Besondere Spende für Hilfswerk „Kleiner Prinz“
Beim Kochen besser klönen können

Warendorf -

Niemand sieht es ihr an, aber die Lehrküche im Haus der Familie ist reif für einen Neustart. Also fanden Leiterin Ursula Pinnekamp und ihr Team schnell jemanden, der das gut Gebrauchte noch gut gebrauchen konnte: den Verein „Aktion Kleiner Prinz“.

Mittwoch, 10.07.2019, 16:20 Uhr
Die Korpusse der Lehrküche sind von 1972. Das Haus der Familie bekommt eine ganz neue, die alte geht an die Aktion Kleiner Prinz. Im Bild Innenarchitekt Richard Pawlowski, Hausleiterin Ursula Pinnekamp, Vereinsvorsitzender Dr. Michael Quinckhardt und Transportfachmann Wolfgang Wohlgemuth.
Die Korpusse der Lehrküche sind von 1972. Das Haus der Familie bekommt eine ganz neue, die alte geht an die Aktion Kleiner Prinz. Im Bild Innenarchitekt Richard Pawlowski, Hausleiterin Ursula Pinnekamp, Vereinsvorsitzender Dr. Michael Quinckhardt und Transportfachmann Wolfgang Wohlgemuth. Foto: Jörg Pastoor

Es ist nichts kaputt. Warum also eine komplette Lehrküche austauschen, wenn vor allem die elektrischen Geräte fortlaufend auf aktuellem Stand waren? Weil eine wirklich topmoderne Küche andere technische Voraussetzungen braucht. Andere jedenfalls als die von 1972, als das Haus der Familie seinen Betrieb aufgenommen hatte. Deswegen spricht Leiterin Ursula Pinnekamp von einem „großen Aufschlag“: „Wir machen den Boden neu, die Wandfliesen kommen heraus.“ Es gibt außer neuen Möbeln eine andere Innenarchitektur, weil Kochen lernen viel damit zu tun hat, drüber zu reden. Bei 1500 Teilnehmern an rund 100 verschiedenen Kochkursen im Jahr ist das einiges.

Also sieht Richard Pawlowskis Entwurf den Einbau zweier Inseln vor – auch wenn Pinnekamp das noch nicht verraten wollte, weil sie alles spannend findet und sich so drauf freut.

Zum Wegwerfen wäre das alles viel zu schade gewesen.

Leiterin Ursula Pinnekamp

Weil das Alte noch in Ordnung ist und mit Markenelektronik versehen, habe sich ihr Team mit auf die Suche gemacht, wer die vier kompletten Kochzeilen gut nutzen könnte.

Dass die Wahl auf die „Aktion Kleiner Prinz“ fiel, fand Vorsitzender Dr. Michael Quinckhardt klasse. Mit Transport-Experte Wolfgang Wohlgemuth begann er schon am Mittwoch die Demontage an der Hohen Straße. Bei der rumänischen Diözesan-Caritas in Satu Mare und Baia Mare, einem Partner seit 19 Jahren, warte man schon sehnlich darauf, um Sozialküchen damit auszustatten. „Wir wünschen euch, dass ihr alles heil in den Lkw kriegt“, haben die Projektpartner vor Ort gesagt.

Nach über 40 Jahren sind neue Leitungen nötig

Heute Nachmittag rollt der Lkw ab Richtung Rumänien – zu einem Drittel gefüllt mit der alten Lehrküche, zu zwei Dritteln mit Hilfsgütern des Kleinen Prinzen. Damit erfüllt sich Ursula Pinnekamps Wunsch. „Zum Wegwerfen wäre das alles viel zu schade gewesen. Ich hätte gar nicht ruhig schlafen können.“ Schließlich sei ihr diese Form der Nachhaltigkeit als Leiterin einer christlichen Bildungseinrichtung wichtig, sagt sie. Und fügt mit einem Schmunzeln hinzu, dass eine Mitarbeiterin die Siebziger-Jahre-Fliesen am liebsten für sich verwandt hätte, weil sie sie so stylish finde. Aber das sei nicht drin. Wenn, dann soll nicht nur eine neue Leitungs-Infrastruktur für die neuen Geräte mit höherer Leistungsaufnahme her und neue Beleuchtung, sondern auch die Wände müssten neugestaltet werden. Innerhalb sieben Wochen, so der Zeitplan, soll das klappen. Dann starten ja die neuen Kochkurse im Haus der Familie.

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