31 Knotenpunkte in Milte
Freies WLAN auch im Pfarrheim

Milte -

Die Freifunk-Bewegung findet auch in Milte Anhänger. Klaus Ruhe organisiert für die Arbeitsgemeinschaft Umwelt und Verkehr im Arbeitskreis Milter Bürger ein Freifunk-Angebot im Dorf. 31 Knotenpunkte gibt es bereits, weitere sind in Vorbereitung.

Montag, 15.04.2019, 22:00 Uhr
In Milte gibt es bereits 31 Freifunkknoten. Klaus Ruhe hat erst kürzlich einen Freifunk-Router im Pfarrheim aufgestellt.
In Milte gibt es bereits 31 Freifunkknoten. Klaus Ruhe hat erst kürzlich einen Freifunk-Router im Pfarrheim aufgestellt. Foto: privat

Pfarrer Rainer Hermes dürfte einen guten Draht zum Herrgott haben. Auch ganz ohne WLAN. Trotzdem unterstützt der Geistliche die Freifunk-Bewegung, der sich in Milte Klaus Ruhe, Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Umwelt und Verkehr des Arbeitskreises Milter Bürger, verschrieben hat: Seit knapp vier Wochen steht im Pfarrheim ein Freifunk-Router. „Das Bistum Münster möchte nicht, dass die Router WLAN ausstrahlen. Das ist denen zu unsicher, aber gegen einen Freifunk-Router haben sie offenbar nichts einzuwenden“, berichtet Ruhe.

Jeder Besucher des Pfarrheims hat nun also die Möglichkeit, sich von diesem Zugangspunkt aus per Laptop, Notebook oder Smartphone in das world wide web einzuwählen und loszusurfen. Ganz ohne Registrierung, ohne Passwort, ohne einen Haken setzen zu müssen. Für die Nutzer des Pfarrheims, egal ob Kindergruppe oder Senioren, sei das ein interessantes Angebot, findet Ruhe. Die Router seien für alle WLANfähigen Endgeräte geeignet, auch für solche ohne SIM-Karte, Zugangskontrollen entfielen und es gebe keine Einschränkungen.

Seit zwei Jahren arbeitet der 60-Jährige daran, dass das Freifunk-Netz im Dorf wächst. „Meine Spielwiese war das DJK-Heim“, erzählt der gelernte IT-Fachmann, der im Oktober 2017 den ersten Router im Vereinsheim der Sportler aufgestellt hat. Eine Liste, einsehbar unter arbeitskreis-milte.de weist inzwischen 31 dieser Freifunkknoten aus.

Jeder kann Teil der Freifunk-Bewegung werden, indem er einen Router mit spezieller Firmware aufstellt, diesen mit dem eigenen Internetanschluss verbindet und auf diese Weise eine Bandbreite mit den anderen Freifunknutzern teilt. Die Knoten – Router mit einer speziellen Software – werden auf öffentlichen Plätzen (zum Beispiel auf dem Marktplatz in Warendorf), von Privatpersonen aber auch von Unternehmen und Gaststätten – in Milte sind das unter anderem der Dorfgrill, eine Schneiderei und ein Friseursalon – aufgestellt.

Jeder neue Knoten ist direkt auf der Freifunk-Karte (freifunk-karte.de) im Internet sichtbar, und wenn weitere Freifunk-Knoten in der Nähe sind, verbinden sie sich – durch eine intelligente Software – automatisch gegenseitig. Im Idealfall entsteht auf diese Weise ein großes WLAN-Netz. Von einer flächendeckenden Versorgung mit Freifunk könne man in Milte aber noch lange nicht reden, sagt Klaus Ruhe. Allerdings sind, wie ein Blick auf die gelisteten Freifunkknoten zeigt, die alle der Domäne Stadt Warendorf zugeordnet sind, weitere Knoten in Vorbereitung.

Vereine, Geschäftsleute oder Privatpersonen, die sich für Freifunk interessieren, können sich bei Klaus Ruhe informieren und bei ihm auch Geräte zu Anschauungs- oder Testzwecken ausleihen. Anfragen an ffmilte@arbeitskreis-milte.de.

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