Besucherrückgang und Umsatzeinbußen
Honky-Tonk-Festival vor dem Aus?

Warendorf -

Volle Kneipen gab es beim letzten Honky-Tonk-Festival nicht. Über Besucherrückgänge und Umsatzeinbußen klagten Veranstalter und Gastronomen. „Klar war das auch für uns als Veranstalter nicht lustig, mussten wir noch Geld mitbringen“, so Dominik Brähler, Geschäftsführer der Blues- Agency-Veranstaltungen GmbH und zuständig für 30 Honky-Tonk-Veranstaltungen. Und er denkt laut darüber nach, sich von Warendorf als Festival-Stadt zu verabschieden.

Donnerstag, 03.10.2019, 03:00 Uhr
Volle Kneipen gab es beim letzten Honky-Tonk-Festival nicht. Über Besucherrückgänge und Umsatzeinbußen klagen Veranstalter und Gastronomen.
Volle Kneipen gab es beim letzten Honky-Tonk-Festival nicht. Über Besucherrückgänge und Umsatzeinbußen klagen Veranstalter und Gastronomen. Foto: Archiv

Waren es früher mal über zehn Kneipen und Gaststätten in Warendorf, die beim Honky-Tonk-Festival mitmachten, sind es heute gerade mal sechs. Das letzte Festival, das außer der Reihe im Sommer statt im Herbst stattfand, lockte noch weniger Musikfans als in den Vorjahren vom heimeligen Sofa in die Kneipen.

„Die Resonanz war schlecht“, gesteht Dominik Brähler , Geschäftsführer der Blues-Agency-Veranstaltungen GmbH und zuständig für 30 Honky-Tonk-Veranstaltungen in Deutschland – darunter auch Warendorf. Er bestätigt den Besucherrückgang, was sich natürlich auf die schlechte Stimmung der Gaststättenbetreiber ausgewirkt habe, die am Veranstaltungstag über Umsatzeinbußen geklagt hätten. Zwei hätten bereits angekündigt, im nächsten Jahr wohl nicht mehr dabei zu sein.

Doch das letzte Wörtchen darüber sei noch nicht gefallen. Ob sich dann ein Festival in Warendorf noch lohne, so Brähler, sei fraglich. „Die Tendenz ist da, doch wir verabschieden uns immer ungern von einer Stadt. Wir werden jetzt erst einmal Ruhe einkehren lassen und den Standort noch einmal analysieren.“

Brähler wolle noch einmal mit allen teilnehmenden Gastronomen sprechen. „Klar war das auch für uns als Veranstalter nicht lustig, mussten wir noch Geld mitbringen.“ Und die Eintrittspreise künftig von 17 Euro (Abendkasse) auf 20 Euro anheben, das wolle man nicht. „17 Euro sind das Höchste der Gefühle.“ Sollte es in Warendorf wieder ein Honky-Tonk-Festival geben, dann auf jeden Fall im Herbst. Denn Ende August, bei 30 Grad, so der Veranstaltungschef, mache das keinen Sinn, sitze niemand gern in geschlossenen Räumen.

Ein Trend, den Brähler aber auch landauf und landab bemerkt: das Gastronomie-Sterben. Mit „Mr. Ed´s“ und Darup fehlten in Warendorf ja auch gleich zwei Kneipen. „Es ist keine Werbung für eine Stadt, wenn die Kneipen bei Honky Tonk leer bleiben.“

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