Claudia Lohmüller leitet Kita St. Johannes
Abenteuerlicher Auftakt mit 100 Prozent mehr Personal

Milte -

Turbulenter hätte der Einstieg in die neue Aufgabe kaum ausfallen können. Als Claudia Lohmüller im Januar die Leitung der Kita St. Johannes in Milte übernahm, traf sie auf ein Team von sechs Mitarbeiterinnen. Wenig später war das Team doppelt so groß und die Erweiterung des Kindergartens um eine Gruppe im Gespräch.

Montag, 21.10.2019, 18:12 Uhr aktualisiert: 21.10.2019, 18:16 Uhr
Claudia Lohmüller leitet seit Anfang des Jahres den Kindergarten St. Johannes in Milte.
Claudia Lohmüller leitet seit Anfang des Jahres den Kindergarten St. Johannes in Milte. Foto: Joke Brocker

Obschon sie seit 30 Jahren mit, wie sie sagt, „Leib und Seele“ Erzieherin ist, wollte Claudia Lohmüller es noch einmal wissen. Als der Ältere ihrer beiden Söhne mit der Ausbildung begann, drückte auch sie noch einmal die Schulbank, absolvierte berufsbegleitend eine Ausbildung zur Heilpädagogin und später ihren Fachwirt für Erziehungswesen. „Um Verwaltungsaufgaben gewachsen zu sein“, erklärt die 48-Jährige, die schon während ihrer Zeit als Heilpädagogin im Burgkindergarten in Wiedenbrück von einer Position in leitender Funktion geträumt hatte.

Als sie Anfang Januar die Nachfolge von Laura Niehues antrat – die langjährige Leiterin des Milter Kindergartens St. Johannes hatte sich in Mutterschutz und Elternzeit verabschiedet – hatte Claudia Lohmüller sich auf die Arbeit mit sechs Kolleginnen gefreut. Und nicht im Traum daran gedacht, bereits wenig später einem zwölfköpfigen Team vorzustehen. „Die Zukunftsvision hat mich eingeholt“, blickt sie schmunzelnd auf Tag vier ihrer Tätigkeit in Milte zurück.

An jenem Tag eröffneten Stadt und Kreisjugendamt der neuen Kita-Leiterin und Pfarrer Rainer Hermes, dass die Einrichtung dringend mehr Plätze für U3- und U2-Kinder benötige. Das bis dahin noch sechsköpfige Team, das zuvor schon Personalengpässe und den Umbau der Waschräume gewuppt hatte, trug die Botschaft des bevorstehenden Kindergartenumbaus im laufenden Betrieb mit Fassung. „Wow, toll, das kriegen wir hin“, teilte das Team die Einschätzung Claudia Lohmüllers, dass die Erweiterung eine „riesige Chance“ für die Kita sei. „Wir bieten jede Gruppenform an, für Kinder zwischen elf Monaten und sechs Jahren. Das wird in Zukunft gefragt sein. Und es ist toll, wenn wir das auf dem Land anbieten können“, sagt sie überzeugt. Die ersten Monate seien manchmal abenteuerlich gewesen, erzählt sie und erinnert an die Gespräche mit dem Architekten, die Anmeldung der zehn U3-Kinder, die Gründung der Froschgruppe, die Vorstellungsgespräche mit den neuen Kolleginnen.

Neun Monate später fühlt sich die Schmetterlingsgruppe in den für eine Übergangsphase umgebauten Räumen des Pfarrheims wohl. Voraussichtlich im Frühjahr sollen die Um- und Anbau-Maßnahmen am Kindergarten beginnen, für die Fördermittel aus verschiedenen Töpfen beantragt sind.

Abgeschlossen ist die Eingewöhnungsphase der Froschgruppen-Kinder. Neben allem Pflegerischen sei bei den Kleinsten, die in einem geschützten Raum mit eigenem Spielbereich betreut werden, Beziehungsarbeit das Nonplusultra, weiß die Kindergartenleiterin, die mittlerweile hauptsächlich mit Leitungsaufgaben beschäftigt ist. „Die Kleinen brauchen eine gute und verlässliche Bezugsperson. Und wir führen viele Gespräche mit den Eltern, sind sozusagen Familienbegleiter.“ Schließlich, so Claudia Lohmüller, solle es „hier allen gut gehen“.

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