Grünen-Vorsitzende auf Bädervisite
Schwimmen so wichtig wie Lesen und Schreiben

Warendorf -

Wie läuft es mit dem Warendorfer Hallenbad? Die Vorsitzender der Grünen in NRW, Mona Neubaur, erkundigte sich Donnerstag im Rahmen ihrer Bäder-Tour bei Bürgermeister Axel Linke und Bäderbetriebsleiter Tristan Lerchner.

Donnerstag, 25.07.2019, 17:00 Uhr aktualisiert: 29.07.2019, 14:40 Uhr
Bürgermeister Axel Linke, Bäderbetriebsleiter Tristan Lerchner und NRW-Grünen-Chefin Mona Neubaur im Hallenbad.  Fast wasserlos ist das Becken im Hallenbad zurzeit. Die Saison geht am 16. September wieder los.
Bürgermeister Axel Linke, Bäderbetriebsleiter Tristan Lerchner und NRW-Grünen-Chefin Mona Neubaur im Hallenbad.  Fast wasserlos ist das Becken im Hallenbad zurzeit. Die Saison geht am 16. September wieder los. Foto: Jörg Pastoor

Bäder als sogenannte „freiwillige Aufgabe“ der Städte? Mona Neubaur sieht das anders. Wenn die Landesvorsitzende von Bündnis `90/ Die Grünen allerdings auf eine verlässliche Zuschuss-Kulisse für Bäder von Bund und Land hinarbeiten will, muss sie wissen, wie es in den Einrichtungen aussieht – wo es Schließungen gab, wo saniert oder neu gebaut wird, wer Betreiber ist. Also war Neubaur auf ihrer „Schwimmbad-Tour“ auch in Warendorf. Donnerstagmittag tauchte sie in die Materie ein – „sich dafür erwärmen“ würde angesichts der Hitze drinnen auch passen.

Zunächst mal staunte Neubaur über den Zustand des vor 50 Jahren in Betrieb gegangenen Bades. Dass in Warendorf die Schwimmkurse für Kinder stets schnell ausgebucht sind, erzählten Stadtwerkesprecherin Alice Kaufmann und Bäderbetriebsleiter Tristan Lerchner . „Ich kenne Kommunen, da müssen Eltern eineinhalb Jahre warten, bis ihr Kind Schwimmen lernen kann“, meinte Mona Neubaur anerkennend. Bäder, das seien für sie Orte der Begegnung. „Das ist was Gutes für die Gesellschaft.“ Deshalb will sie sich für öffentliche Zuschüsse bei Sanierung und Neubauten einsetzen.

Ich kenne Kommunen, da müssen Eltern eineinhalb Jahre warten, bis ihr Kind Schwimmen lernen kann.

Mona Neubaur

Wenn es die gäbe, würde Axel Linke sofort zugreifen. denn der Ratsbeschluss zum Bau eines neuen Hallenbads neben dem jetzigen, dessen Grundstein die Jahreszahl 1968 trägt, steht. „Unser Planungsbüro hat gesagt, dass ein Baustart 2023 schon sportlich sei“, so der Bürgermeister. Bei einer wohl auf jeden Fall zweistelligen Millionensumme würden Fördergelder gut tun. Es könnte allerdings auch schon helfen, wenn Städte wie Warendorf, die eben die freiwillige Leistung Bad anbieten, bei den Schlüsselzuweisungen bessergestellt würden.

Die Landesregierung, so Mona Neubar, habe ein Programm zur Förderung von Bädern aufgelegt. Was Linke schön findet, aber schon bei anderen Zuschusswünschen die Erfahrung machte, dass allein die Beantragung teil so kompliziert sei, dass man sich externe Hilfe dafür holen müsse. Außerdem wünschte er sich „längere Förderzeiträume“ und keine kurzfristigen Geldtöpfe.

Mona Neubaur bedankte sich bei Linke mit einer grünen Quietscheente. Die kam auch mit aufs Foto für die Sozialen Medien – wie Ratsfraktionssprecherin Jessica Wessels, ihre Parteikollegin Hedwig Tharner aus dem Regionalrat und Tristan Lerchner.

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