Info-Abend zur Freckenhorster Ortsumgehung
Keine Aussage zum Baubeginn

Freckenhorst -

Zur „Frühen Öffentlichkeitsbeteiligung“ hatte der Landesbetrieb Straßenbau NRW am Mittwochabend die Bürger in den Stiftshof Dühlmann eingeladen. Ehe diese die Möglichkeit hatten, sich zu informieren, Fragen zu stellen und Hinweise in die weitere Planung der Freckenhorster Ortsumgehung einzubringen, ließen sich die Ratsmitglieder von den Fachleuten über Vorentwurf und landesplanerischen Begleitplan informieren.

Mittwoch, 11.12.2019, 21:00 Uhr
Informierten über Landschafts- und Naturschutz, 17,6 Hektar Flächenverbrauch, Kompensationsbedarf von bis zu 15 Hektar, und den landschaftsplanerischen Begleitplan: Judith Schonnefeld, ILS Essen GmbH, und Bernhard Bartmann von Straßen. NRW.
Informierten über Landschafts- und Naturschutz, 17,6 Hektar Flächenverbrauch, Kompensationsbedarf von bis zu 15 Hektar, und den landschaftsplanerischen Begleitplan: Judith Schonnefeld, ILS Essen GmbH, und Bernhard Bartmann von Straßen. NRW. Foto: Joke Brocker

Zu einer konkreten Aussage, wann denn nun endlich der erste Spatenstich für eine Freckenhorster Ortsumgehung erfolgen könne, ließ sich Christian Müller von der Regionalniederlassung Münsterland des Landesbetriebs Straßenbau NRW nicht verleiten. „Seriös ist das nicht zu beantworten“, verwies er am Rande einer von etwa 150 Bürgern besuchten Informationsveranstaltung am Mittwochabend im Stiftshof Dühlmann auf allerlei Unwägbarkeiten, die das Verfahren in die Länge ziehen könnten. Man sei schließlich nicht in einer „kritikfreien Region“, gab er zu bedenken.

Der Bauvorentwurf für die Ortsumgehung zwischen Hoetmarer Straße und Freckenhorster Straße, der den Bürgern während der Info-Veranstaltungen in Form eines klassischen Plans, aber auch in visualisierter Form gezeigt wurde, solle, wie auch der landschaftspflegerische Begleitplan, vor den Sommerferien 2020 genehmigungsbereit vorliegen. Gleichwohl könne es dann natürlich Einwendungen geben, die im Weiteren zu berücksichtigen seien. Die Dauer des Planfeststellungsverfahrens, war Müller sich mit seinen Kollegen einig, sei einfach nicht zu konkretisieren.

In einer Einführung war den Besuchern, zu denen sich auch Gegner der geplanten B 64n gesellten, die eine von der B64-Planung losgelöste eigenständige Planung einer Freckenhorster Ortsumgehung stets befürwortet hatten, die 4,7 Kilometer lange Trasse im gesamten Verlauf vorgestellt worden. Ausgehend von einem Kreisverkehr an der Hoetmarer Straße, soll sie, mit einer Überführung über den Windmühlenweg nach 1,2 Kilometern in einen weiteren Kreisel münden, von dem aus man in den Freckenhorster Ortskern gelangen kann. Die Umgehungsstraße führt auf den weiteren 3,5 Kilometern – auch über weitere Brückenbauwerke – durch Walgern, um schließlich die Freckenhorster Straße in Warendorf zu kreuzen. Ob eine Blendschutzwand zur auf dem letzten Stück parallel verlaufenden B 64n gebaut werden muss, hängt davon ab, ob und wann die B 64n verwirklicht wird. Detaillierte Informationen zur technischen Planung, zu Lärmschutz, Landschafts- und Naturschutz erhielten die Besucher anschließend aus erster Hand an verschiedenen im Saal aufgebauten Stationen.  

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