Fotograf David Biene stellt in Gronau aus
Warendorf hat ihn geprägt

Warendorf/Berlin -

Er lebt und arbeitet in Berlin und stellt im Rock‘n‘PopMuseum in Gronau ab dem Wochenende seine Fotos aus, die die Rockabilly-Szene in energiegeladenen -Momenten einfangen. Aufgewachsen ist der renommierte Fotograf David Biene in Warendorf.

Mittwoch, 15.05.2019, 10:44 Uhr aktualisiert: 15.05.2019, 17:00 Uhr
Hot-Rod Rennen – heute wie damals, bis der Gummi qualmt: Irgendwie adrenalinhaltig ist auch diese von David Biene fotografisch eingefangene Szene, die in David Bienes Bildband „Hopped-Up“ zu sehen ist.
Hot-Rod Rennen – heute wie damals, bis der Gummi qualmt: Irgendwie adrenalinhaltig ist auch diese von David Biene fotografisch eingefangene Szene, die in David Bienes Bildband „Hopped-Up“ zu sehen ist. Foto: David Biene

Rock‘n‘Roll ist ein Lebensgefühl, das immer wieder neue Fans begeistert, vor allem in Kombination mit liebevoll aufgemotzten Oldtimern aus den 1940er- bis 1960er Jahren. Der bekannte Berliner Fotograf David Biene ist fünf Jahre von Spanien bis nach Norwegen gereist, um diese Rockabilly-Szene in energiegeladenen Augenblicks-Momenten einzufangen. Das begeisterte bereits die Leser seines binnen 14 Wochen ausverkauften Bildbandes „Hopped-Up.“ Nun gibt es die Ausstellung dazu. Ab Samstag (18. Mai) zeigt der gebürtige Warendorfer seine Fotos im Rock‘n‘PopMuseum in Gronau.

Biene steht mit seiner analogen Kamera mittendrin bei den Rennen. Man meint beim Betrachten der mehr als 100 Fotografien den Sound der heißen Motoren förmlich zu hören und den aufgewirbelten Staub zu spüren. Seine zweite Stärke ist es, die Menschen sehr hautnah abzubilden, die sich weltweit diese Retro-Hobby teilen: ölverschmierte Schrauber, Kaugummi kauende Wasserstoff-Blondinen, pomadisierte Tänzer, und bis an die Handknöchel tätowierte Fahrer.

David Biene, Jahrgang 1978, ging nach dem Abi am Gymnasium Laurentianum nach Berlin. Da war er 20. Er studierte dort Kunstgeschichte und Foto-Design. Seit 2002 ist er als freiberuflicher Fotograf tätig. Neben Auftragsarbeiten für Agenturen und Redaktionen setzt Biene freie Fotokunst-Projekte um, die national und international ausgestellt werden

In der Gronauer Ausstellung „Hopped-Up“ gewährt er auf bodenständige Weise einen ehrlichen Einblick in die Rock‘n‘Roll-Lifestyle-Szene, ohne Inszenierung und Retusche. Biene setzt mit seiner analogen Fotografie (Mittelformatkamera) auf Negativfilm bewusst einen Gegenpol zur Gefahr der Beliebigkeit, Wiederholbarkeit und scheinbaren Perfektion der modernen Digitalfotografie. Auch die Körnung unterstreicht die dokumentarische Intensität.

Warendorf habe ihn geprägt, sagt er gegenüber dieser Zeitung. „Mein kunst- und kulturinteressiertes Elternhaus hat mein kreatives Schaffen gefördert.“ Im Hanseviertel wächst David Biene zusammen mit einer großen Schwester und einem kleinen Bruder auf. Seine Eltern sind Lehrer.

Als weiteren wichtigen Einfluss nennt Biene den Kunstunterricht am Gymnasium Laurentianum und die außerschulischen kreativen Aktivitäten. Beide waren für ihn verbunden mit einem Namen, mit der Künstlerin Mechthild Darquenne-Danwerth, die für ihre naturalistische Momentaufnahmen und ihren Fotorealismus bekannt ist. Seit er 15 ist, hört Biene Rockabilly und Rhythm’n Blues, und genoss schon als Jugendlicher in Warendorf das Abtauchen in jene andere Welt, die jetzt auch Thema seiner Ausstellung ist. Seine Heimat ist dem Berliner Fotografen, der auch schon Chris Isaak, Casper und Palina Rojinski vor seiner Linse hatte, wichtig: „Ich besuche Warendorf regelmäßig und soweit es die Zeit zulässt auch jetzt zur Ausstellungseröffnung.“

„Hopped-Up“ wird zur Vernissage am 18. Mai begleitet von einer Autoshow mit legendären US-Karossen und DJ „Mr Q“ (16 Uhr) und einem Konzert der Rhythm&Blues&Rockabilly-Band „Keith Dunn and the Lars Vegas Band“.

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