Bäckerei in Münsterstraße wird neues Leben eingehaucht
Schrunz kommt nach Warendorf

Warendorf -

Nachfolger mit sieben Buchstaben gesucht: Schrunz. 29 Filialen in und um Münster – jetzt kommt noch eine dazu. Die Bäckerei Schrunz aus Münster (Produktionsstandort Münster-Coerde) kommt nach Warendorf und zieht in die geschlossene Schmitz-Filiale an der Münsterstraße. Geplante Eröffnung: Nikolaus (6. Dezember). Jetzt wird erst einmal umgebaut.

Donnerstag, 10.10.2019, 09:26 Uhr aktualisiert: 10.10.2019, 14:18 Uhr
Blick in eine Schrunz-Filiale in Münster. So wie hier am Helene-Weigel-Weg soll das Café in Warendorf eingerichtet werden.
Blick in eine Schrunz-Filiale in Münster. So wie hier am Helene-Weigel-Weg soll das Café in Warendorf eingerichtet werden. Foto: Schrunz

29 Filialen in und um Münster – jetzt kommt noch eine dazu. Die Bäckerei Schrunz aus Münster (Produktionsstandort Münster-Coerde) kommt nach Warendorf und zieht in die geschlossene Schmitz-Filiale an der Münsterstraße. Die Eröffnung ist noch für dieses Jahr geplant, angepeilt ist Nikolaus (6. Dezember). Jetzt wird aber erst einmal umgebaut. Die Bauanträge sind gestellt.

Richtig schick soll es im Innern des Cafés werden: Eichendielen, Klinker und Holz. Die Backstube im hinteren Bereich soll dem Café zugeschlagen werden, wie Jörg Schrunz auf Anfrage unserer Zeitung verriet. Das heißt mehr Sitzplätze. Mit acht Mitarbeitern (vier Vollzeit und vier Teilzeit) möchte das Münsteraner Unternehmen in Warendorf an den Start gehen – unterstützt von Mutter und Sohn in der Anfangszeit.

Wer die Filialen des Familienunternehmens kennt, weiß, dass Eintöpfe, Quiche, Reibeplätzchen und Pfannkuchen zum wechselnden Mittagstisch gehören. Gekocht wird jeden Tag am Hauptsitz in Coerde, zwei Köche wurden dafür extra eingestellt. Mit Back- und Konditorwaren (allein elf Konditoren arbeiten im Betrieb) wird Warendorf drei Mal am Tag beliefert.

„Im zweiten Anlauf hat es geklappt, die Verträge sind unterschrieben“, freut sich Jörg Schrunz, der bereits vor fünf Jahren – aufgrund der guten Kontakte mit Bäckermeister Bernhard Stähler – seine Fühler nach Warendorf ausgestreckt hatte. Damals bekam allerdings die Bäckerei Schmitz den Zuschlag. Wie berichtet, ist diese fünf Jahre später in Schieflage geraten, hat Insolvenz beantragt und vier ihrer Filialen geschlossen – darunter Warendorf.

„Im Laufe der vergangenen Jahre ist unser Filialnetz stetig gewachsen“, so Jörg Schrunz, der die Bäckerei in dritter Generation gemeinsam mit seiner Schwester und seinen Eltern führt. 250 Mitarbeitern (Vollzeit und Teilzeit) hat das Familienunternehmen laut Homepage beschäftigt.

Zur Geschichte: Angefangen hat alles 1950: Maria Schrunz eröffnet ein Lebensmittelgeschäft in Billerbeck. Ihr Mann, Otto Schrunz, arbeitet damals als Bäckermeister bei der ortsansässigen Bäckerei Klaphake.

1955 mieten Maria und Otto Schrunz eine Backstube und eine Bäckerei mit Lebensmittelgeschäft in Münster auf der Wolbecker Straße. 1967: Umzug nach Münster-Coerde. 1974: Eröffnung der ersten Filiale an der Wolbecker Straße. Nach dem Tod von Otto Schrunz im Jahre 1986 wird der Betrieb von Maria Schrunz und ihrem Sohn Heinz-Ulrich und dessen Frau Renate geführt. Die Eröffnung eines Bistros, an der Hammerstraße in Münster, verändert das Geschäftsmodell auch qualitativ.

Eine Produktionserweiterung des Stammsitzes wird aufgrund der steigenden Zahl der Filialen unabdingbar. 1999 verstirbt Maria Schrunz. Der Betrieb wird von Heinz-Ulrich Schrunz und seiner Frau Renate geführt. Tochter Silke tritt in die Firma ein. Sie ist Konditormeisterin und Betriebswirtin des Handwerks. 2008 stößt Sohn Jörg Schrunz als diplomierter Volkswirt ins Unternehmen: „Wir nehmen die Anforderungen des Marktes an und entwickeln unser Marktsegment weiter, um unsere Nähe zu unseren Kunden, zielstrebig, konstruktiv, zeitnah und an ihren Bedürfnissen ausgerichtet weiter auszubauen.“ Den Standort in Warndorf hält der Volkswirt für sehr gut. Den Weg von Coerde nach Warendorf scheut er nicht. „Das ist genauso lang wie nach Emsdetten oder Amelsbüren. Wirtschaftlicher wäre es natürlich, wenn wir noch eine Filiale in Telgte hätten.“

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