Vorentscheidung für Freckenhorster Sporthalle
Sparkur für das Sparpaket

Warendorf -

Erst drei Millionen Euro eingeplant, dann sechs Millionen kalkuliert und Sparchancen verlangt – jetzt verzichteten zwei Ausschüsse aber doch auf das große Abspecken bei der neuen Halle für die Stiftsstadt.

Freitag, 06.09.2019, 15:06 Uhr
Der Bau einer Sporthalle kostet. Aber es gibt Sparpotenzial.
Der Bau einer Sporthalle kostet. Aber es gibt Sparpotenzial. Foto: Archiv

Die Schul- und Vereinssporthalle in Freckenhorst kommt – mit leichten Abweichungen vom Ursprungsentwurf. Darauf haben sich Donnerstag Bezirksausschuss und Umwelt-, Planungs- und Verkehrsausschuss nach über zweistündiger Erörterung geeinigt.

Der Hauptausschuss muss nach dieser Vorberatung nun über die leicht abgespeckte Variante entscheiden: Die Halle kommt in herkömmlicher Bauweise samt Foyer und Zuschauerbereich für 200 Menschen. Der überdachte Verbindungsgang von der Everwordschule zur Halle folgt später – im Zuge der ohnehin bald anstehenden Fassaden-Umgestaltung mit Verlegung des Haupteingangs. Statt des geplanten Sheddachs wird‘s ein flaches. Damit wird der Bau nach bisheriger Schätzung eben doch keine sechs Millionen Euro kosten, sondern um die 5,8 Millionen.

Unsere Bedarfe sind in Variante A eingearbeitet.

Dennis Walendi

Ausschuss-Vorsitzender Willi Schöning, der sich vor der Tagung noch den Gegnern der Emsinsel-Bebauung gestellt hatte, legte Wert auf detaillierte Diskussion aller Aspekte bei dem eingeforderten Sparpaket. Das war Auftrag an die Verwaltung, weil sich die ursprünglich im Etat veranschlagten drei Millionen Euro kurz vor den Ferien auf sechs verdoppelt hatten.

Aber sparen die Ausschüsse das sorgfältig Geplante damit nicht kaputt? Diese erstmals von Peter Steinkamp ( CDU ) gestellte Frage bestätigte TuS-Beisitzer Dennis Walendi in seiner nach Sitzungsunterbrechung vorgetragenen Einschätzung: Man habe mit der Fachverwaltung genau über ein Raumprogramm gesprochen, explizit das Foyer, den Multifunktionsraum und die Tribüne gewünscht, um die Halle möglichst vielfältig im Interesse aller Vereine nutzbar zu machen: „Unsere Bedarfe sind in Variante A eingearbeitet.“ Und zum Spargedanken sagte Walendi auch etwas: „Die Kosteneinsparungen stehen in keinem Verhältnis zum Ergebnis – sie machen alles kaputt. So ist das eine schöne Halle. Und wenn man eine Halle für Generationen bauen will, muss man Geld in die Hand nehmen.“

Änderung bei Zugang und Dachkonstruktion

Die Botschaft wirkte offenbar. Die auf Anregung von Andrea Blacha (CDU) folgende Beratungspause brachte eine klare Mehrheit für einen nur leicht abgespeckten Hallenneubau. Womit Peter Marberg (SPD) seinen Wunsch erfüllt sah: „Mir liegt daran, dass wir hier heute zu Potte kommen!“

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