Streit um Nachfolgenutzung des Sägewerks Heitmann geht weiter
„Explizit für Museumsnutzung“

Warendorf -

„Ein sehr komplexes Thema. Es gibt noch Beratungsbedarf.“ Mit dieser Begründung hatte die CDU im Planungsausschuss den Antrag auf Absetzung des Tagesordnungspunktes „Nachfolgenutzung des Sägewerkes Heitmann“ gestellt. Einstimmig angenommen. Das Gros der Zuhörer im Rathaussaal war nur wegen dieses Tagesordnungspunktes gekommen.

Samstag, 05.10.2019, 05:00 Uhr

Das Gros der Zuhörer im Rathaussaal war nur wegen eines Tagesordnungspunktes gekommen: Nachfolgenutzung des Sägewerkes Heitmann in Vohren. Doch es dauerte keine zwei Minuten, da wurde der Tagesordnungspunkt abgesetzt. Die CDU hatte den Antrag gestellt – mit der Begründung: „Ein sehr komplexes Thema. Es gibt noch Beratungsbedarf.“ Die anderen Fraktionen folgten. Der Umwelt-, Planungs- und Verkehrsausschuss wird sich in seiner nächsten Sitzung wieder mit dem Thema beschäftigen. Dabei hatte die Verwaltung auf mehreren Seiten, und mit Untermauerung eines Schreibens der zuständigen Sachbearbeiterin der Bezirksregierung Münster, ausführlich dargelegt, warum die Stadt dem Antrag von Frank Heitmann (Eigentümer des ehemaligen Sägewerks) und Sergej Abrams (neuer Mieter) nicht folgt: „Die Ansiedlung eines Gewerbebetriebes am Standort Vohren widerspricht den landesplanerischen Zielsetzungen und planerischen Grundsätzen.“ Für Heitmann und Abrams absurd: „Es war immer eine Sägewerksnutzung. Die planungsrechtlich gesicherte Nutzung Aktivmuseum ist nicht von Belang.“ Ihre schriftliche Stellungnahme zur Sitzung: „Dann wären bereits der für das Planungsgrundstück derzeit gültige und eine Vielzahl anderer im Freiraum liegender Vorhaben, die mit Bebauungsplänen planungsrechtlich gesichert wurden, unzulässig gewesen.“

Wie berichtet, möchte Sergej Abrams, Geschäftsführer des gleichnamigen Unternehmens für Vermietung und Verkauf von Baukränen auf dem Gelände des ehemaligen Sägewerkes bleiben. Zu unrecht, findet die Stadt und hat bereits Zwangsgelder angeordnet. Jetzt droht die Räumung des Betriebs. Denn es handelt sich hier um ein Sondergebiet „Aktivmuseum für historische Landtechnik“. Die derzeitige Nutzung sei aber etwas ganz anderes, argumentiert die Stadt und zitiert die Bezirksregierung: „Ausnahmsweise können im regionalplanerische festgelegten Freiraum Bauflächen und -gebiete dargestellt und festgesetzt werden, wenn diese unmittelbar an den Siedlungsraum anschließen und die Festlegung des Siedlungsraums auf einer deutlich erkennbaren Grenze beruht, oder es sich um eine angemessene Erweiterung oder Nachfolgenutzung vorhandener Betriebsstandorte oder um eine Betriebsverlagerung zwischen benachbarten Ortsteilen handelt. Der Standort des aus einem landwirtschaftlichen Betrieb entstandenen Sägewerks wurde als privilegierte Nutzung im Freiraum zugelassen. Das Planungsrecht wurde explizit für eine Museumsnutzung geschaffen.“

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