100 Tage Bauordnung: Bauamt zieht positive Bilanz
Alle Mann – pardon, Frauen an Bord

Warendorf -

Was in den vergangenen 100 Tagen, einer zum Teil sehr turbulenten Zeit, im Rathaus alles angeschoben und auf dem Weg gebracht wurde, stellte das Bauamt gestern vor, das mit vier Prüfingenieuren, einem Baukontrolleur und drei Verwaltungsmitarbeitern wieder fast vollständig auf Kurs ist.

Donnerstag, 23.05.2019, 14:56 Uhr aktualisiert: 23.05.2019, 16:12 Uhr
Das städtische Bauamt hat den Personalengpass gemeistert. Vakante Stellen konnten neue besetzt werden. Darüber freuen sich (v. l.): Baudirektor Peter Pesch, Katharina Schiller (Teamleitung Bauaufsicht), Doris Krause (leitende Stadtplanerin) und Bürgermeister Axel Linke.
Das städtische Bauamt hat den Personalengpass gemeistert. Vakante Stellen konnten neue besetzt werden. Darüber freuen sich (v. l.): Baudirektor Peter Pesch, Katharina Schiller (Teamleitung Bauaufsicht), Doris Krause (leitende Stadtplanerin) und Bürgermeister Axel Linke. Foto: Joachim Edler

Das ausgesprochen gute baukonjunkturelle Hoch ist auch an der Stadt Warendorf nicht spurlos vorbei gegangen. Bürgermeister Axel Linke , Baudirektor Peter Pesch, Doris Krause (leitende Stadtplanerin) und Katharina Schiller (Teamleitung Bauordnung) zogen Donnerstag Bilanz. Seit 100 Tagen ist die Bauordnung wieder in städtischer Hand – zurück vom Kreis, der aufgrund eines Personalnotstandes im Bauamt der Stadt vorübergehend eingesprungen war. Alle Mann – pardon, Frauen, an Bord – hieß es gestern. Denn neu eingestellt wurden ausschließlich Frauen. „Es gibt aber auch noch erfahrende männliche Mitarbeiter im Bauamt“, bemerkte Baudirektor Peter Pesch. Allerdings sei die Frauenquote im Bauamt nach oben geschnellt. Pesch sprach von einem „tollen Team“.

Was in den vergangenen 100 Tagen, einer zum Teil sehr turbulenten Zeit, im Rathaus alles angeschoben und auf dem Weg gebracht wurde, stellte das Bauamt vor, das mit vier Prüfingenieuren, einem Baukontrolleur und drei Verwaltungsmitarbeitern wieder fast vollständig auf Kurs ist. Die Stelle eines Prüfingenieurs ist noch vakant, soll aber in Kürze besetzt werden.

Bürgermeister Axel Linke zeigte sich äußert zufrieden, lobte sein neues Team, das in kürzester Zeit zusammenfinden musste: „Das ist besser gelaufen als befürchtet. Zumal mit Inkrafttreten der neuen Bauordnung eine weitere Herausforderung auf die Mitarbeiter zukam.“ Nicht immer sei alles sofort nach außen hin sichtbar. So habe die Verwaltung im Februar 64 offene Bauantragsverfahren vom Kreis übernommen. Doris Krause sprach von zehn bis zwölf Umzugskartons. 27 von den 64 offenen Fällen seien aktuell geprüft und abgeschlossen. Zeitgleich seien bis Stand Donnerstag außerdem 155 neue Bauanträge dazugekommen. „On top“, wie Doris Krause bemerkte, 74 davon seien in den vergangenen 100 Tagen abgeschlossen worden. „Wir hatten 219 Verfahren auf dem Tisch, davon wurden 101 beendet. Das macht eine Quote von 46 Prozent. Eine stramme Leistung.“

Die gute Personalbesetzung lässt der Verwaltung wieder Spielraum für die Bauberatung, die auf Eis gelegt worden war, um erst einmal den Pflichtaufgaben des Bauamtes nachzukommen. Immer dienstags, 9.30 bis 12 Uhr und 14 bis 16 Uhr, haben Bauherren und Architekten die Möglichkeit – ohne Termine – sich beraten zu lassen.

Bürgermeister Axel Linke startet zum 1. Juni mit einem neuen Sachgebiet „Digitalisierung“. Ziel: schneller sein, Abläufe optimieren, auch in der Bauverwaltung. Bauanträge online einreichen, sich jederzeit über den Stand des Bauantrags informieren können, das wird es nicht von heute auf morgen geben, aber in Zukunft, ist Linke zuversichtlich. Da es im öffentlichen Dienst immer schwieriger werde, Personal zu finden, müssten sich Kommunen neu aufstellen und miteinander kooperieren. Warendorf sei es gelungen, so Linke, in doch relativ kurzer Zeit die vakanten Stellen im Bauamt wieder zu besetzen.

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