Reparieren statt Wegschmeißen
Kräfte werden gebündelt

Warendorf -

Es gibt riesigen Bedarf an Kleinst-Reparaturen in vielen Haushalten. Um das noch besser anbieten zu können, kooperieren jetzt zwei Initiativen: Die Reparaturwerkstatt des Stadtbücherei-Fördervereins und „Anti-Rost“.

Mittwoch, 03.04.2019, 17:04 Uhr aktualisiert: 10.04.2019, 12:06 Uhr
„Reparieren statt wegschmeißen“ heißt es bei Jürgen Vieting, Wolfgang Seeba, Wolfgang Schröder, Michael Grabe, Peter Wieland sowie Sabine Mense, Sigrid Tinz und Birgit Lücke.
„Reparieren statt wegschmeißen“ heißt es bei Jürgen Vieting, Wolfgang Seeba, Wolfgang Schröder, Michael Grabe, Peter Wieland sowie Sabine Mense, Sigrid Tinz und Birgit Lücke. Foto: Christopher Irmler

Hausbesuche, erläutert Sigrid Tinz , Vorsitzende des Stadtbücherei-Fördervereins, biete das Team der Reparaturwerkstatt nicht an. „Aber man kann hier wirklich alles hinbringen, was man tragen kann.“ So kommt es, dass Sabine Mense an ihrer Nähmaschine sitzend noch so manche Decke retten kann. Auch Jürgen Vieting gehört zum engagierten Team der Reparaturwerkstatt. Nun bündeln sie unter die Aktiven von „Anti-Rost“ die Kräfte für ein umfangreiches Hilfsangebot. So entsteht an jedem ersten Samstag im Monat von 10 bis 13 Uhr eine neue Anlaufstelle in den Räumen der Stadtbücherei. „Ich freue mich, dass diese Kooperation zustande kommt“, betont Anti-Rost-Vorsitzender Wolfgang Schröder. Gerade im Bereich der Kleinst-Reparaturen bestehe ein großer Bedarf.

Großer Bedarf an Kleinst-Reparaturen

Die Kompetenzen beider Einrichtungen ergänzen sich gut, so der allgemeine Tenor. Denn die rüstigen Senioren von „Anti-Rost“ fahren schnell zu hilfsbedürftigen Menschen und Senioren, nehmen kleinere Reparaturen vor und erleichtern so deren Alltag.

In der gemeinsamen Werkstatt kann nun die erste Kontaktaufnahme stattfinden. Mitunter hilft da ja vielleicht schon ein guter Rat. Ansonsten, so der Ansatz, kann in gemütlicher Atmosphäre ein Termin vereinbart werden, zu dem dann einer der derzeit fast 50 Helfer von „Anti-Rost“ aufbricht.

Ich freue mich, dass diese Kooperation zustande kommt.

Anti-Rost-Vorsitzender Wolfgang Schröder

Dabei gehe es nicht einmal nur um die handwerklichen Fähigkeiten der Helfer oder um die Vermeidung von Müll. „Das Fachsimpeln macht sicherlich auch ganz viel Spaß“, ist Tinz überzeugt. „Es geht nie nur ums Reparieren, sondern auch ums Klönen“, pflichtet ihr Birgit Lücke (Stadtbücherei) bei.

„Im Grunde genommen ist es doch ganz einfach: Reparieren, Geld sparen, Hilfe vor Ort anbieten“, bringt Jürgen Vieting das Motiv „Reparieren statt wegschmeißen“ auf den Punkt.

Manchmal stehen auch nicht materielle oder mechanische Probleme im Mittelpunkt, sondern Verständnisschwierigkeiten. Im diesem Fall hilft Peter Wieland (Anti-Rost) bei Behördengängen und Fragen im Formularwirrwarr.

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