Die Geschichte und Projekte
Milte: 10 Jahre AG Umwelt und Verkehr

Milte -

Seit zehn Jahren gibt es die Arbeitsgruppe Umwelt und Verkehr im Arbeitskreis Milter Bürger. Anlass, auf eine Vielzahl von Projekten zurückzublicken, die die Mitglieder der Gruppe bisher gestemmt haben. Immer gemäß ihrer Devise „Wenn‘s für Milte gut ist, kann‘s für den Einzelnen nicht schlecht sein.“

Freitag, 10.05.2019, 19:10 Uhr aktualisiert: 10.05.2019, 19:30 Uhr
Die Geschichte und Projekte: Milte: 10 Jahre AG Umwelt und Verkehr
Die Arbeitsgruppe Umwelt und Verkehr besteht seit zehn Jahren. Das Foto zeigt (v. l.): Jeanine Müller-Keuker, Jürgen Hafer-Schoppmann, Rüdiger Pigulla, Vinzenz Borgmann, Ludger Ketteler, Ralf Budde, Steffi Reeken, Jöppe Dreimann, Thomas Dreimann, Annette Ruhe, Claire Mesch und Christa Pigulla. Es fehlt: Klaus Ruhe. Foto: Joke Brocker

Klein, aber oho: Was eine lediglich 13 Köpfe zählende Arbeitsgruppe seit nunmehr zehn Jahren für das Dorf und die Dorfgemeinschaft leistet und geleistet hat, ist beachtlich. Nachdem eine Bürgerbefragung im Oktober 2007 gezeigt hatte, welche Themen den Miltern unter den Nägeln brannten, hatte sich der Arbeitskreis Milter Bürger mit mehreren Arbeitsgruppen gebildet, die sich dieser Themen annehmen wollten.

Zwei Arbeitsgruppen gibt es noch

Heute, zehn Jahre später, gibt es noch zwei dieser Arbeitsgruppen: Die AG Neubürger und die AG Umwelt und Verkehr. Letztgenannte war mit dem Versprechen angetreten, sich um die Steigerung der Attraktivität des Dorfbildes, den Ausbau des ÖPNV, Erhaltung und Schaffung von ökologischen Lebensräumen und die Verbesserung der Verkehrssicherheit im Ort zu kümmern.

Und hat Wort gehalten. Immer das Ziel vor Augen, den Warendorfer Ortsteil Milte attraktiv und nachhaltig für nachfolgende Generationen zu gestalten, haben die Ehrenamtlichen in den vergangenen zehn Jahren eine Vielzahl von Projekten angestoßen. „Wir wollen kein abgekoppeltes Dorf, weit vom Schuss sein“, erklärt Christa Pigulla das Engagement, das, wie Jürgen Hafer-Schoppmann zu bedenken gibt, nicht ganz uneigennützig ist: „Wir tun etwas fürs Dorf und für uns selbst.“ Folgerichtig lautet das Motto der AG: „Wenn‘s für Milte gut ist, kann‘s für den Einzelnen nicht schlecht sein.“

Die Gruppenmitglieder begreifen sich nach wie vor als Initiatoren, Gestalter und Ausführer diverser Dorfprojekte, sind dabei aber selbstverständlich auf die Kooperation mit Behörden, Unternehmen, Vereinen und vor allem Milter Bürgern angewiesen.

Große Spendenbereitschaft

Die Spendenbereitschaft, ohne die gar nichts ginge, sei außerordentlich groß. Ebenso die Bereitschaft der Bürgerschaft, die AG mit Hand-und Spanndiensten oder Material zu unterstützen und bei Arbeitseinsätzen zu helfen.

Bei allem Engagement der AG gibt es Wünsche, die sich in Milte wohl nicht verwirklichen lassen. Der Bürgerbus ist so ein Wunsch. „Für so wenige ist das nicht zu stemmen“, bedauert Christa Pigulla, „aber wir sind froh, dass wir den Taxibus haben.“ Und dieser werde, seit die AG, gemeinsam mit dem Heimatverein einen Info-Flyer zur Nutzung des Angebotes aufgelegt habe, inzwischen auch gut angenommen.

Einige der bereits verwirklichten Projekte ließen sich dank der unkomplizierten Mithilfe hilfsbereiter Bürger rasch und auf dem „kleinen Dienstweg“ umsetzen. Mitunter hätten sie aber auch ganz dicke Bretter bohren, sich mit Behörden, Ämtern und verwaltungstechnischen Hindernissen auseinandersetzen müssen, erzählen die Ehrenamtlichen.

Das dickste Brett sei zweifellos die Neugestaltung der denkmalgeschützten Anlage vor dem Gasthof Biedendieck gewesen, erinnern sie sich an Baum-Gutachten und viele Gespräche mit dem Denkmalamt. „Ein sehr aufwendiges, ein riesiges Projekt war die Fuß- und Radwegbeleuchtung am Telgter Landweg“, blickt Thomas Dreimann, von Anfang an Sprecher der Arbeitsgruppe, zurück.

Ausgezeichnetes Engagement

Das ehrenamtliche Engagement der Milter ist mehrfach – sozusagen von höchster Stelle – anerkannt und ausgezeichnet worden. So erhielt der Arbeitskreis Milter Bürger 2009 den Robert-Jungk-Preis des Landes NRW. Und die Arbeitsgruppe Umwelt und Verkehr für die Einrichtung und Unterhaltung des Milter Uhlenpatts und einer Apfelwiese zwei Jahre später den Klimaschutzpreis von RWE und Stadt.

Vor allem das Beispiel des Naturlehrpfades „Uhlenpatt“ zeigt deutlich, dass die Dorfgemeinschaft die Ideen der Arbeitsgruppe mitträgt. Es genüge, einen Stein ins Wasser zu werfen, der dann Kreise ziehe, stellt Christa Pigulla zufrieden fest. Schule und Kindergarten hätten sich eingebracht, und für das Bücherei-Team war der Lehrpfad schon häufiger Ziel von Lesewanderungen.

Die Arbeitsgemeinschaft lädt ausdrücklich alle Bürger dazu ein, durch Ideenfindung, Planung und Durchführung – auch in Einzelprojekten – mitzuwirken und sich mit konkreten Wünschen jederzeit an die Gruppe (www.arbeitskreis-milte.de) zu wenden. Mit ihrem neuesten Projekt, an dem seit Wochen gearbeitet wird, möchte die AG sich bei den Bürgern für deren Unterstützung bedanken. Am 26. Juni soll ein Benefizkonzert mit dem Luftwaffenmusikkorps in Milte stattfinden. Konkrete Informationen zu diesem Dankeschön-Projekt und zum Vorverkauf soll es nach dem Bürgerschützenfest geben.

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