Goldener Meisterbrief für Heinz Witte
Mit Plockwurst auf die Meisterschule

Hoetmar -

Den Goldenen Meisterbrief bekam am Dienstagvormittag Malermeister Heinz Witte überreicht. In einer Feierstunde erinnerte er sich an seine Zeit in der Badischen Meisterschule in Lahr im Schwarzwald, die er im „Schnelldurchgang“ absolviert habe.

Dienstag, 23.07.2019, 18:00 Uhr
Malermeister Heinz Witte (4. v. l.) freute sich über den Goldenen Meisterbrief, den Dr. Peter Wagner, Bereichsleiter Innungen bei der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf (l.), und Andreas Beckmann (2. v. r.), Obermeister der Malerinnung, ihm am Dienstag überreichten. Mit Witte freuten sich dessen Ehefrau Monika, Sohn Jürgen (r.), ebenfalls Malermeister, und Stefan Toddenrodt (2. v. l.), angestellter Malermeister im Betrieb der Wittes.
Malermeister Heinz Witte (4. v. l.) freute sich über den Goldenen Meisterbrief, den Dr. Peter Wagner, Bereichsleiter Innungen bei der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf (l.), und Andreas Beckmann (2. v. r.), Obermeister der Malerinnung, ihm am Dienstag überreichten. Mit Witte freuten sich dessen Ehefrau Monika, Sohn Jürgen (r.), ebenfalls Malermeister, und Stefan Toddenrodt (2. v. l.), angestellter Malermeister im Betrieb der Wittes. Foto: Joke Brocker

Warum es ausgerechnet die Badische Meisterschule in Lahr im Schwarzwald sein musste? Dafür hat Malermeister Heinz Witte eine simple Erklärung: „Ich wollte mal raus, mal was anderes sehen.“ Seiner fürsorglichen Mutter allerdings war der Ausflug des Sohnes in die „weite Welt“ offenbar nicht ganz geheuer. „Der Junge muss doch was zu essen haben“, befand sie und steckte dem 21-Jährigen vorsichtshalber eine Plockwurst ins Gepäck. Diese habe aber nicht lange überdauert, auch den Kollegen habe sie sehr gut geschmeckt, blickte Witte am Dienstag während einer Feierstunde 50 Jahre zurück.

Zuvor hatten ihm Dr. Peter Wagner, Bereichsleiter Innungen bei der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf, und Andreas Beckmann , Obermeister der Malerinnung, den Goldenen Meisterbrief überreicht. In einer kurzen Ansprache erinnerte Beckmann an den Werdegang des am 1. Oktober 1947 geborenen Malermeisters. Heinz Witte hatte im Alter von 14 Jahren seine Lehre im elterlichen Betrieb begonnen, der im Jahr 1900 vom Großvater Heinrich Witte gegründet worden war. Das dritte Lehrjahr absolvierte er bei der Firma Konrad Hagenbrock in Warendorf. Nach der Lehre arbeitete er ein halbes Jahr bei Bernhard Thier in Müssingen als Geselle, ehe er in den elterlichen Betrieb zurückkehrte, um seinen Vater Felix zu unterstützen. Als Heinz Witte die Badische Malerschule besuchte – in einem fünfmonatigen „Schnelldurchgang“, wie er sich erinnerte –, unterstützte sein Bruder Walter den Vater im Betrieb. Im Juli 1969 absolvierte Heinz Witte die Meisterprüfung und kehrte nach Hoetmar zurück. Am 1. Oktober 1977 übernahm er, gerade 28 Jahre alt, die Leitung des elterlichen Betriebes. Beckmann attestierte ihm „hohen persönlichen Einsatz für den Betrieb und seine Kundschaft“ und würdigte auch Monika Witte, die ihren Mann stets tatkräftig unterstützt habe. Weil der Betrieb, in dem Witte acht junge Leute zu Malern ausgebildet hat, im Laufe der Jahre expandierte, wurde der Firmensitz 2006 von der Dechant-Wessing-Straße an die Ahlener Straße verlagert. Seit 2009 führt Heinz Witte das Unternehmen gemeinsam mit seinem Sohn, Maleremeister Jürgen Witte. Zu den acht Angestellten gehört auch Malermeister Stefan Toddenrodt.

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