Stiftsmarkt
Gefährliches Pflaster

FReckenhorst -

Ginge es nach der FDP würde das Pflaster auf dem Stiftsmarkt am besten sofort gegen ein Betonsteinpflaster ausgetauscht. Der Bezirksausschuss verständigte sich jetzt aber darauf, die Verwaltung erst einmal die stadtplanerischen Grundlagen bearbeiten zu lassen.

Freitag, 08.11.2019, 18:42 Uhr
Zurzeit sind die breiten Fugen des Stiftsmarktes weitgehend vermoost. Passanten, die den Platz mit Rollatoren, Rollstühlen, Kinderwagen oder Fahrrädern betreten, beklagen Fugen und Unebenheiten.
Zurzeit sind die breiten Fugen des Stiftsmarktes weitgehend vermoost. Passanten, die den Platz mit Rollatoren, Rollstühlen, Kinderwagen oder Fahrrädern betreten, beklagen Fugen und Unebenheiten. Foto: Joke Brocker

Ein gefährliches Pflaster – und das ist durchaus wörtlich zu nehmen – ist der Stiftsmarkt. Nicht nur die FDP-Fraktion moniert große Fugen im Natursteinbelag, die Nutzern von Rollatoren, Rollstühlen oder Kinderwagen Probleme bereiten. Eine „Katastrophe“ sei das Pflaster nicht nur für Fußgänger, sondern auch für Radfahrer, sieht auch Ortsunionschef Martin Richter dringenden Handlungsbedarf.

Einem Antrag der FDP-Ratsfraktion, die Naturgroßstein-Oberfläche auf dem Stiftsmarkt gegen Betonstein auszutauschen und diese Maßnahme in den aktuellen Haushaltsberatungen zu berücksichtigen, erteilten die Ausschussmitglieder im Bezirksausschuss am Mittwoch allerdings – erst einmal – eine Absage. Und folgten damit einem Vorschlag der Verwaltung.

„Wir müssen uns grundsätzlich mit dem Thema auseinandersetzen“, hatte Baudirektor Peter Pesch festgestellt, nachdem er das Für und Wider eines Pflasteraustauschs auf der etwa 4000 Quadratmeter großen Innenfläche des Platzes, die mit 500 000 Euro zu Buche schlüge, oder einer Fugenerneuerung mit einem Kostenaufwand von 285 000 Euro und einer Halbwertzeit von fünf bis zehn Jahren erörtert hatte. Die Verwaltung schlage daher vor, zunächst die stadtplanerischen Grundlagen zu bearbeiten.

Das wäre gewiss ganz im Sinne der CDU-Fraktion, die schon vor über einem Jahr eine Verkehrsberuhigung für den Stiftsmarkt gefordert, den Durchgangsverkehr beklagt und die Parkplatzfunktion des Platzes infrage gestellt hatte. Erst wenn ein Nutzungs- und Verkehrskonzept für den Platz vorliege, könne man sich Gedanken über Gestaltung und Kosten machen, meinte Pesch. Auch gelte es zu klären, ob (ISEK-) Fördermittel akquiriert werden können. Der Klärungsprozess werde unter Einbindung des Bezirksausschusses und der Freckenhorster Bevölkerung erfolgen müssen.

Bereits im Zuge der Etatberatungen wenige Minuten zuvor hatte Martin Richter mit Blick auf eine Position im städtischen Haushalt, die 30 000 Euro für die Umgestaltung von Industrie- und Dreesstraße vorsieht, einen vergleichbaren Investitions-Pool für die Sanierung des Stiftsmarktes angeregt, aus dem beispielsweise die Grundlagen-Arbeit finanziert werden könnte. Ein Vorschlag, für den sich alle Ausschussmitglieder erwärmen konnten.

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