Ferienaktionstage
Wo Maria Lidschatten trägt

Milte -

Zum ersten Mal beteiligt sich das Familiendorf Milte an den Ferienaktionstagen. Mit einer Stuckwerkstatt, ehrenamtlich geleitet von den Warendorfern Katrin und Hans-Jürgen Stork.

Mittwoch, 14.08.2019, 15:24 Uhr aktualisiert: 15.08.2019, 14:28 Uhr
Gebannt schauen Emma Stratmann, Philipp Stork, seine Mutter Katrin, Fiona Tertilt und Olivia Schulenkorf (v. l.) zu, wie Stuckateur-Meister Hans-Jürgen Stork eine Gips-Madonna aus einer Form löst. In Milte nahmen auch Philipp und Viktoria Witte (kleines Foto, v. l.) an der Stuckwerkstatt teil.
Gebannt schauen Emma Stratmann, Philipp Stork, seine Mutter Katrin, Fiona Tertilt und Olivia Schulenkorf (v. l.) zu, wie Stuckateur-Meister Hans-Jürgen Stork eine Gips-Madonna aus einer Form löst. In Milte nahmen auch Philipp und Viktoria Witte (kleines Foto, v. l.) an der Stuckwerkstatt teil. Foto: Joke Brocker

„Maria ist warm geworden“, bemerkte Hans-Jürgen Stork , während er vorsichtig das Gips-Wandbild der Madonna aus der Form löste. „Da ist aber eine Blase“, glaubte eines der Kinder, die den Stuckateur-Meister bei der Arbeit beobachten, eine Luftblase entdeckt zu haben. „Ach was,“, meinte Stork schmunzelnd, „das ist Lidschatten.“ Viel zu lachen, aber auch eine Menge zu lernen gab es für die Teilnehmer der Stuckwerkstatt „Formen und Gestalten mit Gips“, die als Projekt der „Forscherwerkstatt“ des Familiendorfes Milte anlässlich der Ferienaktionstage erstmalig in Milte und Warendorf angeboten wurde. Ehrenamtlich geleitet wurde die Werkstatt von der Architektin und Projektpatin Katrin Stork und deren Mann Hans-Jürgen.

Bislang, berichtete die Warendorferin, hätten verschiedene Werkstätten in Zusammenarbeit mit der OGS der Verbundgrundschule stattgefunden. Um berufstätige Eltern während der Ferien- und OGS-freien Zeit zu entlasten, habe der Verein Familiendorf Milte beschlossen, das Werkstatt-Angebot auszudehnen. Und weil handwerkliche Angebote selten und in Milte und Einen stets gut besucht seien, engagiere sich der Verein nun erstmals auch in Warendorf.

Mit großem Erfolg. Während die Storks in Milte sechs Kindern den Werkstattgedanken und die Arbeit mit Stuck – von der Materialkunde, über Design, die Produktion von Formstücken bis hin zur Feinbearbeitung des Endproduktes – vermittelten, nahm im HOT in Warendorf ein gutes Dutzend Kinder das Angebot wahr. Weil die Stuckwerkstatt durch das Familiendorf Milte und den Malerbetrieb Ahlemann in Müssingen gesponsert wurde, mussten die Kinder, die im Team verschiedene Hintergrundformen und Motive wie Blüten, Herzen, Pferdeköpfe oder Fische fertigten, aus denen schließlich jeder ein individuelles Medaillon gestaltete, keine Kursgebühr zahlen.

Mit Blick auf den Mehrgenerationengedanken, den das Familiendorf Milte sich schon bei seiner Gründung auf die Fahnen geschrieben hatte, könnte Katrin Stork sich eine Ausweitung der Stuckwerkstatt vorstellen. Dafür sind personelle wie auch materielle Unterstützung jederzeit willkommen.

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