Jetzt doch am Schützenpark?
E-Fachmarkt soll kommen

WareNdorf -

Eine Mehrheit aus CDU, FWG und FDP will gegen fachliche Bedenken der Verwaltung einen Bebauungsplan mit dem Ziel, einen Elektronik-Fachmarkt an der B64 anzusiedeln. Man suche schon viel zu lange.

Freitag, 08.11.2019, 17:50 Uhr aktualisiert: 08.11.2019, 19:50 Uhr
Im Nahversorgungszentrum zwischen B 64, Hellegraben und Schützenpark möchte sich ein Elektronik-Filialist ansiedeln. Die Mehrheit im Fachausschuss möchte den Weg dafür freimachen – auch gegen die Empfehlung des Einzelhandelskonzepts.
Im Nahversorgungszentrum zwischen B 64, Hellegraben und Schützenpark möchte sich ein Elektronik-Filialist ansiedeln. Die Mehrheit im Fachausschuss möchte den Weg dafür freimachen – auch gegen die Empfehlung des Einzelhandelskonzepts. Foto: Jörg Pastoor

„Es kann nicht sein, dass wir hier in der Kreisstadt keinen Elektronik-Fachmarkt haben!“ Willi Schöning ( CDU ) musste das mal loswerden, als der Umwelt-, Planungs- und Verkehrsausschuss Donnerstagabend darüber stritt, ob so ein Geschäft an der B 64 zugelassen werden solle.

Er soll. Wenn es nach der Mehrheit (aus CDU, FWG und FDP ) geht, kann für den namentlich noch nicht genannten Interessenten der Weg in das Nahversorgungszentrum zwischen Hellegraben und Schützenpark freigemacht werden. Auch auf die Gefahr hinaus, dass das Regierungspräsidium sich aus planerischen Gründen daran stören könnte.

Es kann nicht sein, dass wir hier in der Kreisstadt keinen Elektronik-Fachmarkt haben!

Willi Schöning (CDU)

Die Diskussion hatte mehrere Facetten. Der Verwaltungsempfehlung, wegen der Regeln des Einzelhandelskonzepts dort keinen solchen Markt zuzulassen, wollten CDU, FWG und FDP nicht folgen. Dafür wolle man schon zu lange so ein Unternehmen – dessen Fehlen ja auch das Konzept bemängele.

SPD und Grüne waren der Meinung von Baudirektor Peter Pesch und Sachgebietsleiterin Doris Krause, die sich auf die Aussagen des Handelskonzepts bezogen: Fachmarkt ja, aber wegen des zentrenrelevanten Sortiments nicht dort. „Ich bedauere den Tag, an dem ich dem Konzept zugestimmt habe“, beschwerte sich Monika Walter-Kaiser (SPD). Zuerst sollte es eine Ausnahme für Lidl geben, jetzt für den Elektroniker? Und überhaupt: „Wie soll das verkehrstechnisch gehen – das ist doch jetzt schon Chaos?“

Jahrelange Standortsuche ohne Erfolg

Angesichts der Branchenlage fragte sich Jessica Wessels für die Grünen, ob so große Geschäfte überhaupt noch zeitgemäß seien. Doch auch Andrea Blacha (CDU) erinnerte an die jahrelange, erfolglose Suche nach einem Standort. Jetzt sei es Zeit.

Die neunköpfige Ausschuss-Mehrheit stimmte für eine auf CDU-Initiative geänderte Empfehlung, dort einen Bebauungsplan mit dem ausdrücklichen Ziel aufzustellen, einen Elektronik-Fachmarkt ansiedeln zu wollen – gegen die sechs Stimmen von SPD und Grünen.  

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