"Idee darf nicht versanden"
Tiny-House: Grundstücke in Warendorf gesucht

Warendorf -

Die Idee der Freien Wähler, Tiny-Houses in Warendorf anzusiedeln, schlug hohe Wellen. Jetzt wird nach passenden Grundstücken gesucht.

Freitag, 29.03.2019, 14:54 Uhr aktualisiert: 30.03.2019, 10:02 Uhr
Das Leben in einem Tiny House ist gerade sehr beliebt. Die kleinen Häuser sind eine günstige Alternative zu normalen Wohnformen.
Das Leben in einem Tiny House ist gerade sehr beliebt. Die kleinen Häuser sind eine günstige Alternative zu normalen Wohnformen. Foto: greenakku

Das Leben in einem Tiny House ist gerade sehr beliebt. Die kleinen Häuser sind eine günstige Alternative zu normalen Wohnformen. Ginge es nach der FWG im Rat der Stadt, würden zunächst 15 bis 20 solcher Minihäuser gebaut. Die kleinsten Häuser sind gerade mal 20 Quadratmeter groß. Das Problem in Warendorf: ein passendes Grundstück für die Tiny-House-Siedlung zu finden.

Telefon steht nicht still

Bei André Wenning steht das Telefon nicht still. Seitdem der Fraktionschef der Freien Wähler (FWG) im Rat der Stadt den Antrag stellte, eine Tiny-House Siedlung für Warendorf auszuweisen, kann er sich über Anfragen nicht mehr retten. Denn die Mini-Häuser sind groß in Mode. Die Stadt Warendorf wäre bundesweit die erste Kommune, die eine Fläche eigens für kleine Eigenheime ausweisen würde – als Denkansatz zur Wohnungsnot.

Ginge es nach der FWG würden zunächst 15 bis 20 solcher Minihäuser gebaut. Die kleinsten Häuser sind gerade mal 20 Quadratmeter groß. Sie passen auf einen Anhänger und können so an jedem Ort aufgestellt werden – sie haben Küche, Bett und Dusche.

Das Problem in Warendorf: ein passendes Grundstück für die Tiny-House-Siedlung zu finden. „Wir waren schon kurz vor dem Ziel, saßen mit dem Baudirektor zusammen und hatten ein geeignetes Grundstück im Visier, dann hat es doch wieder nicht geklappt.“

1,5 bis drei Hektar sollten es schon sein. Wenning könnte sich sehr gut auch eine Kombination mit dem Kleingartenverein „Krumme Gurke“ vorstellen, der ebenfalls auf der Suche nach einem Grundstück ist – bislang erfolglos.

Großes Interesse

„Das Interesse an den Mini-Häusern ist groß“, hat Wenning Angst, dass das Thema versanden oder auf den Sankt Nimmerleinstag verschoben werden könnte. Auch der Tourismus in Warendorf könnte von einer Tiny-House-Siedlung profitieren: „Ein Mix aus Wohnhäusern, Ferienhäusern und Kleingarten-Parzellen – Erweiterung offen.“

Anfragen habe er viele, von potenziellen Tiny-House-Käufern, aber auch von Herstellern. Unter den Interessenten auch eine Fachhochschule, die gerne den städtebaulichen Aspekt in den Fokus rücken möchte. Aber auch ein Student habe sich gemeldet, der das Zusammenleben in einer solchen Tiny-House-Siedlung ganz spannend finde und darüber seine Arbeit schreiben möchte. Wenning ist überzeugt: „Ich glaube, dass wir das in Warendorf hinbekommen. Das wäre eine innovative Initialzündung.“

Und er ruft alle Grundstückseigentümer und Landwirte auf, sich bei ihm zu melden, wenn sie ein geeignetes Grundstück haben. Gemeinsam mit der Stadt werde dann geschaut, ob zum Beispiel eine landwirtschaftliche Fläche für das Projekt entwickelt werden kann. Wenning ist nicht blauäugig: „Ein Grundstück, das fußläufig vom Marktplatz aus erreichbar ist, wird es wohl nicht geben.“ Und er scherzt: „Eine Tiny-House-Siedlung auf der Emsinsel!?“

Ideal wäre Nähe zur Ems und zum Campingplatz

Ideal wäre die Nähe zur Ems und zum Campingplatz – beides sei zum Beispiel entlang des Alten Münsterweges gegeben, so der FWG-Fraktionschef.

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