Volkshochschul-Gebäude: Wenig Wohlfühl-Atmosphäre
Behelfsmäßige Ausstattung

Warendorf -

VHS-Leiter Rolf Zurbrüggen prangerte im Schul- und Kulturausschuss noch einmal Ausstattung und Räume des Alten Lehrerseminars an, in der die VHS mit dem Bauamt der Stadt und dem Amt für Geo- und Umweltinformation untergebracht ist. Vieles sei im Fluss, vieles aber auch noch nicht, was zu einer Wohlfühl-Atmosphäre in einer Bildungseinrichtung beitrage, monierte er. So soll der Aufzug im Herbst zwar modernisiert werden, die Renovierung der Toiletten lasse aber noch auf sich warten. Ebenso fehle eine vernünftige Verdunkelung und eine Technikanlage im Veranstaltungsraum. „Die Technik ist behelfsmäßig und nicht mehr zeitgemäß für eine moderne Weiterbildungseinrichtung“.

Freitag, 13.09.2019, 21:00 Uhr aktualisiert: 14.09.2019, 20:28 Uhr
Volkshochschule-Leiter Rolf Zurbrüggen.
Volkshochschul-Leiter Rolf Zurbrüggen. Foto: Jens Rademacher

2018 war für die Volkshochschule (Gesamthaushalt fast eine Million Euro) ein intensives und erfreuliches Jahr, zog Rolf Zurbrüggen jetzt Bilanz im Kulturausschuss. Und auch der Start ins Frühjahrssemester sei gut gewesen. Die VHS hat in ihrem Geschäftsbereich mehrere Standbeine, das umfangreiche Regelprogramm mit einem Mix von hochkarätigen Vorträgen, Bildungskursen, Exkursionen und Ausstellungen sowie das spezielle Angebot im Bereich „Deutsch als Zweitsprache“ für Migranten und Geflüchtete. Letztere sei eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe, um zur Integration der vielen auch nach Warendorf gekommenen Flüchtlinge beizutragen, betonte Zurbrüggen. Für Migranten führt die VHS zudem die bundeseinheitlichen Einbürgerungstests durch.

Den künftigen Bildungsauftrag der VHS sieht der Leiter noch stärker in der Erwachsenenbildung, der Integration, dem demografischen Wandel („die Bevölkerung wird immer älter“), in der Digitalisierung und der Stärkung der Demokratiefähigkeit des Einzelnen. Aber auch ein Schulabschluss für junge Erwachsene, die nicht mehr schulpflichtig sind, liegt Zurbrüggen am Herzen. Und stieß dabei bei Dr. Hermann Mesch (Grüne) auf offene Türen. Er sei gerne bereit, sich ebenfalls dafür stark zu machen.

Nach Lob kam Tadel. Zurbrüggen prangerte noch einmal Ausstattung und Räume des Alten Lehrerseminars an, in der die VHS mit dem Bauamt der Stadt und dem Amt für Geo- und Umweltinformation untergebracht ist. Vieles sei im Fluss, vieles aber auch noch nicht, was zu einer Wohlfühl-Atmosphäre in einer Bildungseinrichtung beitrage, monierte er. So soll der Aufzug im Herbst zwar modernisiert werden, die Renovierung der Toiletten lasse aber noch auf sich warten. Ebenso fehle eine vernünftige Verdunkelung und eine Technikanlage im Veranstaltungsraum. „Die Technik ist behelfsmäßig und nicht mehr zeitgemäß für eine moderne Weiterbildungseinrichtung“. Dafür hätten die Flure und Unterrichtsräume inzwischen frische Farbe bekommen. Zurbrüggen wünscht sich zudem seit längerem eine Caféteria.

Die Problematik ist der Stadt bekannt, die zurzeit an einem neuen Raumkonzept arbeitet. Denn Bauverwaltung und der Abwasserbetrieb brauchen mehr Platz. Das würde aber bedeuten, dass die VHS eventuell umziehen muss. Zum Beispiel mit unter das Dach der Schule für Musik an der Hermannstraße. Für Zurbrüggen keine Option, indiskutabel.

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