Fakten zu Warendorfs neuem Stadtteil
Untertage Richtung Norden

Warendorf -

Mit dem zweiten Bauabschnitt der Kanalarbeiten in der Milter Straße steht nun der Erschließungsstart im Baugebiet In de Brinke bald an. Aktuell graben noch Archäologen im südlichen, ersten Teil. Kommende Woche geht es in der Milter Straße los - diesmal nur mit halbseitigen Sperrungen.

Dienstag, 12.11.2019, 13:34 Uhr
Wo es grün ist, geht es im Baugebiet zuerst los: Sachgebietsleiter Christoph Schmitz, Abwasserbetriebsleiter Ralf Bücker und Baudirektor Peter Pesch (v.l.) bei der Präsentation des neuen Stadtteils In de Brinke.
Wo es grün ist, geht es im Baugebiet zuerst los: Sachgebietsleiter Christoph Schmitz, Abwasserbetriebsleiter Ralf Bücker und Baudirektor Peter Pesch (v.l.) bei der Präsentation des neuen Stadtteils In de Brinke. Foto: Jörg Pastoor

Erst blau, als nächstes gelb und dann grün: So einfach könnte man die Farbenlehre für den neuen Stadtteil Warendorfs im Norden schematisieren. Tatsächlich steckt dahinter ein organisatorisch und zeitlich eng verzahntes Drehbuch mit verschiedenen Kapitel aus den Bereichen Tief- und Straßenbau fürs Baugebiet In de Brinke.

Zunächst einmal ist wieder der Abwasserbetrieb unter der Milter Straße „unterwegs“. Nächste Woche beginnt die Arbeit an der Kreuzung Zur Leinenwiese / An der Feldmark. Voraussichtlich zehn Wochen lang wird von dort aus der Schmutzwasserkanal weiter Richtung Kreisverkehr gebaut. Trost: Dafür sind nur teilweise halbseitige Sperrungen nötig, weil die Leitungen unterirdisch gebohrt werden.

Mit dem nördlichen Teil kommen wir dann ins Jahr 2021.

Peter Pesch zum zweiten Erschließungsschritt

Auch unterm Kreisel, das teilten Baudirektor Peter Pesch, Sachgebietsleiter Christoph Schmitz und Abwasserbetriebs-Leiter Ralf Bücker der Presse Dienstagmorgen mit, schafft eine Spezialfirma per Bohrer Platz für die 1,20-Meter-Rohre.

Archäologoische Grabungen im Acker.

Archäologoische Grabungen im Acker. Foto: Jörg Pastoor

Danach gibt es die einzige Vollsperrung für den Straßenverkehr: Die Stadtstraße Nord bekommt aus beiden Richtungen je eine Abbiegespur für das künftige Baugebiet – macht vier Meter Breite obendrauf. Das gehe nur unter Sperrung. Laut Christoph Schmitz gibt es Ausnahmen für Anlieger.

Wenn das Abwasserrohr unterirdisch ins Gebiet verlegt ist, geht die Verbreiterung der Stadtstraße los. „Im Großraum Februar“ rechnet Peter Pesch dann mit dem symbolischen Spatenstich für die ersten beiden Abschnitte des Baugebiets im Süden. Etwa im Juni 2020 wird abseits der Straße das neue Regenrückhaltebecken gebaut, das das Regenwasser aus dem Baugebiet sammeln wird. Rund ein Drittel aller Wohneinheiten wird dort nach seiner Schätzung Platz haben.

Im Großraum Februar gibt es den Spatenstich.

Baudirektor Peter Pesch

Zuvor müssen die Bodenarchäologen des Landschaftsverbands ihre vertiefenden Grabungen im Bereich der alten Landwehr abschließen – sie laufen gerade.

An dieser Stelle erhält die Stadtstraße Nord zwei Abbiegespuren. Das bedeutet acht Wochen Vollsperrung.

An dieser Stelle erhält die Stadtstraße Nord zwei Abbiegespuren. Das bedeutet acht Wochen Vollsperrung. Foto: Jörg Pastoor

Im dritten oder vierten Quartal des nächsten Jahres werden dann die ersten Bauherren ihre Grundstücke herrichten können. Die Erschließung sollte dann beendet sein. „Mit dem nördlichen Teil kommen wir dann ins Jahr 2021“, so Pesch. Dessen Farben im Ausbauplan sind rot unterlegt. Die Baufirmen kommen alle aus der Region.

Quadratmeterpreise ergeben sich später

Die Stadt schießt die rund 15 Millionen Euro für die Erschließung von In de Brinke vor. Nach den tatsächlichen Kosten richtet sich dann der Quadratmeterpreis, den der Rat für den Verkauf der Parzellen in städtischem Besitz aufruft; rund die Hälfte der Fläche gehört ihr nicht.

Unterm Kreisel Milter Straße wird das Kanalrohr per Bohrung verlegt.

Unterm Kreisel Milter Straße wird das Kanalrohr per Bohrung verlegt. Foto: Jörg Pastoor

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