Projekt der Lebenshilfe
Wohnheim auf altem Sportplatz

Warendorf -

Die Lösung an der Revaler Straße ist nach 25 Jahren nicht mehr zeitgemäß. Die Lebenshilfe will deshalb schon seit längerer Zeit Ersatz für ein Wohnheim bauen, in das 21 Menschen mit geistiger Behinderung ziehen können. Und zwar neben der ehemaligen Freiherr-von-Ketteler-Schule.

Dienstag, 07.05.2019, 06:30 Uhr
Links im Bild die Turnhalle, die in der Grafik links unten an das geplante Gebäude der Lebenshilfe angrenzen wird. Im Hintergrund die Schule für Musik.Das blau umgrenzte Areal stellt die Umrisse des Bauprojekts dar. Die Parkplätze sollen an der Freckenhorster Straße sein.
Links im Bild die Turnhalle, die in der Grafik links unten an das geplante Gebäude der Lebenshilfe angrenzen wird. Im Hintergrund die Schule für Musik.Das blau umgrenzte Areal stellt die Umrisse des Bauprojekts dar. Die Parkplätze sollen an der Freckenhorster Straße sein. Foto: Jörg Pastoor

De Lebenshilfe will neu bauen. Mit dem dreigeschossigen Komplex auf dem früheren Sportplatz der Freiherr-von-Ketteler-Straße will der Trägerverein die schon seit Jahren schwierige Situation in der Wohnstätte an der Revaler Straße beenden. Das nun an der Freckenhorster Straße geplante Haus soll drei Wohngruppen für 21 Menschen mit geistiger Behinderung aufnehmen. Details behandelt am Donnerstag der Umwelt-, Planungs- und Verkehrsausschuss in seiner nächsten Sitzung im Historischen Rathaus.

Das erste Gespräch über dieses Projekt hatten Stadt und Verein schon 2014. Der Grund: Die Einrichtung an der Revaler Straße war vor knapp 25 Jahren in einem angekauften und umgebauten Zweifamlienhaus entstanden. Aktuell gibt es dort nach einigen Umbaumaßnahmen 16 Einzelzimmer. 21 Plätze sind bewilligt, aber nicht umsetzbar; von Barrierefreiheit war damals zudem keine Rede.

Ab- und Zufahrt an Freckenhorster Straße

Das Rasengrundstück zwischen Freckenhorster Straße, Kleine Straße und Hermannstraße bietet mit seinen knapp 1500 Quadratmetern den nötigen Platz für den Dreigeschosser, der eine Grundfläche von 16 mal 36 Metern haben soll. Ein 3,50 Meter breiter Streifen zur Turnhalle soll als Andienung zur Halle und als Zuweg zum Schulgelände erhalten bleiben. Erschließen soll das Gelände eine getrennte Zu- und Abfahrt an der Freckenhorster Straße. Zwischen ihr und dem Hauptgebäude ordnet der Plan die Pkw-Stellplätze an. Das soll den Menschen in der angrenzenden Wohnbebauung ihre Ruhe erhalten.

Laut Verwaltungsvorlage soll ein großer Teil des Grundstücks Grünfläche bleiben. Sechs der Platanen an der Nordseite der Fläche sollen gefällt werden. Als Ersatz sieht die Verwaltung „die Neupflanzung von Laubbäumen mit säulenförmigem Wuchs“ vor. Einer der alten Bäume im vorderen Bereich wird außerdem stehenbleiben.

Seit der Information der Nachbarschaft im März 2018 und Offenlage der Pläne ist die Planung weiter verfeinert und durch Gutachten u.a. zum Verkehrslärm ergänzt worden. Ein Dortmunder Fachbüro hat ermittelt, dass der Einbau vom Passivem Lärmschutz in den Bereichen des neuen Gebäudekomplexes nötig sei, der näher an der Freckenhorster Straße liegt.

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