Streit um Äußerungen des Bürgermeisters zum Lehrschwimmbad
SPD möchte ehrliche Antworten

Warendorf -

In einem offenen Brief an Bürgermeister Axel Linke stellt SPD-Fraktionschefin Andrea Kleene-Erke viele Fragen. Es geht unter anderem darum, ob die Reaktion von Ex-Pro-Bad-Vorsitzendem Dieter Mevert in seinem Leserbrief „unangemessen und ehrverletzend“ sei.

Dienstag, 04.06.2019, 11:00 Uhr aktualisiert: 04.06.2019, 15:34 Uhr

In die erneut losgetretene Diskussion um die Schließung des Lehrschwimmbades (LSB), Aussagen des Bürgermeisters in diesem Zusammenhang auf der Mitgliederversammlung der CDU-Ortsunion Freckenhorst und dem Streit zwischen dem CDU-Ortsunionschef Martin Richter und dem ehemaligen Vorsitzenden und Liquidator des Lehrschwimmbades, Dieter Mevert , meldet sich jetzt auch die SPD-Fraktion im Rat zu Wort. In einem offenen Brief an Bürgermeister Axel Linke stellt SPD-Fraktionschefin Andrea Kleene-Erke viele Fragen:

„Stimmen Sie der Einschätzung von Martin Richter zu, dass die Reaktion von Dieter Mevert in seinem Leserbrief auf Ihre Äußerungen unangemessen und ehrverletzend ist und die Grenzen des Anstandes überschreitet? Welche eigene Meinung haben Sie dazu?“

Der Bürgermeister habe auf der Mitgliederversammlung der Freckenhorster CDU unter anderem die „absurde Diskussion“ über die Schließung des Lehrschwimmbades kritisiert, die das Ziel hatte, den „Bürgermeister und die CDU massivst zu beschädigen.“ Martin Richter, Vorsitzender der CDU-Ortsunion, habe diese Äußerungen als Analyse der politischen Willensbildung im Zusammenhang mit der Schließung des LSB als „zulässig und legitim“ und als Recht eines jeden Bürgers bewertet. Kleene-Erke: „Dem widersprechen wir ausdrücklich nicht. Aber wenn Sie in ihrer Funktion als Bürgermeister auf einer Mitgliederversammlung der CDU solche Bewertungen vornehmen, handeln sie nicht nur als freier Bürger, sondern in erster Linie als Bürgermeister der Stadt Warendorf, der dem Wohl aller Bürger verpflichtet ist. Daher drängen sich die folgenden Fragen auf:

„Worin genau bestehen die Beschädigungen, die Sie für sich und die CDU sehen? Soll diese bisher in der Öffentlichkeit unbekannte Bewertungskategorie „Beschädigt den Bürgermeister und die CDU massivst“ demnächst bei allen politischen Themen in der Stadt Warendorf angewendet werden?

Wer genau hat das Thema LSB Ihrer Ansicht nach mit der ausschließlichen Absicht so instrumentalisiert – Sie als Bürgermeister und die CDU massivst zu beschädigen? Nennen Sie bitte Ross und Reiter“.

Die Sozialdemokraten bitten den Bürgermeister um ehrliche Antworten. Nicht nur viele Freckenhorster würden sich nach der losgetretenen Diskussion und den Aussagen des Bürgermeisters gekränkt fühlen, sondern besonders Dieter Mevert und seine vielen Mitstreiter im Vorstand des aufgelösten Vereins Pro Bad fühlten sich zudem gedemütigt. Die SPD-Fraktion könne gut nachvollziehen, wenn Dieter Mevert das in seinem Leserbrief als „Nachtreten und stillos“ empfinde. Auch die Aussagen in dem Leserbrief von Martin Richter seien wenig geeignet, so die Sozialdemokraten, alle Bürger zu einem Dialog einzuladen, der offen für unterschiedlichste Positionen und bunt wie das Leben in Warendorf sei.

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