Josephs-Hospital zur Studie der Bertelsmann-Stiftung
„Krankenhaus nicht gefährdet“

Warendorf -

Die Studie zur Konzentration von Kliniken trifft am Warendorfer Josephs-Hospital im Endergebnis auf keine Begeisterung. In Vielem gaben der Vorstandsvorsitzender Peter Goerdeler, der geschäftsführende Ärztliche Direktor Dr. Timm Schlummer und die stellvertretende Kuratoriumsvorsitzende Doris Kaiser der Studie aber recht. Nämlich den Weg der Spezialisierung. Da sei das Warendorfer Krankenhaus mit dem Darmzentrum, Traumazentrum, Endoprothesenzentrum und künftig auch dem Schlaganfallzentrum gut aufgestellt.

Montag, 22.07.2019, 16:34 Uhr aktualisiert: 22.07.2019, 17:02 Uhr
Die Studie zur Konzentration von Kliniken trifft am Warendorfer Josephs-Hospital im Endergebnis auf wenig Begeisterung. In vielem gaben der Vorstandsvorsitzender Peter Goerdeler, der geschäftsführende Ärztliche Direktor Dr. Timm Schlummer und die stellvertretende Kuratoriumsvorsitzende Doris Kaiser der Studie aber recht. Nämlich den Weg der Spezialisierung.
Die Studie zur Konzentration von Kliniken trifft am Warendorfer Josephs-Hospital im Endergebnis auf keine Begeisterung. In Vielem gaben der Vorstandsvorsitzender Peter Goerdeler, der geschäftsführende Ärztliche Direktor Dr. Timm Schlummer und die stellvertretende Kuratoriumsvorsitzende Doris Kaiser der Studie aber recht. Nämlich den Weg der Spezialisierung. Foto: Bettina Laerbusch/Joachim Edler

Die Versorgung der Patienten in Deutschland könnte einer Studie der Bertelsmann-Stiftung zufolge durch die Schließung von mehr als jedem zweiten Krankenhaus erheblich verbessert werden. Wenn die Zahl der Kliniken von derzeit knapp 1600 auf weniger als 600 sinke, könnten die verbleibenden Häuser deutlich mehr Personal und eine bessere Ausstattung erhalten, heißt es in der Untersuchung.

„Wir machen hier nichts, was wir nicht können.“ Goerdeler bezeichnete die Studie als „sehr pauschal und vereinfacht“. Sie trage stark zur Verunsicherung in der Bevölkerung bei. Viele hätten ihn gefragt, ob das ländlich gelegene Warendorfer Krankenhaus jetzt schließen müsse. Goerdeler sagt ganz deutlich: „Nein!“

Ganz im Gegenteil. Mit Blick auf den aktuellen Anbau und das künftige Schlaganfallzentrum, das übrigens Mitte 2020 kommen soll, werde hier am Standort weiter investiert und spezialisiert.

Dr. Timm Schlummer konnte nicht nachvollziehen, wie man zu dem Ergebnis kommen kann, von 1600 Akutkrankenhäusern 1000 platt zu machen und die verbleibenden 600 Kliniken zu Großkliniken auszubauen.

Dem Chefarzt der Unfallchirurgie kam das Patientenwohl in der Studie viel zu kurz. Die Studie sei extrem plakativ und im Endergebnis radikal.

Ansonsten könne er der Studie beipflichten, was die Spezialisierung angeht: „Der Inhalt der Studie ist nicht neu. Wir können nicht das ganze Spektrum abdecken. Ich sehe uns mit unserem Konzept in der Studie bestärkt. Deshalb sehen wir uns auch nicht als Opfer. Krankenhäuser der Gegenwart und der Zukunft müssen den Schritt der Spezialisierung gehen.“

In Warendorf passiert dies seit langem. Zudem führen die Kliniken im Kreis Warendorf (Beckum, Oelde, Sendenhorst und Ahlen) regelmäßig Gespräche, wie Vorstandschef Peter Goerdeler unterstrich. Vertreter aller Häuser sondieren Möglichkeiten einer engeren Kooperation bis hin zu gesellschaftlichen Verflechtungen: Kurz: Spezialisierung wird in Warendorf gelebt.

Die stellvertretende Kuratoriumsvorsitzende Doris Kaiser bedauerte, dass mit der Veröffentlichung der Studie eine große Verunsicherung eingetreten sei. „Das Warendorfer Krankenhaus ist nicht gefährdet“, sagte sie ganz deutlich. Das Josephs-Hospital erfülle längst den Versorgungsauftrag, den diese Studie einfordere. Deshalb sei die Studie für das Warendorfer Krankenhaus auch kein Schlag ins Gesicht, wie der Vorstandsvorsitzende Peter Goerdeler unterstrich. „Zentren bilden und den ländlichen Raum stärken“, sei das erklärte strategische Ziel. Nur ein Beispiel: Warendorf gehört zu den 280 zertifizierten Darmzentren in Deutschland.

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