Parkraumbewirtschaftung in Warendorf
Bald gehen (Park-)Uhren anders

Warendorf -

Besprochen und beschlossen ist es. Wann genau das Konzept für den ruhenden Verkehr im historischen Stadtkern Wirklichkeit wird, steht noch nicht fest. Aber: So bald wie möglich.

Dienstag, 03.12.2019, 06:30 Uhr
Auch künftig kostenfrei: die B 64-Parkplätze am Rand der Altstadt. Im Innern des Stadtkerns werden – Anwohner ausgenommen – demnächst überall Parkgebühren fällig.
Auch künftig kostenfrei: die B 64-Parkplätze am Rand der Altstadt. Im Innern des Stadtkerns werden – Anwohner ausgenommen – demnächst überall Parkgebühren fällig. Foto: Jörg Pastoor

Die letzten Wochen laufen – pardon, stehen: Anfang 2020 kommt die Umstellung der Parkplatz-Bewirtschaftung in der Altstadt und an ihren Rändern. Dass ab dann das Abstellen dort Geld kostet, wo es bisher gratis war, ist nach dem Ratsbeschluss vom 20. November klar; ab wann die Regeln gelten, ab wann die neuen Parkscheinautomaten stehen, noch nicht, wie ein WN-Gespräch mit Baudirektor Peter Pesch ergab.

„Einen konkreten Zeitplan für die Umsetzung gibt es noch nicht“, meinte Pesch. Aus seiner fachlichen Zuständigkeit ist das Ganze durch die Vorlage des Gutachtens seitens des Büros „Planersocietät“ Richtung Ordnungsbehörde gewandert. Deren Sache sei die nun bevorstehende Ausführungsplanung. „Wir müssen jetzt zunächst die Gelder für den Haushalt anmelden.“ Schließlich gebe es noch kein Budget, aus dem die Neustrukturierung bezahlt werden könnte. Die Stadt braucht neue Parkscheinautomaten. Dann geht es um die Klärung, wo der beste Platz dafür ist. Und es gehe auch um die Infrastruktur – sprich: Strom. Also müssten auch die Stadtwerke noch eingebunden werden. „Dann geht es in die Feinplanung“, so Peter Pesch, für den aber klar ist: „Wir wollen damit möglichst früh im nächsten Jahr in die Umsetzung kommen.“

Wir wollen damit möglichst früh im nächsten Jahr in die Umsetzung kommen.

Stadtbaurat Peter Pesch

Bekanntlich dreht das Handlungskonzept ruhender Verkehr das Warendorfer Phänomen um, dass ausgerechnet die innenstadt-nächsten Parkplätze kostenfrei zu nutzen sind, während es weiter entfernt kostet.

Das 68-seitige Konzept hatte nach mehreren Lesungen verschiedene Gremien passiert und zum Schluss die Mehrheit erhalten. Hauptlinie der Gutachter ist bekanntlich die Umkehr der teilweise jetzt geltenden Parkregeln: Im gesamten Altstadt-Bereich zwischen Wilhelmstraße im Westen und Freibad im Osten soll das Parken künftig kosten (Anwohner ausgenommen), am Bahnhof, auf dem Wilhelmsplatz, Lohwall und an den Emsbrücken sowie am Freibad reicht die Parkscheibe.

4000 Euro pro Parkautomat

Die Kosten: Die „Planersocietät“ geht von 4000 Euro pro Parkautomaten aus – macht rund 150 000 Euro. Die 20 bis 25 zusätzliche Parkplätze für Menschen mit Beeinträchtigung stehen mit geschätzten 10 000 Euro in der Liste. Gut 30 00 Euro wird das Parkleitsystem mit Beschilderung kosten, Aufbau von Elektro-Ladesäulen (acht Stück für etwa 200 000 Euro insgesamt) kommen noch drauf. Wie hoch die Gebühreneinnahmen für die Stadt sein werden, zeigt sich dann.

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