Großbrand auf Hof Schwienhorst
Ursache geklärt: Technischer Defekt

Hoetmar -

Die Ursache für den verheerenden Brand am Montagabend auf dem Hof Schwienhorst in der Hoetmarer Bauerschaft Lentrup ist geklärt. Laut Kriminalpolizei löste ein technischer Defekt das Feuer aus, in dessen Folge 700 Ferkel und Sauen verendeten.

Dienstag, 09.04.2019, 12:40 Uhr aktualisiert: 15.04.2019, 15:18 Uhr
Die Schweine aus den angrenzenden Ställen konnten gerettet werden. Die wenigen Tiere allerdings, die aus dem brennenden Stall gerettet wurden, mussten später auf Anordnung des Kreisveterinärs notgeschlachtet werden.
Die Schweine aus den angrenzenden Ställen konnten gerettet werden. Die wenigen Tiere allerdings, die aus dem brennenden Stall gerettet wurden, mussten später auf Anordnung des Kreisveterinärs notgeschlachtet werden. Foto: Andreas Engbert

Ein technischer Defekt ist laut Kriminalpolizei offenbar die Ursache für den verheerenden Brand auf dem Hof Schwienhorst in der Hoetmarer Bauerschaft Lentrup, bei dem am Montagabend ein Sachschaden von schätzungsweise einer halben Million Euro entstanden war. Hinweise auf eine fahrlässige oder gar vorsätzliche Brandlegung gebe es nicht. Die Zahl der bei dem Feuer verendeten Tiere korrigierte die Polizei nach unten. War zunächst von 1000 Ferkeln und 100 Sauen die Rede gewesen, sollen tatsächlich 700 Tiere zu Tode gekommen sein.

Für die Mitglieder des Feuerwehr-Löschzuges Hoetmar hatte am Montag der reguläre Dienstabend auf dem Plan gestanden. Beim Landhandel Gersmann sollte eine Übung stattfinden, als plötzlich der Ernstfall eintrat.

„Wir hatten zu Beginn des Dienstabends noch eine Weile vor dem Feuerwehrgerätehaus gestanden, von dort hätten wir den Rauch eigentlich sehen müssen. Da war aber nichts“, erzählt Einsatzleiter Willi Kottenstedde , der davon ausgeht, dass sich das Feuer rasend schnell entwickelt haben muss, wurde er doch nur knapp vier Minuten später von Passanten auf die gewaltige Rauchsäule über Lentrup aufmerksam gemacht. „Wir sind sofort – ohne Alarmierung – losgefahren und waren etwa eineinhalb Minuten unterwegs, als wir den Alarm von der Leitstelle bekamen.“

Großbrand Schweinestall

1/44
  • Foto: Andreas Engbert
  • Foto: Andreas Engbert
  • Foto: Andreas Engbert
  • Foto: Andreas Engbert
  • Foto: Andreas Engbert
  • Foto: Andreas Engbert
  • Foto: Andreas Engbert
  • Foto: Andreas Engbert
  • Foto: Andreas Engbert
  • Foto: Andreas Engbert
  • Foto: Andreas Engbert
  • Foto: Andreas Engbert
  • Foto: Andreas Engbert
  • Foto: Andreas Engbert
  • Foto: Andreas Engbert
  • Foto: Andreas Engbert
  • Foto: Andreas Engbert
  • Foto: Andreas Engbert
  • Foto: Andreas Engbert
  • Foto: Andreas Engbert
  • Foto: Andreas Engbert
  • Foto: Andreas Engbert
  • Foto: Andreas Engbert
  • Foto: Andreas Engbert
  • Foto: Andreas Engbert
  • Foto: Andreas Engbert
  • Foto: Andreas Engbert
  • Foto: Andreas Engbert
  • Foto: Andreas Engbert
  • Foto: Andreas Engbert
  • Foto: Andreas Engbert
  • Foto: Andreas Engbert
  • Foto: Andreas Engbert
  • Foto: Andreas Engbert
  • Foto: Andreas Engbert
  • Foto: Andreas Engbert
  • Foto: Andreas Engbert
  • Foto: Andreas Engbert
  • Foto: Andreas Engbert
  • Foto: Andreas Engbert
  • Foto: Andreas Engbert
  • Foto: Andreas Engbert
  • Foto: Andreas Engbert
  • Foto: Andreas Engbert

Als der Löschzug auf dem Hof Schwienhorst eintraf, habe ein Schweinestall bereits in voller Ausdehnung gebrannt. Schnell sei klar gewesen, dass dieser Abferkelstall, in dem sich rund 700 Ferkel und Sauen befanden, verloren war. Die wenigen Tiere, die dem Inferno entkamen, mussten nach Rücksprache mit dem Kreisveterinär, der an den Unglücksort geeilt war, durch ein Havariekommando notgeschlachtet werden.

Oberstes Gebot für den Feuerwehrlöschzug, der Verstärkung durch die Löschzüge Freckenhorst, Warendorf 1 und 2, Ostbevern und Everswinkel erhielt, die mit dem TEO-Großtanklöschfahrzeug die Wasserversorgung sicherstellten, war daher der Schutz der angrenzenden Stallgebäude und des Wohnhauses. Die Schutzriegel-Taktik der etwa 130 am Einsatz beteiligten Feuerwehrleute ging auf. Dank einer Wasserwand konnte ein Übergreifen des Feuers auf die benachbarten Gebäude verhindert werden: „Sonst wären noch wesentlich mehr Tiere zu Tode gekommen“, ist Kottenstedde überzeugt. „Und wenn wir nicht so kraftvoll und mit so viel Manpower im Einsatz gewesen wären, hätte keine drei bis vier Minuten später der nächste Stall gebrannt.“

Noch in der Nacht war ein Bagger der Firma Nüßing angerückt, um die Einsatzstelle abzuräumen, damit der Löschzug Hoetmar, der auch für die Brandwache zuständig war, letzte Glutnester ablöschen konnte.

Der Einsatz, bei dem das DRK für die Verpflegung der Feuerwehrleute sorgte, war erst gestern Vormittag beendet.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6531019?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F35766%2F
Nachrichten-Ticker