Beschluss für Umgehung
Stadtstraße Nord: „Ja“ zum Lückenschluss

Warendorf -

Die Grünen enthielten sich. Die Mehrheit des Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschusses war aber für die weitere Planung des letzten Stücks für die Stadtstraße Nord. Eine Unterführung zur Neuen Ems Fußgängerunterführung inklusive.

Dienstag, 01.10.2019, 17:18 Uhr
Hier am Hellegraben schließt die Stadtstraße Nord an, sobald der Lückenschluss dann einmal gebaut wird. Die Fachverwaltung macht das Projekt jetzt antragsreif.
Hier am Hellegraben schließt die Stadtstraße Nord an, sobald der Lückenschluss dann einmal gebaut wird. Die Fachverwaltung macht das Projekt jetzt antragsreif. Foto: Jörg Pastoor

Wenn der letzte Abschnitt der Stadtstraße Nord gebaut wird, soll er eine zusätzliche Unterquerung für Passanten bekommen. Das ist nach der Diskussion im Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschuss am Montag wohl mehrheitsfähig. Ob es einen Tunnel oder eine andere Lösung gibt, zeigt sich bei der weiteren Planung später – Montag ging es um den Beschluss, den sogenannten vorzeitigen Maßnahmebeginn zu beantragen – und damit womöglich die Chancen auf die erhofften Landeszuschüsse für das Millionenprojekt zu erhöhen.

Ohne Grundstückskäufe benennt die aktuelle Vorlage von Peter Peschs Abteilung die Baukosten auf rund sieben Millionen Euro. „Es sind grundsätzlich Fördermittel am Markt“, führte der Baudirektor vorm Ausschuss aus. Und: „Ein Antrag auf vorzeitigen Maßnahmenbeginn würde die Chancen auf Förderung erheblich verbessern.“

Mit dem Sachstand, so Pesch weiter, habe die Verwaltung den Auftrag des Rates von 2014 nun abgearbeitet – „und da sind wir auch schon ein Stück stolz drauf.“ Auch der Kauf der für die Straße nötigen Grundstücke sei erledigt. Für die im Zuge der Planungen für die Neue Ems hinzugekommene Unterführung mit einem Fuß- und Radweg braucht die Stadt noch 2500 Quadratmeter. Er, Pesch, gehe aber davon aus, „dass wir das geregelt kriegen“ – und zwar auf mehr als Handschlag-Basis.

Es sind grundsätzlich Fördermittel am Markt.

Baudirektor Peter Pesch zu möglichen Zuschüssen

Die Fraktionen stehen grundsätzlich hinter dem Lückenschluss der Stadtstraße. „Im Moment ist es ein Torso“, meinte Ralph Perlewitz ( CDU ), „es ist absolut notwendig, dass sie jetzt vollendet wird.“ Er hoffe zwar auf „erhebliche Zuschüsse“, doch auch ohne werde die Straße „uns guttun“.

Da stimmte Andrea Kleene-Erke für die SPD zu. Zwar habe sich ihre Fraktion wegen der unklaren Förderung stets etwas schwer getan, doch: „Sie ist sinnvoll und notwendig.“ Weil die Signale für Fördergelder „ganz positiv“ aussehen, sei die SPD dafür, die Planung zu weiter voranzutreiben.

Unterführung oder Trampelpfad mit Steg?

Für den Bündnisgrünen Hubert Grobecker war die Unterführung noch nicht zufriedenstellend. Er ist kein Freund von Tunneln, ihm wäre ein offener Steg an der André-Marie-Brücke lieber. Bürgermeister Linke sagte Grobecker zu, dass das noch einmal überprüft werde. Während Mechtildis Wissmann (CDU) die Lösung in Müssingen für geeignet hielt – dort gibt es einen Trampelpfad unter der Emsbrücke – , hielt Peter Pesch es aus Sicherheitsgründen für besser, eine ganzährig befahrbare, also hochwassersichere Querungsmöglichkeit zu schaffen. Immerhin werde die Neue Ems ein großes Naherholungsgebiet. Da gab ihm Willi Schöning (CDU) Recht: „Wichtig ist, da eine Unterführung zu schaffen.“ Anderenfalls müssten die Bürger die Straße überqueren.  „Es gibt nichts Besseres, als wenn die Bevölkerung dahintersteht.“

Abgesehen von den zwei grünen Enthaltungen segnete der Ausschuss die weitere Planung mehrheitlich ab. Wie mehrfach berichtet, könnte der Bau im günstigsten Fall im Jahr 2021 oder 2022 beginnen.

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