Trend zur Sanierung
Warendorfer Wohnhäuser im Schnitt 47

Warendorf -

Das typische Warendorfer Wohngebäude ist im Schnitt rund 47 Jahre alt. Das passt zum Wert im Kreisgebiet. Der Wert basiert auf dem Median-Wert in Warendorf aus dem Zensus 2011. Zwar werden Immobilien von ihren Besitzern meist schon deshalb in gutem Zustand gehalten, um den Wert zu sichern.

Mittwoch, 09.10.2019, 17:00 Uhr
Eigentümer halten ihre Immobilien in Schuss. Niedrige Sparzinsen machen die Investition in größere Maßnahmen zusätzlich attraktiver.
Eigentümer halten ihre Immobilien in Schuss. Niedrige Sparzinsen machen die Investition in größere Maßnahmen zusätzlich attraktiver. Foto: LBS

Ein Wohngebäude in Warendorf ist im Durchschnitt rund 47 Jahre alt – es stammt rechnerisch aus dem Jahr 1972. Im gesamten Kreis Warendorf liegt der Schnitt ebenfalls bei 47 Jahren. Das Gebäudealter basiert auf dem Median-Wert in Warendorf aus dem Zensus 2011; aktueller Daten liegen nicht vor.

Zwar werden Immobilien von ihren Besitzern meist schon deshalb in gutem Zustand gehalten, um den Wert zu sichern. Aktuell sieht LBS-Gebietsleiter Reinhard Mersmann aber den besonderen Trend, dass auch größere Modernisierungen in Angriff genommen werden, die auf die Senkung des Energieverbrauchs zielen: „Je weniger Zinsen es auf den Spargroschen gibt, desto mehr investieren die Menschen in ihr eigenes Zuhause oder eine vermietete Wohnung. Sie senken langfristig ihre Betriebskosten und schaffen so einen zusätzlichen Baustein für ihre Altersvorsorge.“

Ein Fünftel der Selbstnutzer und fast ein Drittel der Vermieter sehen für ihre Immobilie derzeit hohen Modernisierungsbedarf. Das ergab die aktuelle Online-Umfrage „LBS Modernisierungstrends“, bei der über 2000 Hausbesitzer in NRW befragt wurden.

Komfortables Bad besonders wichtig

„An erster Stelle steht dabei der Wunsch nach einem komfortablen Bad, gefolgt von der Erneuerung von Fenster und Türen sowie der Heizung“, so Mersmann. Das sei in der Regel mit überschaubarem Aufwand umzusetzen.

Die Erfahrung des Immobilienexperten ist, dass aktuell das Interesse auch an größeren Maßnahmen steigt, wie zum Beispiel zur Dämmung des Gebäudes oder für einen barrierefreien Umbau. „Spargeld verliert derzeit täglich an Wert. Mit der sogenannten Dämmrendite habe ich gleich mehrere Anlagealternativen: Meine Betriebskosten sinken dauerhaft, und der Wert der Immobilie steigt genauso wie der Wohnkomfort“, so Mersmann. Auch die künftige Vermietbarkeit einer Wohnung lasse sich damit deutlich verbessern.

Neben den günstigen Bauzinsen gibt es vielfältige staatliche Förderprogramme für die Modernisierung. Allerdings ergab die Umfrage hier Nachholbedarf in der Ausgestaltung: 30 Prozent der Eigentümer und sogar 58 Prozent der Vermieter empfinden die Anträge bisher als zu bürokratisch und umständlich. „Auf die Unterstützung verzichten sollte man dennoch nicht. Eine seriöse Finanzierungsberatung umfasst immer auch die Prüfung aller Zuschussmöglichkeiten“, empfiehlt Reinhard Mersmann.

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