Kampagne für die Nutzung von Mehrwegbechern
Mein Becher für Warendorf

Warendorf -

Die Stadt Warendorf will den Kampf gegen die Wegwerf-Becher aufnehmen. Eine Kampagne für Mehrwegbecher, die Udo Bierbaum, Sachgebietsleiter Umwelt- und Geoinformation der Stadt Warendorf, am Dienstagabend im Betriebsausschuss vorstellte und für die die Abfallwirtschaftsgesellschaft des Kreises Warendorf gemeinsam mit dem Kreis Gütersloh wirbt.

Mittwoch, 20.03.2019, 11:10 Uhr aktualisiert: 20.03.2019, 17:10 Uhr
Ein RECUP-Kaffee-Pfandbecher wird in einem Cafe befüllt. Die Stadt Warendorf will den Kampf gegen die Wegwerf-Becher aufnehmen und sich einer Kampagne Mehrwegbecher statt Einwegbecher anschließen.
Ein RECUP-Kaffee-Pfandbecher wird befüllt. Die Stadt Warendorf will den Kampf gegen die Wegwerf-Becher aufnehmen und sich einer Kampagne Mehrwegbecher statt Einwegbecher anschließen. Foto: dpa

Er vermeidet Müllberge und schont den Geldbeutel: Können Kaffeedurstige ihren Wachmacher bald im praktischen Warendorfer-to-go-Mehrwegbecher genießen? Die Stadt Warendorf will den Kampf gegen die Wegwerf-Becher aufnehmen. Eine Kampagne, die Udo Bierbaum , Sachgebietsleiter Umwelt- und Geoinformation der Stadtverwaltung, am Dienstagabend im Betriebsausschuss vorstellte und für die die Abfallwirtschaftsgesellschaft des Kreises Warendorf wirbt.

Bierbaum stellte aber gleich zu Beginn klar: Warendorf kann bei der Mehrwegbecher-Kampagne nur unterstützend tätig werden. Für die Akquise fehle das Personal und das Geld. Die Stadt unterstütze die Aktion aber gerne.

Und die sieht in der Praxis so aus: Kaffeetrinker bringen einfach ihren Mehrwegbecher mit. Das ist in jedem Fall umweltfreundlicher.

Nur hilft das alles wenig, wenn der Verkäufer nicht mitspielt. Deshalb werden Bäckereien, Cafés und Gaststätten angeschrieben. In den teilnehmenden Geschäften kann der Warendorfer seinen Mehrwegbecher für einen Euro Pfandgebühr kaufen und auch wieder abgeben. Das Geschäft verpflichtet sich, dass der Becher gespült wird und erneut in den Abgabekreislauf kommt. In einer 5000er-Becherauflage wäre dieses denkbar. Die Stadt Gütersloh mache es bereits vor, hieß es. Ein frisch aufgebrühter Kaffee schmeckt auch aus einem Mehrwegbecher – da sind sich Warendorfer Kommunalpolitiker sicher.

Die Mehrwegbecher-Kampagne ist im Umweltamt der Stadt gelandet und wird nun von der Warendorfer Politik diskutiert. Die kann sich einen „Warendorf-to-go-Becher“ vorstellen. Sicherlich auch ein Thema für „Wiwa - Wirtschaft für Warendorf“.

Während die Stadt Gütersloh die Vermarktung komplett selbst in die Hand genommen habe, so Bierbaum, könne das die Stadt Warendorf nicht leisten.

Ein Blick in die Statistik: Drei Milliarden Coffee-to-go-Becher werden in Deutschland jährlich benutzt. Die Deutsche Umwelthilfe hat ausgerechnet, dass stündlich 320 000 Pappbecher verbraucht werden, die im Schnitt nach 15 Minuten auf dem Müll landen.

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