Empfang zum Fettmarkt 2019
Tradition in einer modernen Stadt

Warendorf -

Seemannslieder zum Beginn, Gedanken eines Kaufmanns-Geistes über das moderne Warendorf und die Ehrung von Fliesenleger-Weltmeister Julian Kersting machten den Empfang zum Fettmarkt-Haupttag aus. Beim Turnier auf der Linnenwiese verunglückte eine Reiterin. Sie kam in die Uni-Klinik nach Münster.

Mittwoch, 23.10.2019, 17:22 Uhr aktualisiert: 23.10.2019, 20:39 Uhr
Ein Unikat für den Weltmeister: Bürgermeister Axel Linke übergibt Fliesenleger-Champion Julian Kersting eine Warendorf-Kachel.
Ein Unikat für den Weltmeister: Bürgermeister Axel Linke übergibt Fliesenleger-Champion Julian Kersting eine Warendorf-Kachel. Foto: Jörg Pastoor

Im Saal des historischen Ratssaals war nur noch wenig Platz, auf den Altstadt-Straßen und den Fettmarkt-Flächen nicht viel mehr – auch dank des fast perfekten Wetters war der 195. Fettmarkt überdurchschnittlich gut besucht. Ein Unfall am frühen Nachmittag während des Reitturniers auf der Linnenwiese trübte allerdings die Stimmung. Eine junge Reiterin musste nach einem schweren Sturz in die Uni-Klinik nach Münster gebracht werden.

Im Ratssaal hatte Bürgermeister Axel Linke morgens bei der Begrüßung zahlreicher Gäste aus Gesellschaft, Sport und Wirtschaft – besonders begrüßte er Landtagsmitglied Daniel Hagemeier – zunächst einen Blick auf ein anderes, in diesem Fall außerplanmäßiges Großereignis geworfen: den Hansetag im Mai. Durch vor allem ehrenamtlichen Einsatz habe die Stadtgesellschaft ein auch von auswärtigen Kennern hoch anerkanntes Fest auf die Beine gestellt, über 100 000 Besuchern Unterhaltung auf internationalem Niveau geboten. Das zeigte laut Linke einem Hansebund-Mitglied: „Warendorf kann wohl Großveranstaltungen“. Für Axel Linke ist klar: „Es war einfach großartig!“ Nachblättern konnten die Anwesenden das in einer gerade druckfrisch auf die Tische gelegten Bilderbroschüre.

Warendorf kann wohl Großveranstaltungen.

Ein Auswärtiger zur Qualität der Hansetage

Das Theaterstück um den Mord an Kaufmann Hudepohl, die Beleuchtung um den Emskolk und die Anlegestelle für Emspünten – das seien für ihn die Spitzen gewesen. Der Nachweis, ob Warendorf nun Hafenstadt war oder nicht? „Das sollen andere entscheiden“, so Linke augenzwinkernd.

Der gerade noch erwähnte Matthias Hudepohl, verkörpert von Schauspieler Markus von Hagen, erstand dann von den Toten auf und ließ seinen geist-vollen Gedanken über das Fettmarkt-Treiben im 21. Jahrhundert freien Lauf. Nach einem Lob für den „feinen Zwirn“ und die „trefflichen Steinhäuser“ im modernen Warendorf wunderte sich der Ratsherr und Tuchhändler: „Was Ihr alles verkauft?!“ Nur dass man heute „Flohmarkt“ dazu sage, das befremde ihn. Egal: Man werde eines Tages sagen können: „Diese Waren waren wahren Warendorfern von Vorteil.“

Es war einfach großartig!

Bürgermeister Linke über das Hansetags-Programm

Lob hatte die Kunstfigur für das starke Ehrenamt in der Stadt, das für eine „edle Gesinnung“ stehe. Ein Beispiel sei der Bus für Bürger. Polizei, Feuerwehr, caritative Dienste wie Malteser oder Rotes Kreuz – das alles habe es zu seinen Zeiten noch nicht in dem Maß gegeben. Warendorfs Ruf und Einfluss reichten sogar in „weit, weit entfernte Gegenden“ wie – Kunstpause – Freckenhorst, Müssingen oder Hoetmar.

Handwerks-Weltmeister Julian Kersting geehrt

Nach Applaus für Markus von Hagens Hudepohl und weiteren Songs der „Anchor Aweigh Boys“ kam noch Julian Kersting zu Wort. Der junge Fliesenleger-Weltmeister gestand auf Axel Linkes Fragen bescheiden, dass er sich auf seine ersten handwerklichen Erfolge zunächst wenig bis gar nicht vorbereitet, für die WM in Kasan aber ordentlich trainiert habe. Der Bürgermeister würdigte Kersting als jungen Vertreter modernen. leistungsfähigen Handwerks und schenkte dem Weltmeister unter dem Beifall der Gäste das Unikat einer Warendorf-Kachel.

362. Fettmarkt in Warendorf

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Nach dem Warendorf-Lied zu Heinrich Hellmanns Akkordeon und dem Töttchen-Essen begann dann der Prominenten-Rundgang über Fett- und Viehmarkt.  

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