Bauvoranfrage für Neuansiedlung
Stadt: Kein Platz für Elektrofachmarkt

Warendorf -

Dass einer im Einzelhandels-Besatz fehlt, ist bekannt. Der Fachmarkt, für den der Stadt jetzt eine Bauvoranfrage hat, soll aber an einem ihrer Ansicht nach ungeeigneten Platz entstehen. Eine Veränderungssperre soll her.

Mittwoch, 30.10.2019, 23:59 Uhr aktualisiert: 31.10.2019, 05:03 Uhr
Die Stadt will nach einer Bauvoranfrage für das Nahversorgungszentrum am August-Wessing-Damm einen neuen Bebauungsplan aufstellen, der dort einen Elektrofachmarkt untersagt.
Die Stadt will nach einer Bauvoranfrage für das Nahversorgungszentrum am August-Wessing-Damm einen neuen Bebauungsplan aufstellen, der dort einen Elektrofachmarkt untersagt. Foto: Jörg Pastoor

Ein großflächiger Elektrofachmarkt? Der fehlt in Warendorf, wie zuletzt auch die Fortschreibung des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes klar festgestellt hatte, als sie vor gut einem Jahr öffentlich wurde. Allerdings hatte schon während der Untersuchung der Bedarfe die Verwaltung ein anderes Revier dafür im Auge: am Bahnhof.

Die vor kurzem im Rathaus eingetroffene Bauvoranfrage für einen solchen Fachmarkt zielt auf eine Ecke am August-Wessing-Damm, die nach Ansicht der Verwaltung zentrenrelevant ist: das Nahversorgungszentrum an der Einmündung Hellegraben. Deshalb soll der neue Bebauungsplan 2.50 jetzt eine zweijährige Veränderungssperre regeln.

Wunschplatz am Schützenpark

Am 13. August, so die Vorlage für den Fachausschuss am Donnerstag, sei bei der Bauaufsicht besagte Voranfrage „zur Ansiedlung eines großflächigen Elektronikfachmarktes“ eingegangen.

Aus den ergänzenden Unterlagen für den Ausschuss wird die grobe Planung klar. Die aktuellen Gebäude mit mehreren Gewerbebetrieben – unter anderem ATU und Aldi – würden nach den eingereichten Plänen zugunsten eines großen Parkplatzes entlang Hellegraben und Münsterweg verschwinden. Etwa im Bereich des heutigen K+K am Schützenpark sähe die Planung für die Bauvoranfrage ein Gebäude mit einer Verkaufsfläche von 1450 Quadratmetern und maximaler Höhe von zehn Metern vor.

Da der aktuelle B-Plan 2.07 zwar eine solche Nutzung ausschließt, die Rechtsprechung sich aber weiterentwickelt habe, empfiehlt die Verwaltung die Aufstellung eines neuen Bebauungsplans, um nicht durch eine Klage den Fachmarkt doch zulassen zu müssen.

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