Nach zehn Jahren „ohne“
Musical-Abstinenz soll ein Ende haben

Warendorf -

Im Theater am Wall soll das Genre Musical wiederbelebt werden. Zum ersten Infotreffen kamen gleich rund 40 Interessierte. Es scheint also einen Bedarf zu geben.

Freitag, 08.11.2019, 13:50 Uhr aktualisiert: 08.11.2019, 17:50 Uhr
Es gibt schon Interessenten für ein neues, eigenes Musicalprojekt des Theaters am Wall.
Es gibt schon Interessenten für ein neues, eigenes Musicalprojekt des Theaters am Wall. Foto: Rebecca Lek

„Ich bin überwältigt von der Resonanz“, meinte André Auer vom Vorstand des Theaters am Wall bei der ersten Besprechung für ein Musicalkonzert im Dachtheater des TAW. Schnell mussten noch ein paar Stühle beschafft werden, denn die Organisatoren hatten nicht damit gerechnet, dass gut 40 Interessierte zu der Auftaktveranstaltung kommen würden. „Wir haben aber immer noch Platz für mehr Leute“, betonte Georg Potthoff , Leiter der Big Band an der Schule für Musik.

Nach gut zehn Jahren „Musicalabstinenz“ möchte das TAW in Kooperation mit der Schule das Genre wieder auf die Warendorfer Bühne bringen. Ihr Ziel ist ambitioniert, denn der erste Auftritt soll bereits im September 2020 stattfinden. „Wir haben uns entschieden, kein komplettes Musical zu nehmen, sondern ein Konzert aus mehreren Stücken zusammen zu bauen. Das ist handhabbarer und überfordert uns im ersten Schritt nicht direkt“, erklärte Auer den Plan.

Ich bin überwältigt von der Resonanz.

André Auer staunte über gut 40 Interessenten

Ein genaues Konzept liegt nicht vor, sondern soll gemeinsam mit dem enstehenden Ensemble entwickelt werden. Bereits bei der Auftaktveranstaltung sprudelten die Anwesenden vor Ideen über. Großen Anklang fand die Idee, die Vorstellung aufzuteilen: ein Potpourri aus Stücken, die in Warendorf gelaufen sind, oder ein ein Ausblick, sprich neue, moderne Stücke. Als „Warendorfer Musical“ könnte darum eine ganz eigene kleine Geschichte entstehen. Ob diese Idee umgesetzt wird oder andere entstehen, bleibt abzuwarten. „Wir sollten versuchen, einen dramaturgischen Bogen zu spannen, auch mit etwas Szenenarbeit. Für den Anfang darf es nicht zu viel Choreographie sein“, stellte Georg Potthoff seine Vision vor, Damit möchte er langfristig eine „freie Musicalszene etablieren“.

Projekt braucht mehr als Sänger und Musiker

Neben Musikern und Sängern werden weitere Akteure für Musicals benötigt: Maskenbildner, Bühnenmaler, Regisseure und vieles mehr. „Wir beginnen mit einem kleinen Pflänzchen, das zu einem Musicalbaum wachsen soll“, so Potthoff. Zu Beginn sollen die Sänger und Musiker unabhängig voneinander proben, der Plan steht noch nicht fest. Im ersten Schritt müssen Lieder gewählt werden, die das Ensemble einüben kann.

Am Abend meldeten sich sowohl Solisten wie auch am Chor und am Orchester Interessierte. Auch weiterhin sucht die Truppe noch Unterstützung, insbesondere Männerstimmen und junge Akteure würden das Gesamtarrangement abrunden. Das Projekt steht jedem offen. Interessierte können sich unter musical@theateramwall.de direkt melden. Sobald weitere Termine feststehen, werden diese über die lokale Presse und das Internet bekannt gegeben.

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