Heiraten am 9.9.19 – eine Schnapsidee?
Beim Bleigießen die Ehe besiegelt

Warendorf -

Für Lilli und Martin Bubbel war Montag der schönste Tag in ihrem Leben. Dass sich das Paar ausgerechnet am „9.9.19“ das Ja-Wort im Historischen Rathaus gab, ist kein Zufall. Lilli, geborene Friesen: „Erstmal ist es ein schönes Datum. Außerdem haben meine Eltern an einem 9.9. geheiratet. Wir haben heute geheiratet, sie feiern ihren Hochzeitstag.“

Montag, 09.09.2019, 16:50 Uhr
Für Lilli und Martin Bubbel war Montag der schönste Tag in ihrem Leben. Dass sich das Paar ausgerechnet am „9.9.19“ das Ja-Wort im Historischen Rathaus gab, ist kein Zufall. Kleines Foto: Im Tapetensaal können Paare Donnerstag und Freitag vor den Adventssonntagen jeweils um 16 Uhr, 17 Uhr und 18 Uhr bei einer „Candle-Light-Trauung“ den Bund fürs Leben schließen, Darauf weisen Warendorfs Standesbeamten hin, zu denen auch der Bürgermeister Kraft seines Amtes gehört.Für Lilli und Martin Bubbel war Montag der schönste Tag in ihrem Leben. Dass sich das Paar ausgerechnet am „9.9.19“ das Ja-Wort im Historischen Rathaus gab, ist kein Zufall. Kleines Foto: Heiraten ist in Warendorf in der Adventszeit auch im Historischen Tapetensaal in der Klosterstraße möglich – bei einer Candle-Light-Trauung. Die Standesbeamten, dazu zählt auch der Bürgermeister, haben noch Termine frei.
Für Lilli und Martin Bubbel war Montag der schönste Tag in ihrem Leben. Dass sich das Paar ausgerechnet am „9.9.19“ das Ja-Wort im Historischen Rathaus gab, ist kein Zufall. Kleines Foto: Im Tapetensaal können Paare Donnerstag und Freitag vor den Adventssonntagen jeweils um 16 Uhr, 17 Uhr und 18 Uhr bei einer „Candle-Light-Trauung“ den Bund fürs Leben schließen, Darauf weisen Warendorfs Standesbeamten hin, zu denen auch der Bürgermeister Kraft seines Amtes gehört.Für Lilli und Martin Bubbel war Montag der schönste Tag in ihrem Leben. Dass sich das Paar ausgerechnet am „9.9.19“ das Ja-Wort im Historischen Rathaus gab, ist kein Zufall. Kleines Foto: Heiraten ist in Warendorf in der Adventszeit auch im Historischen Tapetensaal in der Klosterstraße möglich – bei einer Candle-Light-Trauung. Die Standesbeamten, dazu zählt auch der Bürgermeister, haben noch Termine frei. Foto: Joachim Edler

Dass die eigene Hochzeit für immer in Erinnerung bleibt, ist klar. Damit der große Tag noch unvergesslicher wird, heiraten viele Paare an besonderen Daten. Für Lilli und Martin Bubbel war Montag der schönste Tag in ihrem Leben. Dass sich das Paar ausgerechnet am „9.9.19“ das Ja-Wort im Historischen Rathaus gab, ist kein Zufall. Lilli, geborene Friesen: „Erstmal ist es ein schönes Datum. Außerdem haben meine Eltern an einem 9.9. geheiratet. Wir haben heute geheiratet, sie feiern ihren Hochzeitstag.“

Zwischen Viersen und Krefeld, erzählt der Zugführer, habe er den Hochzeitstermin mit dem Schnapszahl-Datum beim Standesamt festgezurrt. Als der Termin fix war, hat er seiner Lilli, die übrigens Zugbegleiterin ist, den Heiratsantrag gemacht. Das war am 15. Juli dieses Jahres. Die Geschichte dazu: Silvester, beim Bleigießen, kam ein Ring aus dem kalten Wasser zum Vorschein. Diesen Ring hatte er am 15. Juli beim Heiratsantrag dabei. Offiziell besiegelt wurde die Ehe gestern natürlich mit einem „richtigen“ Hochzeitsring. Martin Bubbel hat einen Faible für alte Feuerwehrfahrzeuge. Verständlich, dass das Paar standesgemäß mit einem zugelassenen Oldtimer-Löschfahrzeug von 1963 zum Standesamt fuhr.

Schnapszahlen zum Heiraten – eine Schnapsidee? Während sich das Standesamt auf dem 19. September eingeschossen hatte, kam die Ernüchterung: Bis dato war hier nur eine Hochzeit angemeldet. Sehr viel beliebter war da der gestrige Montag, 9.9.2019. Obwohl es sich um einen Montag handelt, fanden fünf Trauungen statt. Auch für den 20. Februar 2020 gibt es bereits Voranmeldungen. „Der 2. Februar ist ein Sonntag. Hier werden keine Hochzeiten stattfinden“, merkte Standesbeamtin Gerburg Niehoff auf WN-Nachfrage an. Mit Rat und Tat stehen den Heiratswilligen auch Tim Sawukaytis und Doris Lau vom Warendorfer Standesamt zur Seite. „Wir lernen das Paar immer persönlich kennen. Der Standesbeamte, der die Trauung aufnimmt, führt sie im Regelfall auch durch“, erklärte Gerburg. Eine Besonderheit, denn bei größeren Kommunen läuft das ganze Prozedere anonymer ab. Dadurch haben die Paare auch die Möglichkeit, die Trauung zu individualisieren. Die mögliche Individualität der Trauung sind jedoch Grenzen gesetzt, da Trauungen eng getaktet sind. Ob in trauter Zweisamkeit oder mit vielen Gästen, es wird versucht, alles mögliche zu realisieren. „Wir hatten auch schon einen Hund, der die Eheringe getragen hat“, berichtete Niehoff. Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit eigene Musik mitzubringen. Das außergewöhnlichste woran sich Niehoff hier in ihrer 16 jährigen Laufbahn erinnert, ist ein Dudelsackspieler. Der Klassiker der eigenen Ehegelübde scheint hingegen aus der Mode gekommen zu sein und wird – zumindest in Warendorf – kaum praktiziert. Mittlerweile bietet die Stadt auch außergewöhnlichere Orte zum Heiraten an: das Landgestüt und das Schloss in Freckenhorst. Obwohl beide Lokalitäten mit zusätzlichen Kosten verbunden sind, werden die Termine rege angefragt. Pferdebegeisterte reisten in den vergangenen Jahren beispielsweise aus Geldern und Süddeutschland an, um sich im Landgestüt vermählen zu lassen.

Sowohl 2017 als auch 2018 gaben sich jeweils 215 Paare in Warendorf das Ja-Wort. Für 2019 sind es bis jetzt 139 Hochzeiten. Niehoff zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass die 200-Marke auch in diesem Jahr geknackt wird. Seit Oktober 2017 gibt es keine eingetragene Partnerschaften mehr, sondern die gleichgeschlechtliche Ehe wurde eingeführt. Partnerschaften die vorher geschlossen wurden, können sich seitdem zu einer Ehe „umwandeln“ lassen. Hierbei handelt es sich nicht um einen reinen bürokratischen Akt, sondern um ein erneutes Ja-Wort.

Für dieses Jahr hat das Standesamt eine weitere neue Möglichkeit der Trauung eingeführt: Im Tapetensaal können Paare Donnerstag und Freitag vor den Adventssonntagen jeweils um 16 Uhr, 17 Uhr und 18 Uhr bei einer „Candle-Light-Trauung“ den Bund fürs Leben schließen. Und es gibt noch freie Termine.

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