Haus der Vereine
Farbenfroher Belegungsplan

Freckenhorst -

Das Pfarrheim St. Bonifatius ist nicht nur jetzt schon ein Treffpunkt für viele Gruppierungen vor Ort, sondern wird es auch nach dem Umbau zum Vereinshaus bleiben. Das zeigt der farbenfrohe Raumbelegungsplan, den der „Verein Haus der Vereine an der Stiftskirche“ jetzt Baudirektor Pesch vorstellte.

Freitag, 29.03.2019, 10:00 Uhr
Stellten den Sachstand in Sachen Vereinshaus vor: Patrick Kofoth, Sebastian Niemerg, Jörg Middendorf, Baudirektor Peter Pesch (sitzend, v. l.) sowie Andreas Uhkötter, Andrea Uhkötter, Heinz-Peter Zwicker, Karl-Heinz Althaus, Architekt Werner Haase-Hövelmann und Christoph Schmitz (stehend, v. l.)
Stellten den Sachstand in Sachen Vereinshaus vor: Patrick Kofoth, Sebastian Niemerg, Jörg Middendorf, Baudirektor Peter Pesch (sitzend, v. l.) sowie Andreas Uhkötter, Andrea Uhkötter, Heinz-Peter Zwicker, Karl-Heinz Althaus, Architekt Werner Haase-Hövelmann und Christoph Schmitz (stehend, v. l.) Foto: Joke Brocker

Der farbenfrohe Raumbelegungsplan, den Sebastian Niemerg und Andrea Uhkötter in enger Abstimmung mit den ortsansässigen Vereinen und Institutionen erstellt haben, die das Pfarrheim St. Bonifatius schon heute nutzen oder nach dem Umbau zum Vereinshaus nutzen möchten, machte Eindruck auf Peter Pesch.

„Es wird bunt“, zeigte sich der Baudirektor erfreut, als der Plan, Ergebnis eines Arbeitskreistreffens des im Januar gegründeten „Vereins Haus der Vereine an der Stiftskirche“, am Mittwochabend in einem Pressegespräch präsentiert wurde.

Ehe es im Noch-Pfarrheim bunt zugehen kann, wartet allerdings sowohl auf den Verein um den Vorsitzenden Heinz-Peter Zwicker wie auch auf die Bauverwaltung noch jede Menge Arbeit. Und die ist gegenwärtig vor allem mit schwarz-weißem Papierkram verbunden. Der Verein befinde sich gegenwärtig „in der Eintragungsphase in das Vereinsregister in Münster“, berichtete Zwicker.

Die Verwaltung dagegen beschäftigen, nachdem die von ihr beantragten Fördermittel aus dem Programm „Soziale Integration im Quartier“ in Höhe von 1,35 Millionen Euro zwischenzeitlich bewilligt worden sind, die Verhandlungen mit dem Grundstückseigentümer, der Kirche. „Im Grundsatz sind wir uns einig“, berichtete Peter Pesch, der die Details der Grundstücksangelegenheiten allerdings nicht öffentlich preisgeben wollte.

Zur Erinnerung: Von den zu erwartenden Baukosten in Höhe von 1,5 Millionen Euro erhält die Stadt für das Projekt, eine Förderung von 90 Prozent. Der Bund übernimmt 75 Prozent. Das Land beteiligt sich mit 15 Prozent. Der Eigenanteil der Stadt Warendorf liegt bei 150 000 Euro. Pesch zeigte sich dankbar dafür, nun, stellvertretend für alle Nutzer, einen Ansprechpartner zu haben, um die Machbarkeitsstudie mit Leben zu füllen. Pesch selbst hatte darum geworben, einen solchen Verein zu gründen. Die „formale Seite“ hofft Pesch bis zu den Sommerferien geklärt zu haben, um dann noch in diesem Jahr in die Planung des Vereinshauses einsteigen zu können, über das in Freckenhorst erstmals während des OEK-Prozesses vor sechs Jahren gesprochen worden war (damals war allerdings von einem Neubau die Rede). Parallel dazu gelte es das Nutzungskonzept auszubauen. Dann müsse ein Baubeschluss erzeugt werden, und dann könne das Bauantragsverfahren beginnen. Baubeginn könnte nach Einschätzung Peschs im Laufe des Jahres 2020 sein. Für die Bauphase veranschlagt Pesch etwa ein Jahr. 2021/22 könne man sich dann „über die Nutzbarkeit unterhalten“.

Die Nutzung des Hauses, das ausdrücklich auch Nutzern aus Warendorf und dem Umland zur Verfügung stehen werde, solle allen interessierten Vereinen, die nicht zwingend den „e.V.“-Zusatz im Namen tragen müssen, und Institutionen entsprechend der Satzung möglich sein, erläuterten Heinz-Peter Zwicker und Sebastian Niemerg. Gegebenenfalls werde es noch eine Satzungsanpassung geben, außerdem müsse – ergänzend zur Satzung – noch eine konkrete Nutzerordnung verfasst werden, in der übliche Rahmenbedingungen geregelt werden. Die Nutzerordnung legt beispielsweise fest, welchen Obolus die Organisatoren von Verkaufsveranstaltungen oder die Anbieter gebührenpflichtiger Kurse zu leisten haben.

Für Sonderveranstaltungen und Vorträge lässt der bisherige Raumbelegungsplan zur Überraschung aller Beteiligten durchaus noch Luft. Maximal fünf der gegenwärtig zur Verfügung stehenden sieben Räume sind zu den Spitzenzeiten (17 bis 19 Uhr) gleichzeitig besetzt. Und auch an den Wochenenden gibt es jede Menge Kapazitäten. Über die Belegung der Räume sollen alle Interessierten sich über einen digitalen Kalender im Internet informieren können. Und um den administrativen Aufwand möglichst gering zu halten, sollen sie auch online Räume „blocken“ können.

Um Aufgaben und Kosten bewältigen zu können, wünscht sich der Vorstand des Vereins eine breite Unterstützung von Seiten der Bevölkerung und aus den Vereinen und wirbt auf seiner Homepage www.hausdervereine.de um Mitglieder. Neben Vereinen und Institutionen können auch Einzelpersonen Mitglied werden. Der Jahresbeitrag beläuft sich auf 15 Euro. Wer möge, so Zwicker, könne darüber hinaus einen weiteren freiwilligen Beitrag leisten. Die Beitrittserklärungen finden sich auf der Homepage.

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