Eine Reise ins Silicon Valley
Silicon Valley und darüber hinaus

Warendorf -

Andrea Anderson ist auf Heimatbesuch in Warendorf und hat ein ganz besonderes Buch im Gepäck: Sie lebt seit acht Jahren im Silicon Valley, im kalifornischen Palo Alto. Jetzt hat sie ein Kinder- oder genauer gesagt ein Familienbuch herausgegeben mit dem Titel „A Journey to Silicon Valley and beyond“, in dem Kindern die Welt der Technologie-Giganten näher gebracht wird. Aber auch Eltern können in diesem Buch interessante Anstöße sammeln.

Mittwoch, 15.05.2019, 17:00 Uhr
Die gebürtige Warendorferin Andrea Anderson unternimmt in dem von ihr geschriebenen und herausgebrachten Buch „A journey to Silicon Valley and beyond“ eine Reise der besonderen Art durch das Silicon Valley, wo sie seit acht Jahren lebt.
Die gebürtige Warendorferin Andrea Anderson unternimmt in dem von ihr geschriebenen und herausgebrachten Buch „A journey to Silicon Valley and beyond“ eine Reise der besonderen Art durch das Silicon Valley, wo sie seit acht Jahren lebt. Foto: Monika Vornhusen

Es gibt durchaus Parallelen zwischen Palo Alto, einem Ort im kalifornischen Silicon Valley und dem westfälischen Warendorf? Diese Parallelen betreffen nicht nur die vergleichbare Einwohnerzahl, sondern auch einen historisch gewachsenen Stadtkern und die Tatsache, dass die Einwohner hier und dort gerne viele Wege im Ort mit dem Fahrrad erledigen.

Und es gibt noch eine weitere Verbindung – dort am südlichen Rande des Silicon Valley, an der Bucht von San Franzisko, das als Heimat von Technologie-Riesen wie Apple , Google , Netflix, Facebook, Tesla und Co. weltweit bekannt ist, lebt seit gut acht Jahren Andrea Anderson . Die gebürtige Warendorferin hieß früher einmal Wolff mit Nachnamen, bis sie Gordon Anderson heiratete und mit ihm zunächst zehn Jahre in London und nun im Silicon Valley lebt.

Derzeit ist die 49-Jährige gerade auf Heimatbesuch in Warendorf bei ihren Eltern. Im Gepäck hatte sie nicht nur für die Familie, sondern auch für die daheimgebliebenen Freunde ihr eigenes Kinderbuch, das sie kürzlich als „Self-Publisher“ herausgegeben hat. „Eigentlich ist es genau genommen ein Familienbuch“, sagt Andrea Anderson. „Und wenn es dieses Genre noch nicht gibt, habe ich das eben gerade erfunden“, kommentiert sie.

Wer das ansprechend illustrierte Werk in englischer Sprache genauer unter die Lupe nimmt, der gibt ihr Recht. Auf den ersten Blick, sind es Trixie und ihr Bruder Ben, zwei aufgeschlossene und liebenswert neugierige, fröhliche Kinder, die im Silicon Valley zu Hause sind, und die den geneigten Leser auf eine ganz individuelle Reise durch ihre Heimatregion mitnehmen.

Auf den zweiten Blick steckt in dem Buch viel mehr: Es geht ums Verstehen. Um das Verstehen wie dieses auf der Welt so berühmte Tal entstanden ist und was es ausmacht, dort zu leben. Und es geht darum, dass all diese erfolgreichen Menschen, die hier als weltweit geschätzte Technologie-Pioniere und kreative Köpfe höchster Güte arbeiten und leben, meistens nicht durch eine „steile“Karriere dort gelandet sind, sondern durch einen ganz eigenen, von Umwegen und Beharrlichkeit geprägten Weg. Ein Wink mit dem Zaunpfahl also auch an die Elternschaft und somit an alle Familien, getreu dem Motto: „Lasst eure Kinder ihren Weg machen – mit Fantasie und Kreativität. Haltet Verbindung zu dem, was wirklich wichtig ist.“

„Ich war fasziniert von meiner neuen Umgebung, aber wenn uns mal Gäste besucht haben, war diese Faszination für mich immer schwer zu vermitteln“, erinnert sich Andrea Anderson an die Anfänge in Kalifornien, die erste Wurzeln setzten für die Idee zu ihrem Buch. Sie wollte anderen diese Faszination vermitteln. „Dieses Hobby trage ich in mir, ich habe mich auch während der Jahre in London zur Reiseführerin ausbilden lassen“, erzählt die studierte Diplom-Pädagogin und ausgebildete Lehrerin.

Zunächst waren es nur Ideen und Recherchen auf Skizzen zusammengetragen, die das Gerüst für dieses Buch bildeten. „Mir war die Verbindung wichtig zwischen der Geschichte des Silicon Valley bis hin zu dem, was es heute ist“, erläutert Andrea Anderson ihre Buch-Idee. Auch für sie war es nach dem „Silicon Valley-Prinzip“ kein gerader Weg bis hin zum fertigen Buch-Produkt. Es war vielmehr ein eigener, aber bereichernder Lernprozess und in einem letzten Schritt die Zusammenarbeit mit kreativen Köpfen der nahe gelegenen Stanford-University, die in der Vergangenheit einen entscheidenden Beitrag zur Entwicklung des Silicon Valley geleistet hat.

Zwei noch studierende Grafik-Designerinnen haben Trixie und Ben als Charaktere zum Leben erweckt und so die Ideen von Andrea Anderson lebendig werden lassen. Nach einer ersten Einführung in das Thema zeigt eine illustrierte „Time-Line“ die Geschichte des Silicon Valley – von der Zeit der Indianer, über den Goldrausch und die Gründung der Stanford-Universität bis hin zu den ersten „Garagen-Firmen“ und den daraus entstandenen Technologie-Giganten.

„Let‘s explore“, heißt die Devise in Andersons Buch und meint damit das Entdecken und Ausprobieren ohne den heute ständig auferlegten Leistungsdruck: sondern frei und unbeschwert. Sie spiegelt irgendwie auch die Lebenseinstellung der Menschen im Silicon Valley wider. Denn wo kommen schon sonst auf der Welt so viele Kreative aus so unterschiedlichen Nationen zusammen, um miteinander zu leben und zu arbeiten?

Derzeit ist Andrea Anderson in den USA in der Vermarktungsphase für ihr Buch – sie vertreibt es über diverse Buchläden in Museen, über Buchhandlungen, die ansässige Handelskammern, bei Events oder auch über Hotels, die ihre Gäste damit verwöhnen möchten. Wer Interesse an dem Buch oder an weiteren Hintergrundinformationen hat, kann sich per E-mail direkt wenden an: AndreaAnderson1@me.com oder im Netz schauen:

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