Rat stimmt dritten Bauabschnitt zu – Grüne und FDP unter Bauchschmerzen
Lkw-Verbot auf Stadtstraße Nord?

Warendorf -

Einstimmig. Wenn auch mit „Bauschmerzen“ von Grünen und FDP, stimmten die Fraktionen im Rat der Stadt Warendorf in der jüngsten Ratssitzung für den Lückenschluss der seit vielen Jahren unvollendeten Stadtstraße Nord. Zur Not auch mit eigenen Geldern will die Stadt das Projekt vollenden – und dazu gehört auch ein Brückenschlag über die Ems.

Freitag, 18.10.2019, 12:16 Uhr
Zurzeit ist hier am Hellegraben kein Weiterkommen für Autofahrer. Das soll sich mit dem Brückenschlag über die Ems aber ändern. Bis 2023 soll der dritte Bauabschnitt der Stadtstraße Nord fertig sein
Zurzeit ist hier am Hellegraben kein Weiterkommen für Autofahrer. Das soll sich mit dem Brückenschlag über die Ems aber ändern. Bis 2023 soll der dritte Bauabschnitt der Stadtstraße Nord fertig sein Foto: Lowinski

Einstimmig. Wenn auch mit „Bauschmerzen“ von Grünen und FDP , stimmten die Fraktionen im Rat der Stadt Warendorf in der jüngsten Ratssitzung für den Lückenschluss der seit vielen Jahren unvollendeten Stadtstraße Nord. Zur Not auch mit eigenen Geldern will die Stadt das Projekt vollenden – und dazu gehört auch ein Brückenschlag über die Ems. Kosten des dritten und letzten Bauabschnitts der Stadtstraße Nord zwischen Bundesstraße 64 und Milter Straße: 8,8 Millionen Euro. Fertigstellung: 2023.

„Wir haben uns schwer getan“, gesteht Grünen-Fraktionschefin Jessica Wessels. Ihre Fraktion sehe aber letztendlich einen Mehrwert durch das parallel laufende Renaturierungsverfahren der Ems und dem in diesen Bereich gewonnenen Auenabschnitt. FDP-Fraktionsvorsitzende Dr. Beate Janinhoff forderte ein Lärmgutachten. Zum Schutz der Anlieger, insbesondere des Krankenhauses, müsse über ein Lkw-Durchfahrtsverbot auf der neuen Trasse nachgedacht werden. „Das angrenzende Wohngebiet darf nicht belastet werden.“ Hintergrund: die vollendete Stadtstraße Nord könnte Auswirkungen auf die Diskussion um die Notwendigkeit der geplanten Umgehungsstraße B 64n haben. Die FDP, so Janinhoff, habe immer den Standpunkt vertreten, den Lückenschluss der Stadtstraße Nord erst dann anzupacken, wenn das Planfeststellungsverfahren für die B 64n auf dem Tisch liegt. Sie hoffe, dass es nun auch dort endlich vorangeht.

Die Sozialdemokraten stimmten einem Lückenschluss zu. Zuvor hatte SPD-Fraktionschefin Andrea-Kleene-Erke kurz kritische Töne angestimmt. Wegen der unklaren Förderung habe sich ihre Fraktion stets schwer getan, halte den Lückenschluss aber für sinnvoll und notwendig.

CDU-Fraktionschef Ralph Perlewitz mahnte: „Wir sollten ohne zu zögern zustimmen. Den Mutigen winkt das Glück. Notfalls müssen wir den dritten Bauabschnitt selber finanzieren.“ Von dem Lückenschluss profitiere das künftige Baugebiet „In de Brinke“, betonte der CDU-Fraktionssprecher. Hier sei auch der Neubau der Feuerwache Nord geplant. Perlewitz: „Hier greift ein Rad ins andere. Der Lückenschluss ist unendlich wichtig für Warendorf.“

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