Verein braucht Unterstützung
Asyl ist auf den Hund gekommen

WareNdorf -

Für den Anfang reichen rund 5300 Euro: Damit will der Förderverein des Freckenhorster Hundeasyls eine Machbarkeitsstudie bezahlen – als Basis für die Sanierung.

Dienstag, 05.11.2019, 06:00 Uhr
Die Zwinger im Freckenhorster Tierasyl haben undichte Dächer, keine funktionierende Be- und Entwässerung. Der Förderverein hat einen Zuschussantrag für eine Machbarkeitsstudie gestellt.
Die Zwinger im Freckenhorster Tierasyl haben undichte Dächer, keine funktionierende Be- und Entwässerung. Der Förderverein hat einen Zuschussantrag für eine Machbarkeitsstudie gestellt. Foto: WN-Archiv

Der Verein zur Förderung des Hundeasyls Freckenhorst möchte Geld: Mit rund 5300 Euro könnte er eine Machbarkeitsstudie für ein Konzept zur artgerechten Tierhaltung an der Feidiekstraße bezahlen. Das Angebot eines Ingenieurbüros liegt dem Verein vor. Es ist Gegenstand im nächsten Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschuss am 11. November.

Die Anlage des Hundeasyls sei „mittlerweile sehr marode“ und bedürfe großer Investitionen, die sich der Verein allein aber nicht leisten könne, so Vorsitzende und Tierheimleiterin Kathrin Lindpere im Namen des Vorstands. Weil alle Gelder in die Versorgung der Hunde fließen, seien keine großen Investitionen möglich.

Machbarkeitsstudie soll Lösungen zeigen

Als eine der „obersten Prioritäten“ beschreibt Lindpere unter anderem einen Anschluss ans Abwassernetz; Frischwasser kommt aus dem Brunnen. Das Abwasser in einer Zisterne zu sammeln, funktioniere wegen defekter Rohre nicht mehr, die wegen falscher Verlegung oder Wurzelschäden kaputt seien. Bei Regen flössen Fäkalien zurück in die Zwingerbereiche.

Bei Regen fließen Fäkalien zurück in Zwinger

Deren Dächer – der Belag enthalte Asbest und müsse fachgerecht entsorgt werden – seien undicht. Das führe zu Schäden, was „sehr schade“ sei, weil nach Einbau der Fußbodenheizung „alles hübsch renoviert“ worden ist. Im Bereich des Tierheims müsse ein komplett neues Wassersystem verlegt werden – im aktuellen gebe es nur eine Zapfstelle für warmes Wasser. „Seit über 40 Jahren“, schreibt Kathrin Lindpere, „sind wir der Partner in Sachen Fundhunde, Sicherstellungen oder Beschlagnahmen für die Kommunen des Kreises Warendorf“ mit neun Kommunen im Einzugsgebiet.

Die nun kalkulierte Machbarkeitsstudie hat zunächst eine Bestandsanalyse zum Ziel: Wie sieht es mit Ver_ und Entsorgung, Gebäudesubstanz und Energiebilanz aus? Wie ist das Flächenangebot? Welche baulichen Eingriffe empfehlen die Gutachter? Sind Anbauten oder Erweiterungen nötig?

Die Ausschuss-Sitzung beginnt um 17 Uhr im Saal des historischen Rathauses.

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