Aktion Kleiner Prinz leistet humanitäre Hilfe in Nordsyrien
Elend der Kinder ist herzzerreißend

Warendorf -

Am Heiligen Abend starben während eines Raketenangriffs auf eine Schule in Jobas, in der Flüchtlinge Zuflucht gefunden hatten, acht Menschen, darunter fünf Kinder und ihre Mutter. Die Regierungstruppen gehen ohne jede Schonung der Zivilbevölkerung vor, um das letzte von Rebellen kontrollierte Gebiet in der nordsyrischen Provinz Idlib unter ihre Kontrolle zu bringen.

Montag, 30.12.2019, 19:00 Uhr
Vor allem die Kinder leiden unter den chaotischen Zuständen in der nordsyrischen Provinz Idlib.
Vor allem die Kinder leiden unter den chaotischen Zuständen in der nordsyrischen Provinz Idlib.

Mehr als 235 000 Menschen sind in Nordsyrien auf der Flucht – vor den Tausenden Luftangriffen durch Truppen des syrischen Regimes und deren russische Helfer. Am Heiligen Abend starben zum Beispiel während eines Raketenangriffs auf eine Schule in Jobas, in der Flüchtlinge Zuflucht gefunden hatten, acht Menschen, darunter fünf Kinder und ihre Mutter. Die Regierungstruppen gehen ohne jede Schonung der Zivilbevölkerung vor, um das letzte von Rebellen kontrollierte Gebiet in der nordsyrischen Provinz Idlib unter ihre Kontrolle zu bringen. Die Menschen fliehen vor ihnen in Richtung der türkischen Grenze. Diese aber ist ihnen verschlossen, die Flüchtlingslager, in die sie geraten, sind überfüllt, die Zelte vom Regen überflutet, Nahrung ist auch in den Lagern knapp. Die Flüchtenden sind den Wintertemperaturen unter null und dem eisigen Regen schutzlos ausgeliefert, sie hungern und frieren, es fehlt an Zelten, Decken, Medikamenten, Lebensmitteln. Besonders betroffen sind wie immer die Kinder. Ihr Elend ist herzzerreißend, wie es in einer Pressemitteilung der Aktion Kleiner Prinz heißt.

Die ohnehin unzureichende Versorgung der Flüchtlinge durch die Vereinten Nationen und andere internationale Hilfsorganisationen sei nur bis zum 10. Januar gesichert. Dann laufe eine UN-Resolution aus, die eine grenzüberschreitende Versorgung ermöglicht. Russland hatte deren Verlängerung im UN-Sicherheitsrat blockiert. Zurzeit können, wie die Aktion Kleiner Prinz weiter mitteilt, nur kleinere Hilfsorganisationen aktiv werden, die von Syrien aus arbeiten. Zu ihnen gehört die Barada-Syrienhilfe, geleitet von dem seit langem in Deutschland lebenden und arbeitenden Arzt Dr. Firaz Khoury. Mit ihm und seiner Organisation hat die Aktion Kleiner Prinz schon erfolgreich zusammengearbeitet und im Jahr 2017 Babynahrung in größerem Umfang finanziert. Diese wurde durch Khourys vertrauenswürdige Mitarbeiter in Syrien verteilt.

Auch jetzt hat ein Hilferuf die Warendorfer Kinderhilfsorganisation erreicht. Als Soforthilfe gehen 25 000 Euro an Barada. Damit wird ein Grundstein gelegt für die Versorgung von Familien mit Lebensnotwendigem, vor allem mit Lebensmittelpaketen. Diese kann zeitnah organisiert werden, da die Grenze für humanitäre Transporte aus der Türkei offen ist. Diese Soforthilfe kann jederzeit aufgestockt werden, deshalb bittet die Aktion Kleiner Prinz weiterhin um Spenden. Wer spenden möchte, kann das tun unter IBAN DE46 4005 0150 0062 0620 62, Stichwort „Syrienhilfe/Kinderhilfe Nahost“.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7161462?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F35766%2F
Nachrichten-Ticker