Wertstoffboxen werden in Warendorf genutzt
70 Tonnen Elektro-Kleingeräte

Warendorf -

Das Pilotprojekt machte sich bezahlt. Schon in der ersten Wochen kamen 950 Kilogramm Elektro-Schrott zusammen. Die Wertstoffboxen haben sich bezahlt gemacht. Inzwischen gibt es elf an der Zahl. Mit dem Ergebnis: in der Stadt Warendorf sind im vergangenen Jahr über 70 Tonnen der kleinen elektronischen Geräte entsorgt worden.

Donnerstag, 08.08.2019, 15:22 Uhr aktualisiert: 12.08.2019, 09:08 Uhr
Dr. Ralf Thorwirth (Geschäftsführer Horizonte), Andreas Meschede (AWG), Udo Bierbaum und Marita Schnieders (beide Stadt Warendorf) freuen sich, dass es neue Wertstoffboxen in Warendorf geben wird.
Dr. Ralf Thorwirth (Geschäftsführer Horizonte), Andreas Meschede (AWG), Udo Bierbaum und Marita Schnieders (beide Stadt Warendorf) freuen sich, dass es neue Wertstoffboxen in Warendorf geben wird. Foto: Jonas Wiening

Im Juli 2012 wurde die Stadt Warendorf zur Pilotkommune. Damals wurden fünf Wertstoffboxen für kleine elektronische Altgeräte angeschafft, zum Beispiel ausrangierte Toaster, Computertastaturen oder Kaffeemaschinen.

Zuvor gab es keine mobilen Möglichkeiten zur Entsorgung. „Und für eine elektrische Zahnbürste ist auch niemand zum Wertstoffhof gefahren. Zumal der auch nur ein oder zwei Mal die Woche geöffnet hat“, sagt Udo Bierbaum , Leiter des Sachgebietes Umwelt und Geoinformation der Stadt Warendorf.

Das Pilotprojekt machte sich bezahlt. Schon in den ersten Wochen kamen 950 Kilogramm Elektro-Schrott zusammen. Die Wertstoffboxen haben sich bezahlt gemacht. Inzwischen gibt es elf an der Zahl in Warendorf. An der Andreasstraße (Lidl-Parkplatz), an der Ecke Dr.-Hans-Kluck-Straße/Dr. Rau-Allee, an der Düsternstraße (Altes Lehrerseminar), an der Niedinkstraße (Marktkauf/Toom), an der Sassenberger Straße, Am Weißen Kreuz in Freckenhorst, am Parkplatz des Sportplatzes in Hoetmar, am Wietels Kamp in Milte und an der Pumpstation L 548 (Einen) befinden sich inzwischen orangene Wertstoffboxen.

Dort können alte Toaster, kaputte Rasierer oder nicht mehr benötigte Bohrmaschinen eingeworfen werden. Wichtig: Batterien und Akkus müssen vorher den Geräten entnommen werden. Diese müssen separat, zum Beispiel am Recyclinghof oder in Boxen in Supermärkten entsorgt werden. Geräte ab der Größe eines Fernsehers, aber auch sperrige Metallteile können auch abgeholt werden. Dazu einfach unter ✆  0 25 81/54 66 66 melden.

Alleine in der Stadt Warendorf sind im vergangenen Jahr über 70 Tonnen der kleinen elektronischen Geräte entsorgt worden. Da die Wertstoffboxen aber teilweise für die Nutzer und für die Entleerung etwas schwer zu bedienen waren, sind diese jetzt ausgetauscht worden. In den neuen Boxen verbergen sich große Behälter, die einfach immer ausgewechselt werden können. „Voll gegen leer, ein Umladen der einzelnen Teile per Hand ist nicht mehr nötig“, erklärt Andreas Meschede, Abteilungsleiter Dienstleistung bei der Abfall-Wirtschafts-Gesellschaft des Kreises (AWG).

Die Leerung der Boxen übernimmt seit jeher die Arbeitsloseninitiative Horizonte aus Ennigerloh.

Wöchentlich, insgesamt 570 Mal in Jahr, sind die Mitarbeiter im Einsatz. Die elektrischen Teile werden dann in Ennigerloh bei der AWG umgeladen. In späteren Schritten werden die Schadstoffe entnommen. Die Geräte werden dann in einem Rückbauzentrum auseinandergebaut; Teile werden wieder für die Produktion verwendet.

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