumlichkeiten und konnten sich auf zehn Bücher freuen. Clemens Wallmeier, Sybille Müller, Rita Nünning und Edith Schmalenstroth wechselten sich dabei ab, die Bücher sowohl vorzustellen wie auch kleine Passagen aus den Werken vorzulesen. Die Besucher hatten so die Möglichkeit, selbst über die Bücher zu diskutieren, konnten sich aber auch direkt mit den Vortragenden austauschen. Aufgrund der guten Resonanz überlegt die KÖB außerhalb der „Nacht der Bibliotheken“ den „Büchertalk“ als festen Programmpunkt einzuführen.

Die Freckenhorster machten es ganz anders. Sabine Teermann und ihr Team aus über 40 ehrenamtlichen Mitarbeiter nahmen es wörtlich und „Machten es“. Sie stellten ein Programm für jung und alt auf die Beine. Begonnen wurde um 15.30 Uhr für die ganz Kleinen mit einem Vorlesenachmittag. Nach kurzer Verschnaufpause öffnete die Bücherei abends wieder ihre Türen. In zwei Teams sollte das Gesellschaftsspiel „World Slam“ gespielt werden. Höhepunkt des Abends war der Auftritt von Manuela Reiser. Sie trat als Entertainerin auf unterschiedlichen Kreuzfahrtschiffen auf und plauderte aus dem Nähkästchen. Unter dem Motto „Das Kreuz mit der Kreuzfahrt“ erhielten die Zuhörer so einen exklusiven Blick hinter die Personaltüren der Ozeanriesen. Es wurde reichlich gestaunt über Passagier- und Crew-Zahlen, gefilterte Wassermengen pro Tag und vieles mehr. Neben den humorvollen Erzählungen las Reiser aus drei unterschiedlichen Büchern zum Thema „Kreuzfahrt“ einige Passagen vor.

Um 22.22 Uhr begann dann die heiße Phase, denn der Mitternachtsflohmarkt wurde eröffnet. Bezahlt wurde nicht pro Titel, sondern über das Gewicht. Zur Auswahl standen mehr als 1000 Titel die insgesamt mehr als eine Tonne Gewicht auf die Waage brachten. Die Resonanz war leider nicht zufriedenstellend. Nur 25 Besucher wühlten sich durch die Bücherberge und brachten damit nicht den erhofften Erfolg auf die Waage. Daher bietet die Bücherei St. Bonifatius in den nächsten zwei Wochen zu den Öffnungszeiten Bücher zum Verkauf an. Der Erlös soll in Kartensätze für das Komishibai-Theater und Materialien für Erzählkoffer investiert werden.

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