Investitionen sind eingeplant
Millionen fürs Abwasser

Warendorf -

Die Technik der Kläranlage ist zum Teil veraltet und muss ersetzt werden, einige größere Bauvorhaben im Kanalnetz sind ebenfalls fällig: Für die Abwasserbeseitigung werden beachtliche Ausgaben.

Samstag, 02.11.2019, 06:00 Uhr
Teile der Kläranlagentechnik sind störanfällig und entsprechen nicht modernen Standards. Deshalb ist es Zeit für Ersatz, der siebenstellige Investitionen erfordert.
Teile der Kläranlagentechnik sind störanfällig und entsprechen nicht modernen Standards. Deshalb ist es Zeit für Ersatz, der siebenstellige Investitionen erfordert. Foto: Jörg Pastoor

Zur Kenntnis genommen haben die Mitglieder des Betriebsausschusses des Abwasserbetriebes in ihrer jüngsten Sitzung den Vermögensplan für das Jahr 2020 und die Finanzplanung für die Jahre 2011 bis 2013. Betriebsleiter Ralf Bücker berichtete den Ausschussmitgliedern über die anstehenden Projekte, unterteilt nach allgemeinen Investitionen, Investitionen in Kanäle und Sonderbauwerke, Erschließungsgebiete sowie Investitionen in Abwassereinigungsanlagen.

So seien beispielsweise unter den allgemeinen Investitionen im Plan 2020 in Höhe von insgesamt zwei Millionen Euro die allgemeinen Planungskosten mit 120 000 Euro (Vorjahr 90 000 Euro) eingestellt worden, um auf unterschiedlichen Ebenen in Zukunft handlungsfähig zu bleiben und zügig reagieren zu können. Im Plan 2020 sind die Investitionen für die Bereiche Beschaffung von beweglichem Vermögen, Verwaltung, Büro- und Geschäftsausstattung mit 35 000 Euro veranschlagt (25 000 Euro im Vorjahr), weil sich für den Abwasserbetrieb zum Teil eine neue Raumsituation auftut.

Zu den Investitionen, die im Vermögensplan 2020 mit insgesamt 1,785 Millionen Euro für Kanal- und Sonderbauwerke eingestellt sind, erläuterte Bücker die einzelnen geplanten Maßnahmen, darunter notwendige Kanalerneuerungen im Bereich Querstraße, Bergstraße, Hardystraße und Katharinenstraße, Münsterstraße (ISEK) sowie die Abschlussarbeiten der Kanalerneuerung im Bereich Milter Straße.

Kanalerneuerungen und Erschließungsgebiete

Auch Kanalrenovierungsmaßnahmen stehen im Plan 2020 an: im Bereich Wilhelmstraße, Geiske, Gartenstraße und Badestraße.

Für die Erschließungsgebiete In de Brinke, westlich Grüner Markenweg, Östliche Ortserweiterung Milte, Hoetmar Nord Ost, Rietberger Weg, Drosselweg sowie für das Gewerbegebiet westlich Raiffeisenstraße und die Baulandentwicklung Müssingen sind insgesamt 4,1 Millionen Euro an Planungs- und Entwicklungskosten im Plan 2020 eingestellt – laut Bücker in enger Abstimmung mit der städtischen Bauverwaltung.

Ein Posten von 4,73 Millionen Euro sieht der Vermögensplan 2020 für Investitionen in Abwasserreinigungsanlagen vor. Darunter sind einige dicke Posten wie 750 000 Euro für die Sanierung der technischen Einrichtungen und Zwischenpumpen in der Kläranlage Warendorf. „Die stammen aus dem Jahr 1992, das muss mit neuer Technik überplant werden“, sagt Bücker.

1,5 Millionen Euro sind als große Planungssumme aufgrund einer europaweit erforderlichen Ausschreibung auch für die zukünftige Sanierungsplanung für den Zulaufbereich und das Regenrückhaltebecken der Kläranlage Warendorf eingeplant. Mammutposten Nummer drei: Der Bau eines Schmutzwasserpumpwerks an der Reichenbacher Straße mit einer Anbindung an den Kanal ist mit 1,1 Millionen Euro veranschlagt. In drei Schritten soll die Umsetzung des neuen Pumpwerks erfolgen. Bis zur nächsten Sitzung am 25. und 26. November können aber laut der Sitzungsvorlage noch Änderungen zu den ausgeführten Planungen erfolgen.

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