Konzert der Extraklasse
Mit „Tastenwind“ im Reisefieber

Warendorf -

Mit drei besonderen Musikern der Bielefelder Philharmonie bot die Christuskirche am Samstag zum wiederholten Mal ein Konzert der Extraklasse an.

Montag, 18.03.2019, 14:04 Uhr
Die Bielefelder Philharmoniker Katja Schulte-Bunert an der Flöte, Elena Kaßmann am Piano und Fabian Hauser an der Klarinette (v.l.) begeistern die Zuschauer
Die Bielefelder Philharmoniker Katja Schulte-Bunert an der Flöte, Elena Kaßmann am Piano und Fabian Hauser an der Klarinette (v.l.) begeistern die Zuschauer Foto: Rebekka Lek

Zudem konnte das Angebot von jedem Kulturliebhaber wahrgenommen werden, denn es muss kein Eintritt gezahlt werden. Die Besucher wurden jedoch aufgefordert, einen freiwilligen Beitrag zu entrichten – einen, den jeder individuell festlegen konnte. „Das ist auch für die Musiker ein Wagnis, denn sie bestreiten mit der Musik ihren Lebensunterhalt. Bitte bedenken Sie, dass Sie mit dem Betrag die Fachlichkeit und Qualität wertschätzen“, betonte Pfarrer Herwig Behring.

Ungewöhnlich leer waren die Bänke an diesem Abend. Gleichzeitig schaffte dies eine ungewöhnlich vertraute Atmosphäre. Nicht nur für die Zuschauer, sondern auch für die Musiker gab es eine Besonderheit. Antonio Amoroso befand sich persönlich unter den Zuschauern. Hierbei handelt es sich um einen der Komponisten, von denen die Bielefelder „Pierrot“ zum Besten gaben.

Das „Trio Tastenwind“ besteht aus Katja Schulte-Bunert an der Flöte, Fabian Hauser an der Klarinette und Elena Kaßmann am Piano. Die Gründung erfolgte eher per Zufall, nachdem die drei Musiker bei einer Vorbereitung für ein Kammerkonzert gemeinsam probten.

Unter dem Thema „Reisefieber – von der Heimat nach Übersee“ stand das gesamte Konzert. „Eigentlich müsste es andersherum heißen, denn wir beginnen musikalisch in Übersee. Um genau zu sein in Uruguay“, begrüßte Fabian Hauser das Publikum. Zwischen allen Stücken gaben er und seine Kolleginnen kurze Hintergrundinformationen zu den Stücken und den Komponisten, aus deren Feder sie stammten.

Die Zuschauer konnten sich über ein technisch hochwertiges Konzert freuen, bei dem sowohl das Piano als auch Flöte und Klarinette zur Geltung kamen. Die Stücke waren so gewählt, dass jedes Instrument durch Soloparts begeistern konnte und gleichzeitig immer wieder Teilabschnitte gespielt wurden, bei denen alle drei Instrumente miteinander harmonisierten. Unter anderem Werke von Miguel del Aguila, Ernest Bloch, Malcolm Arnold und Camille Saint-Saens gehörten zum Repertoire des Trios.

Mal mussten die Zuschauer genau hinhören, um die zarten Töne zu hören, während im nächsten Moment die Töne laut durch die Kirche schallten. Wie der Wind flogen die Hände von Elena Kaßmann über das Klavier, während sie mit hochhackigen Schuhen die Pedalen bediente. Die Spielfreude von Hauser, Kaßmann und Schulte-Bunert waren bei jedem Stück zu spüren und übertrug sich aufs Publikum, das jedes präsentierte Werk mit einem Zwischenapplaus würdigte.

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