Gebraucht-Fahrradmarkt
Schon lange ein Selbstläufer

Warendorf -

„Gebraucht fährt auch“ lautet seit vielen Jahren das Motto des Fahrradmarktes, der auch an diesem Samstag wieder Hunderte auf den Kirchplatz von St. Laurentius lockte.

Sonntag, 28.04.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 29.04.2019, 17:16 Uhr
Obwohl das Wetter am Samstag hätte besser sein können, hielt es die Warendorfer nicht von einem Besuch des Gebraucht-Fahrradmarktes ab Viele von ihnen erschienen schon eine Stunde vor dem offiziellen Marktbeginn.
Obwohl das Wetter am Samstag hätte besser sein können, hielt es die Warendorfer nicht von einem Besuch des Gebraucht-Fahrradmarktes ab Viele von ihnen erschienen schon eine Stunde vor dem offiziellen Marktbeginn. Foto: Rebecca Lek

Bereits um acht Uhr standen sowohl die ersten Verkäufer wie auch die ersten Interessenten auf dem Kirchplatz der Laurentiuskirche – und das, obwohl der offizielle Start erst um neun Uhr sein sollte. Keine Seltenheit, wie Udo Gohl verriet.

Der Fahrradmarkt „Gebraucht fährt auch“ lockt seit 17 Jahren Hunderte von Besuchern an und hat sich zu einem Selbstläufer entwickelt. Während in der Anfangsphase die Werbetrommel stetig gerührt werden musste, ist dies schon lange nicht mehr der Fall. Seit 2011 findet der Fahrradmarkt am letzten Aprilwochenende statt. Weder schlechtes Wetter noch die Tatsache, dass es sich um das letzte Ferienwochenende handelte, konnten am Samstag die Besucher fern halten.

Die Organisatoren, bestehend aus Warendorfer Grünen, der Bürgerinitiative IWS, dem ADFC und dem VCD, schätzten, dass etwa 500 Fahrräder zum Verkauf angeboten wurden. „Eine solide Zahl und vergleichbar mit den Vorjahren“, kommentierte Gohl.

Ein genaues Resümee werden die Veranstalter jedoch nicht ziehen können. Es handelt sich um eine Art „Verkaufsbörse“, bei der sich die Verkäufer im Vorfeld nicht anmelden müssen. Einzige Voraussetzung ist, dass es sich um kein Gewerbe handelt. Privatpersonen können so viele Fahrräder kaufen und verkaufen, wie sie möchten. Auch in der Preisfindung sind die Parteien auf sich gestellt. Die Organisatoren halten sich im Hintergrund und geben den Bürgern den Ort und die Zeit, um den Handel abzuwickeln. Von E-Bikes bis zu Laufrädern konnte alles erworben werden. So wechselte bereits in den frühen Morgenstunden ein Puky-Laufrad seinen Besitzer. Elke Siemann kaufte ihrer Enkelin Milena das blaue Prachtstück und bekam sie gar nicht mehr herunter. „Ich glaube, wir haben ein echtes Schnäppchen gemacht“, freute sich Siemann. Ebenso zufrieden war der Verkäufer Martin Schulz, der den Sattel prompt für die stolze neue Besitzerin auf die richtige Höhe brachte. Auch für das leibliche Wohl wurde gesorgt. Der NABU schenkte Kaffee aus und die Jugendlichen aus der NAJU backten frische Waffeln. Für die Veranstalter waren Thomas Lins, Udo Gohl, Horst Kiskemper und Manfred Lensing-Holtkamp vertreten. Sie freuten sich über die hohe Resonanz der Bürger und das „harmonische Miteinander“. Denn Auseinandersetzungen gab es, wie auch in den letzten 17 Jahren, keine.

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