Neue Sporthalle in Freckenhorst
Neue Halle soll Standards setzen

Freckenhorst -

In zwei Jahren könnten einige umliegende Gemeinden neidisch nach Freckenhorst schielen. Denn die neue Zweifach-Sporthalle soll nach den Wünschen der Planer Standards setzen.

Donnerstag, 11.04.2019, 07:00 Uhr aktualisiert: 11.04.2019, 11:10 Uhr
Marode und düster: Ausgedient hat die alte Turnhalle in Freckenhorst. Das neue Gebäude soll Standards setzen, insbesondere im energetischen Bereich.
Marode und düster: Ausgedient hat die alte Turnhalle in Freckenhorst. Das neue Gebäude soll Standards setzen, insbesondere im energetischen Bereich. Foto: Stadt Warendorf

Wenn die Vorstellungen, die gerade auf dem Papier konkrete Gestalt annehmen, Wirklichkeit werden, dann könnten in gut zwei Jahren so einige umliegende Gemeinden neidisch nach Freckenhorst schielen.

Denn die Verwaltung hat sich bei der Gestaltung der neuen Zweifach-Sporthalle neben der Grundschule Einiges vorgenommen. Den Stand der Dinge dokumentierte Christoph Schmitz , Teamleiter Gebäudewirtschaft, im jüngsten Sportausschuss am Dienstagabend im Rathaus:

„Unsere Idee ist es, aus dem Gebäude eine Nullenergiehalle zu machen“, ist Schmitz eines der ehrgeizigen Ziele besonders wichtig. Photovoltaik, ein Blockheizkraftwerk, effektive Möglichkeiten der Dämmung: Mit innovativen Mitteln will die Stadt Warendorf in energetischer Hinsicht Standards setzen. „Ob wir das hinbekommen, wissen wir noch nicht“, wollte Schmitz nicht zu viel versprechen. Aber gemeinsam mit dem Münsteraner Architekturbüro Hartig, Meyer, Wömpner lote man alle Möglichkeiten aus.

Bei anderen Detailfragen sind die Planungen schon weiter vorangeschritten. Nachdem unter dem Stichwort „Barrierefreiheit“ die Entscheidung für eine eingeschossige Variante gefallen ist, stellten sich die Planer in den vergangenen Wochen der Aufgabe, ein passendes „Raumgefühl“ zu entwerfen.

Um vom Eingangsbereich aus einen direkten Einblick in die Halle zu gewähren und trotzdem alle Auflagen bezüglich Prallschutz zu erfüllen, soll der Sporthallenboden um einen halben Meter abgesenkt werden. Über Gänge mit leichtem Gefälle könne der Höheneffekt ausgeglichen werden. Eingangsbereich und der 129 Quadratmeter große Multifunktionsraum befinden sich auf einer Ebene, ebenso wie der Bewirtungsbereich.

Bei den Planungen arbeiteten Stadt und Architekturbüro eng mit den zukünftigen Nutzern wie Sportverein und der benachbarten Grundschule zusammen. Statt zwei großer Umkleidekabinen wünschten diese sich zum Beispiel vier kleinere Einheiten. Hinzu kommt die Lehrerumkleide, die barrierefrei gestaltet ist. Von der Sporthalle aus sind Toiletten erreichbar, ohne durch die Umkleiden zu müssen. „So kann man diese während des Trainings abschließen“, erklärte Schmitz.

Weitere wichtige Faktoren sind Gestaltung der Fassade und Tageslicht. Erste Entwürfe zeigen einen mit Klinkern verkleideten Baukörper mit großzügigen Fensterflächen. Auch das Dach – angedacht ist eine Metallkonstruktion – soll so konstruiert werden, dass das Gebäude hell und freundlich wirkt.

Weiterhin im Blick haben die Planer den Punkt „Veranstaltungen mit mehr als 200 Personen“. Punktuell sei das möglich, so Schmitz.

Zu Kosten und Zeitplan: Eingestellt im Haushalt seien für das Projekt derzeit drei Millionen Euro. „Die Gesamtkosten sind noch nicht konkret, aber wir rechnen mit drei Millionen plus X“, so Kämmerer Dr. Martin Thormann.

Den Bauantrag wollen die Planer noch vor den Sommerferien einreichen, mit einem Baubeginn sei dann im Frühjahr 2020 zu rechnen.

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