OnAir begeistert im TaW
Höchstes musikalisches Niveau

Warendorf -

Zum Jahresausklang noch ein besonderes Präsent an die Musikliebhaber – das Berliner Quintett „OnAir“ verwöhnte an Silvester mit einer rundum gelungenen Show im restlos ausverkauften Paul-Schallück-Saal des Theater am Wall.

Donnerstag, 02.01.2020, 12:00 Uhr aktualisiert: 02.01.2020, 13:46 Uhr
Das Berliner Quintett „OnAir“ verwöhnte an Silvester mit einer rundum gelungenen Show im restlos ausverkauften Paul-Schallück-Saal des Theater am Wall.
Das Berliner Quintett „OnAir“ verwöhnte an Silvester mit einer rundum gelungenen Show im restlos ausverkauften Paul-Schallück-Saal des Theater am Wall. Foto: Axel Engels

Mit ihrem aktuellen Programm „Vocal legends“ sind die Sopranistinnen Jennifer Kothe und Marta Helmin, der Tenor André Bachmann , der Bassist Kristofer Benn und der Beat-Boxer und Bariton Patrick Oliver weltweit unterwegs, sind mit ersten Preisen auf internationalen Wettbewerben wie dem „International Vocal Festival“ in Taiwan bis zum „Moscow A Cappella Festival“ ausgezeichnet worden. Was die fünf professionell ausgebildeten Sängerinnen und Sänger an diesem Abend boten, war feinste Unterhaltung auf höchstem musikalischen Niveau.

Mit ihrem Streifzug durch die Rock- und Popgeschichte boten sie ein überaus facettenreiches Programm, bei dem sicherlich jeder Besucher sein ganz persönliches Lieblingslied finden konnte. Nicolai Plier und Fabio Gatto sorgten für einen perfekten Sound und eindrucksvolle Lichteffekte, konnten die Songs von Queen bis Bruno Mars ihren ganzen Reiz entfalten.

Nach den ersten Takten von „Radio Ga Ga“ war jedem Besucher klar, dass man hier ein Ausnahmeensemble hörte. Da stimmte jeder Ton, jede Klangfarbe, verschmolzen die Stimmen in lebendigen Arrangements einfach bestens. Von solch einer kunstvollen Interpretation wäre wohl auch Freddie Mercury begeistert gewesen. Als „A Cappella Innovation aus Berlin“ werden sie von der Fachpresse beschrieben und diesem Ruf machten sie an diesem Abend alle Ehre. Wohl noch kein Gesangsensemble hat „Stairways to heaven“ von Led Zeppelin so exquisit interpretiert, ließ Marta Helmin mit ihrer Stimme die Gitarre von Jimmy Page erklingen. Selbst an „Wish you were here“ von Pink Floyd trauten sich „OnAir“ und das war ein Erlebnis er ganz besonderen Art für das begeisterte Publikum. Mit Esprit und Leidenschaft erklang Stevie Wonders „Superstition“, da brauchte man bei diesem groovenden Gesang auch keinen funkigen Bläsersatz. Nicolai Plier hatte am Loop-Recorder viel zu tun, denn mit live eingesungenen Effekten waren die Songs innovativ bereichert. Selbst bei Songs wie „Der Weg“ von Herbert Grönemeyer waren „OnAir“ zu Hause, konnten die tiefen in Musik gesetzten Gefühle mit Sensibilität und Feingefühl in ein unter die Haut gehendes Gewand kleiden.

Gesangliche Perfektion stand bei „OnAir“ jederzeit im Dienste des Ausdrucks, war nie Selbstzweck. Die Sängerinnen und Sänger boten authentische Interpretationen, schufen so einen ganz direkten Kontakt zum Publikum. Wenn Adele, Rihanna und Whitney Houston sich ein Stelldichein gaben, war das Vergnügen einfach komplett. A Cappella-Formationen gibt es viele, aber auf so hohem Niveau nur wenige. Mit großer Bühnenpräsenz und feinsten Arrangements übertrafen „OnAir“ wohl noch die Erwartungen, präsentierten einen Abend, bei dem jeder Song einzigartig erklang. Solch ein Konzert erlebt man nicht alle Tage, das wird den Besuchern noch lange in Erinnerung bleiben.

Axel Engels

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