Ein Spiel für mehr Lebensqualität
Die Bücherei gewinnt immer

Warendorf -

„Nehmen Sie sich 15 Minuten Zeit für mehr Lebensqualität in Warendorf“ bittet das Büchereiteam und bietet Jung und Alt ein Spiel an. Mit Hilfe von 35 Aktivitätskarten will Birgit Lücke herauskitzeln, welche Bedürfnisse die Bürger haben – und welche davon die Bücherei befriedigen kann. Das alles, so die Teamleiterin der Stadtbücherei, ist ein Baustein im Rahmen des Projektes mit dem etwas sperrigen Titel „Warendorf – lebenswert und zukunftssicher gefördert im Fond hochdrei von der Bundesregierung“.

Freitag, 15.11.2019, 16:46 Uhr aktualisiert: 15.11.2019, 16:50 Uhr
Neue Bücherei Warendorf – Das Spiel: Medienpädagogin Lisa Woitschikowski (l.) und Birgit Lücke, Teamleitung Stadtbücherei, bei der Vorstellung des mobilen „Umfragewagens“ mit Spielbrett, magnetischen Aktivitätskarten und dem Arbeitsblatt.
Neue Bücherei Warendorf – Das Spiel: Medienpädagogin Lisa Woitschikowski (l.) und Birgit Lücke, Teamleitung Stadtbücherei, bei der Vorstellung des mobilen „Umfragewagens“ mit Spielbrett, magnetischen Aktivitätskarten und dem Arbeitsblatt. Foto: Michèle Waßmann

Dabei sollen Büchereien immer vielseitiger werden. Zu einem Ort, an dem man Dinge tun kann, die zu Hause (sogenannter Erster Ort) oder am Arbeits- beziehungsweise Ausbildungsplatz (Zweiter Ort) nicht möglich sind, einem sogenannten dritten Ort. Und genau da setzt das Spiel an, mit dem das Team herausfinden möchte, wie die Bücherei zu so einem Ort werden kann, wie die Räume dafür aussehen sollen und welche Anforderungen sie erfüllen müssen. Lücke weiß, dass eine schlichte Umfrage nicht immer zum gewünschten Erfolg führt. „Schnell kommen dann Antworten wie mehr Kaffee, mehr Krimis oder mehr Videospiele, wir wollen aber weiter denken und planen.“ Daher wurde die Firma Freimeister & krauses Projektdesign mit der Entwicklung eines entsprechenden Spieles beauftragt. Sie leistete ganze Arbeit. Herausgekommen sind ein Spielewagen mit Magnettafeln und ein buntes Arbeitsblatt. Es gibt auch zehn kleinere Versionen für Schulen und Vereine. Jeder, der mitmachen möchte, ist willkommen. Ziel ist es, bis Weihnachten mindestens 1000 ausgefüllte Bögen zur Auswertung in Mönchengladbach abgeben zu können. Schon im Januar will die Firma, die das Spiel auch erstellt hat, die Ergebnisse vorstellen. Zum Frühjahr hin soll das Raumkonzept stehen, das möglichst viele Bürgerwünsche erfüllt. Eine erste Vorstellung soll wenig später im Kulturausschuss erfolgen.

Doch zurück zum spielerischen Part: mit spontanen antworten und überlegten Platzierungen werden die Aktivitätskarten verteilt. Herauskommen soll, was geht wo besonders gut oder gar nicht. Zuhause, am Arbeitsplatz oder in der Bücherei – aber vor allem was geht – bis jetzt – nicht. Wer sich auf das Spiel einlässt, merkt schnell , dass es sehr viel effektiver und persönlicher ist als ein reiner Fragebogen. Man erfährt auch einiges über sich selbst und die eigenen Bedürfnisse. Dazu besteht die berechtigte Hoffnung, dass Wünsche wahr werden. Allerdings räumt Lücke schmunzelnd ein: „ Hierbei gewinnt die Bücherei gewinnt immer“ – und mit ihr natürlich auch die Warendorfer Bürger. Mitspielen kann ab sofort jeder am Info-Point im ersten Stock.

 

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