Offene Bühne unterm TAW-Dach
Von Song-Klassikern bis zu Gedichten

warendorf -

Das Dachtheater im Theater am Wall war bis zum letzten Platz besetzt – November-Jour-Fixe. Diesmal gab es eine Mischung aus Musik, Poesie und Prosa.

Montag, 11.11.2019, 18:40 Uhr aktualisiert: 15.11.2019, 16:34 Uhr
Lucia Zamolo liest aus ihrem Buch „Rot ist doch schön“, in dem sie das Thema Menstruation behandelt.
Lucia Zamolo liest aus ihrem Buch „Rot ist doch schön“, in dem sie das Thema Menstruation behandelt. Foto: Rebecca Lek

Ein buntes Programm erwartete die zahlreichen Zuschauer der November-Ausgabe des Jour fixe im Theater am Wall. Auf der „offenen Bühne“ können Künstler ihre Talente den Zuschauern präsentieren. Seit Jahren hat dieses Format nun Tradition: Die Künstler erhalten keine Gage, die Zuschauer wiederum müssen keinen Eintritt zahlen.

Am Freitagabend begann die Band „No Limits“. Michael Jahnig (Gesang), Dr. Clemens Leonhard (Klavier), Philipp Bussmann (Schlagzeug), Sascha Willam (Bass), Philipp Fister (Gitarre), Mechthild Theilmeier (Orgel) und Jürgen Knautz (Leiter und an den Kongas) heizten dem Publikum mit aktueller Musik und Klassikern aus dem American Songbook ein.

Ich habe als Jugendlicher schon Gedichte geschrieben(...)

Berthold Vilbusch

Ernstere Töne schlug Berthold Vilbusch mit seinen „Texten in Reimform“ an. „Ich habe als Jugendlicher schon Gedichte geschrieben, um Frust loszuwerden, irgendwann aber wieder aufgehört“, verriet der Oelder. Er begann erst wieder, als er seine Frau kennenlernte – dann natürlich mit Liebesgedichten. Beim Jour fixe begeisterte er mit einer Mischung aus Selbstironie und einem kritischen Blick auf die Gesellschaft.

Ein weiterer Wortbeitrag kam von Lucia Zamolo. Die gebürtige Warendorferin stellte ihr Buch „Rot ist doch schön“, das im vergangenen Monat den Illustrations-Nachwuchspreis „Serafina“ gewann, vor. Alles dreht sich rund um das Thema Menstruation. Einige Seiten ähnelten einem Tagebuch, andere eher einem Selbsttest aus einer Teeniezeitung, weitere enthielten Definitionen. „Ich habe viel recherchiert und muss sagen: Das Meiste wird von Männern gesagt“, berichtete die Autorin über die Entstehung. Daraufhin verlas sie einige Definitionen, unter anderem von Aristoteles und Hippokrates und erntete damit einige Lacher. Gleichzeitig präsentierte sie Sprüche, die sie selber zu hören bekommen hat und beschrieb eigene Erlebnisse. „Man sollte stolz darauf sein, seine Menstruation zu bekommen. Menstruation bedeutet Leben!“, betonte Zamolo und erhielt dafür tosenden Beifall.

Männliche Gedanken über die Menstruation

Als letztes stand ein Gesangstrio auf der Bühne. Unter Begleitung von Klaus Hoffmann am Klavier sangen Martin Bischoff, Jochen Walter und Werner Letz den Antikriegs-Klassiker „Es ist an der Zeit“ von Hannes Wader und „Die Freiheit“ von Georg Danzer.

Anschließend verließ Jochen Walter die Bühne. Bischoff und Lenz griffen zur Gitarre und spielten weitere Lieder zum Thema Frieden. Gleichzeitig machten sie so Werbung für die Veranstaltung „Lieder für den Frieden“ am Volkstrauertag, 17. November, um 19.30 Uhr im Theater am Wall.

Randvoll: Beim November-Jour-Fixe gab es keinen freien Stuhl mehr.

Randvoll: Beim November-Jour-Fixe gab es keinen freien Stuhl mehr. Foto: Rebecca Lek

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